Nachtrag zu „Ich bin Muslima, ich bin lesbisch“

Der Fernsehbeitrag, den ich im letzten Post erwähnt habe, war interessant und kann hier nachgeschaut werden. Doch einen Kritikpunkt habe ich: Ethnie, Kultur und Religion – das bildet in diesem Beitrag eine Gemengelage, die nicht zu entwirren ist. Leider erfuhr ich auch nicht: Die Frau, deren Geschichte da erzählt wird – lebt sie irgendeine Spiritualität? Was bedeutet ihr der Islam, hat sie sich vollkommen davon distanziert, ist das für sie nur das Sittengesetz, nach dem die türkische Community lebt, vor der sie ihrer Familie zuliebe ihr Lesbischsein verbirgt? Religion erscheint da wieder einmal als unwandelbarer Block, mit dem als Homosexuelle/r keine Verhandlung möglich ist, wo Lesben und Schwule keine eigene Handlungsmacht haben außer: jegliche Religion abzulehnen. Es ist verdienstvoll, daß überhaupt im Fernsehen über Lesbischsein gesprochen wird, und dann auch im Zusammenhang mit dem Islam. Differenzierung wäre jedoch wünschenswert.

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