Lesehinweis: Gender and Transgender in Modern Paganism

Über die Geschichte mit dem Skandal um ein dianisches Ritual auf dem Pantheacon 2011 bin ich schon letztes Jahr auf ein Projekt aufmerksam geworden, das als Reaktion auf diesen Vorfall entstand: Gender and Transgender in Modern Paganism

Das Buch ist auf englisch und im pdf und epub-Format frei herunterzuladen sowie über lulu.com als gedrucktes Buch erhältlich.

Ich habe den Abend damit verbracht, die meisten Aufsätze darin zu lesen und stelle fest, daß es recht Wicca/Witchcraft-zentriert ist. Einige der Aufsätze enthalten auch Dinge, über die ich mich ärgere oder die meines Erachtens den Punkt verfehlen. Und dann wird auch wieder eine große Vielfalt von genders und Sexualitäten sichtbar. Viele Aufsätze sind interessant zu lesen – und es ist gut, festzustellen, daß das Thema in den USA schon rege diskutiert wird.

2 Kommentare

  1. Geschrieben am 3. Oktober 2014 um 10:47 | Permalink

    Auch wenn das, besonders in Amerika, üblich ist, würde ich nicht Transgender und Frauen/Männer/Zwitter, denen ein falsches Geschlecht zugewiesen wird, in einen Topf schmeißen.

    Der Kampf gegen falsche Geschlechtszuweisungen ist ein anderer als der gegen „Geschlecht“ oder „die Geschlechterordnung“ im Allgemeinen.

    Viele Frauen oder Männer, die wegen ihres Körpers fehlzugewiesen werden/wurden, wollen sich auf „trans“ garnicht einlassen und in Gruppen ihres Geschlechts, da sie in die eine Gruppe nicht reinpassen und häufig auch in den passenderen (Frauen/Männer-) Gruppen verstoßen werden oder zumindest höchstwahrscheinlich iwie diskriminiert werden, ist es Zeit, eigene Gruppen und Räume zu haben, eigene Symbole zu entwickeln usw.

    Es muss viel gekämpft werden, viel mehr rebelliert werden und es sollten m.E. viel radikalere Absagen und Ansagen gemacht werden gegenüber denen, die an das genitalistische Modell (Penis=Mann/männlicher Körper / Vagina=Frau/weiblicher Körper) glauben. Dass nur die, die das Zerstörerische am Genitalismus am eigenen Leib erfahren mussten, die nötige Kraft und Wut aufbringen können, liegt in der Natur der Sache.

    M.E. haben sich zwangsverordnete Zusammenschlüsse wie „LGBTTIQ*“ etc. schon längst als heuchlerisch und kontraproduktiv erwiesen und den Hauptpunkt sehe ich darin, dass Teile davon längst ihre Freiräume und Abgrenzung ausleben konnten, während anderen das nicht gegönnt wurde, während sie da nun zusammengepfercht werden mit Geistern, die sie schikanieren, aberkennen, fremdbestimmen.

    Also ihr genitalismuserfahrenen Mädels und Jungs, schließt euch zusammen, bildet Banden, macht kaputt was euch kaputtmacht und lasst ab von den faulen Kompromissen, die euch nicht guttun!

  2. Geschrieben am 16. Oktober 2014 um 19:34 | Permalink

    Ich habe diesen Kommentar nach längerer Überlegung erst freigeschaltet. Zwei Dinge:

    1. Ich sehe an „LGBTTIQ*” keinen „Zwangszusammenschluß“, sondern lediglich den Versuch eines sinnvollen umbrella term.
    2. hat dieser Kommentar mit dem Literaturhinweis überhaupt nichts zu tun, und deswegen zögerte ich auch so lange, ihn überhaupt freizuschalten.

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