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		<title>Podcastfolgenidee: Was Ihr schon immer über Heidentum wissen wolltet</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 21:03:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich hatte da mal wieder eine Idee, und jetzt frage ich mich: ist die sinnvoll? Nicht aus Gründen des Selbstzweifels, sondern weil ich meine Leser_innenschaft so schlecht einschätzen kann. Die Idee war, mal eine Frage-und-Antwort-Folge zum Thema Heidentum zu machen. Jetzt kann es ja sein, daß Ihr, die Ihr dieses Blog lest/diesen Podcast hört, eh [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte da mal wieder eine Idee, und jetzt frage ich mich: ist die sinnvoll? Nicht aus Gründen des Selbstzweifels, sondern weil ich meine Leser_innenschaft so schlecht einschätzen kann.</p>

<p>Die Idee war, mal eine Frage-und-Antwort-Folge zum Thema Heidentum zu machen. Jetzt kann es ja sein, daß Ihr, die Ihr dieses Blog lest/diesen Podcast hört, eh schon alle alte Häsinnen und Hasen in Sachen Heidentum seid und keine Fragen dazu habt. Es kann aber auch ganz anders sein.<span id="more-446"></span>Auf geht&#8217;s: In den Kommentaren zu diesem Artikel könnt Ihr mich löchern, aber auch über <a href="http://www.formspring.me/riesenheim">meinen Formspring-Account</a>. Ich lasse Euch Zeit dafür, mindestens bis nach dem <a href="http://gendercamp.de">Gendercamp</a> &#8211; vorher komme ich wahrscheinlich eh nicht dazu, zu podcasten (und wenn, dann gibt&#8217;s andere Themen). Wenn bis nach dem Gendercamp mehr als fünf, sechs Fragen hier eingegangen sind, mache ich eine Folge daraus.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=446&amp;md5=6bfd68701ea9f28e0add22cd79fbecc1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>riesencast Episode 1: Warum und wieso.</title>
		<link>http://riesenheim.net/2012/04/riesencast-episode-1-warum-und-wieso/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 20:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[update: Jetzt auch mit credits für die Musik. Die erste Episode ist eine nicht so kleine Erklärung zu meinem Projekt. Grund Nr. 1 für meinen heidnischen Podcast ist ganz simpel: es gibt halt nicht viele davon auf deutsch. Grund Nr. 2 ist abgrundtief komplex, ich verheddere mich in den Verflechtungen von Genderdiskursen, Religionskritik und meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>update: Jetzt auch mit credits für die Musik.</strong></p>

<p>Die erste Episode ist eine nicht so kleine Erklärung zu meinem Projekt.<br />
Grund Nr. 1 für meinen heidnischen Podcast ist ganz simpel: es gibt halt nicht viele davon auf deutsch.<br />
Grund Nr. 2 ist abgrundtief komplex, ich verheddere mich in den Verflechtungen von Genderdiskursen, Religionskritik und meiner Wahrnehmung hexisch geprägter Frauenspiritualität und ringe damit, zu erklären, was das Heteronormative am im heidnischen Mainstream so oft verwendeten Göttin-Gott-Schema ist und wie mein persönlicher Ausweg aussah.<br />
Ich entschuldige mich dafür, daß das so lang geworden ist, aber kürzer und knackiger kriege ich das derzeit nicht hin.</p>

<p></p>

<p>Quellenangaben &amp; weitere Hinweise nach dem Link. <span id="more-423"></span></p>

<h3>Erwähnt werden:</h3>

<ul>
<li><a href="http://www.spirit-voice.de/">Spirit Voice Podcast</a></li>
<li><a href="http://sendungsarchiv.o94.at/showSeries.php/094se88">Witches on Air</a></li>
<li><a href="http://lucia.twoday.net/topics/Podcast/">Ruf der Geistertrommel</a></li>
<li>Scott Cunningham: <em>Wicca. Eine Einführung in weiße Magie</em>, Econ Ullstein List Verlag, 2001 (Originaltitel: <em>Wicca: A Guide for the Solitary Practitioner</em>, Llewellyn, 1989)  <a href="http://www.amazon.de/Wicca-Eine-Einf%C3%BChrung-weisse-Magie/dp/3548740146/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1334229020&amp;sr=8-1">Deutsche Ausgabe bei Amazon</a>, eine <a href="http://www.wurzelwerk.at/thema/buechertruhe34.php">Rezension</a></li>
<li>Der Artikel, den ich kritisiere: <a href="http://blog.wurzelwerk.at/?p=820">Macht der Polarität und Rose der Mysterien</a> von Sitara</li>
<li>Die Musik ist von <a href="http://wurzelfrau.de/">Wurzelfrau</a>, der Song am Schluß heißt <a href="http://soundcloud.com/wurzelfrau/from-the-goddess">From the Goddess</a>.</li>
</ul>

<h3>Was ich noch vergaß</h3>

<p>Eine Zeitlang sah mein Ausweg aus dem Gender-Dilemma so aus, daß ich im kultischen Kontext in männliche Rollen schlüpfte. Und ich wußte damals nicht genau, warum ich das tat, bis ich einmal nicht aktiv, sondern nur zuschauend beim &#8216;rituellen Drama&#8217; dabei war.<br />
Dem folgte ein Gefühl von Unbehagen, erst im Lauf der Tage und Wochen danach wurde mir klar: Wenn ich nur die Wahl hatte zwischen altbackenen Vorstellungen von Männlichkeit und altbackenen Vorstellungen von Weiblichkeit, waren die Bilder des Weiblichen, die mir da präsentiert wurden, mir noch ferner und fremder, hatten weniger mit meiner Lebenswelt zu tun als die Bilder von Männlichkeit &#8211; wozu dann doch die quasi-heteronormative Mechanik kam, daß diese &#8216;Männlichkeit&#8217; mir innerhalb dieses rituellen Frameworks weiterhin gestattete, Weiblichkeit zu begehren. Aber das Ganze biß sich eben so sehr mit den Annahmen, die ich in meinem Alltag bekämpfte, wo ich doch eher darauf aus war, an möglichst wenige Dinge ein Geschlechter-Etikett zu pappen, daß es sich doof anfühlte, im rituellen Kontext eine Rolle zu spielen, mit der ich mich sonst nicht identifizieren konnte. Denn sonst bin ich ja nicht butch-identifiziert und kämpfe auch tapfer gegen die Annahme, daß mein erotisches Begehren nach Weiblichkeit mich irgendwie männlicher machen würde.</p>

<p>Ach ja, und der Begriff von Natur ist mal eine eigene Podcastfolge oder ein eigenes Essay wert.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=423&amp;md5=01bf93bb3c48f90f43ad79d50927c205" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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Grund Nr. 1 für meinen heidnischen Podcast ist ganz simpel: es gibt halt nicht viele davon auf deutsch.
Grund Nr. 2 ist abgrundtie[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>update: Jetzt auch mit credits für die Musik.

Die erste Episode ist eine nicht so kleine Erklärung zu meinem Projekt.
Grund Nr. 1 für meinen heidnischen Podcast ist ganz simpel: es gibt halt nicht viele davon auf deutsch.
Grund Nr. 2 ist abgrundtief komplex, ich verheddere mich in den Verflechtungen von Genderdiskursen, Religionskritik und meiner Wahrnehmung hexisch geprägter Frauenspiritualität und ringe damit, zu erklären, was das Heteronormative am im heidnischen Mainstream so oft verwendeten Göttin-Gott-Schema ist und wie mein persönlicher Ausweg aussah.
Ich entschuldige mich dafür, daß das so lang geworden ist, aber kürzer und knackiger kriege ich das derzeit nicht hin.



Quellenangaben &#38; weitere Hinweise nach dem Link. 

Erwähnt werden:


Spirit Voice Podcast
Witches on Air
Ruf der Geistertrommel
Scott Cunningham: Wicca. Eine Einführung in weiße Magie, Econ Ullstein List Verlag, 2001 (Originaltitel: Wicca: A Guide for the Solitary Practitioner, Llewellyn, 1989)  Deutsche Ausgabe bei Amazon, eine Rezension
Der Artikel, den ich kritisiere: Macht der Polarität und Rose der Mysterien von Sitara
Die Musik ist von Wurzelfrau, der Song am Schluß heißt From the Goddess.


Was ich noch vergaß

Eine Zeitlang sah mein Ausweg aus dem Gender-Dilemma so aus, daß ich im kultischen Kontext in männliche Rollen schlüpfte. Und ich wußte damals nicht genau, warum ich das tat, bis ich einmal nicht aktiv, sondern nur zuschauend beim &#8216;rituellen Drama&#8217; dabei war.
Dem folgte ein Gefühl von Unbehagen, erst im Lauf der Tage und Wochen danach wurde mir klar: Wenn ich nur die Wahl hatte zwischen altbackenen Vorstellungen von Männlichkeit und altbackenen Vorstellungen von Weiblichkeit, waren die Bilder des Weiblichen, die mir da präsentiert wurden, mir noch ferner und fremder, hatten weniger mit meiner Lebenswelt zu tun als die Bilder von Männlichkeit &#8211; wozu dann doch die quasi-heteronormative Mechanik kam, daß diese &#8216;Männlichkeit&#8217; mir innerhalb dieses rituellen Frameworks weiterhin gestattete, Weiblichkeit zu begehren. Aber das Ganze biß sich eben so sehr mit den Annahmen, die ich in meinem Alltag bekämpfte, wo ich doch eher darauf aus war, an möglichst wenige Dinge ein Geschlechter-Etikett zu pappen, daß es sich doof anfühlte, im rituellen Kontext eine Rolle zu spielen, mit der ich mich sonst nicht identifizieren konnte. Denn sonst bin ich ja nicht butch-identifiziert und kämpfe auch tapfer gegen die Annahme, daß mein erotisches Begehren nach Weiblichkeit mich irgendwie männlicher machen würde.

Ach ja, und der Begriff von Natur ist mal eine eigene Podcastfolge oder ein eigenes Essay wert.
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		<title>Christliche Privilegien</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 00:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weil mich die Debatte um die „stillen Feiertage“ gerade ankekst1, habe ich ein kleines Projekt ausgegraben, das ich schon vor einiger Zeit begonnen habe: ein Projekt, das sich mit christlichen Privilegien auseinandersetzt. Was meine ich damit? Wenn von Religion die Rede ist, denken die meisten Leute hierzulande automatisch an das Christentum in der einen oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weil mich die Debatte um die „stillen Feiertage“ gerade ankekst<sup class='footnote'><a href='#fn-421-1' id='fnref-421-1'>1</a></sup>, habe ich ein kleines Projekt ausgegraben, das ich schon vor einiger Zeit begonnen habe: ein Projekt, das sich mit christlichen Privilegien auseinandersetzt.</p>

<p>Was meine ich damit?<br />
Wenn von Religion die Rede ist, denken die meisten Leute hierzulande automatisch an das Christentum in der einen oder anderen Ausprägung. Mittlerweile vielleicht an den Islam; nicht-abrahamitische Religionen werden vollkommen übersehen, erst recht nicht-standardisierte, nicht-kodifizierte Formen von Spiritualität. Letztere sind bestenfalls ein Rätsel, das vom Mainstream nur insofern wahrgenommen wird, als es den Großkirchen Konkurrenz macht.</p>

<p>Christentum stellt also, zusammen mit einer unkritischen Areligiosität, den „Normalfall“ dar, der Menschen, über deren Religion $mensch nichts weiß, erst einmal unterstellt wird, ähnlich wie heutzutage die große Mehrheit der Leute annehmen, ein Mensch sei hetero, <acronym title="Gegenteil zu trans*, d.h. z.B. eine Person, deren Körper als weiblich klassifiziert wird und auch als Frau identifiziert">cis</acronym> und monogam, wenn er_sie nicht explizit etwas anderes sagt.</p>

<p>An dieser Stelle kommt ein Dokument ins Spiel, das ich vor einiger Zeit fand: die <a href="http://web.archive.org/web/20071211063858/http://pirate.shu.edu/~schlosle/cpexamples.htm">Christian Privilege Checklist</a>. <span id="more-421"></span>Den_die ursprüngliche_n Autor_in konnte ich nicht ermitteln, dennoch habe ich mich einfach mal daran gemacht, dieses Dokument zu übersetzen.</p>

<p>Diese Checkliste hat im [oben verlinkten] Original eine gewisse US-amerikanische Perspektive, und diese habe ich jetzt noch nicht „rausgerechnet“, z.B. wird in Deutschland offensives christliches Missionieren von Privatpersonen eher als peinlich empfunden.</p>

<p>In Deutschland gibt es m.W. auch massive regionale und konfessionelle Unterschiede, bereits Christ_in der jeweils nicht dominanten Konfession zu sein, kann in Bundesländern, in denen die andere Konfession dominiert, Effekte zeitigen. Die sind natürlich erheblich viel schwächer als die, denen Leute mit <em>nonstandard beliefs</em>, Muslime, Hindus, &#8230; oder teilweise auch Atheist_innen ausgesetzt sind. Und in Berlin Atheist_in oder Moslem/Muslima zu sein, ist etwas ganz anderes als in Oberbayern.</p>

<h2>Checkliste: Christliche Privilegien</h2>

<ul><li>Es ist wahrscheinlich, daß meine religiösen Feiertage mit staatlichen Feiertagen zusammenfallen und dadurch wenig bis keine Auswirkungen auf meine Berufstätigkeit und/oder meine Ausbildung haben.</li>
<li>Ich kann offen über meine religiösen Praktiken sprechen, ohne Sorge, wie das von anderen aufgenommen wird.</li>
<li>Ich kann sichergehen, Musik im Radio zu hören oder Sondersendungen im Fernsehen zu sehen, die die Feiertage meiner Religion zelebrieren.</li>
<li>Wenn über die Geschichte der (westlichen, A.d.Ü) Zivilisation gesprochen wird, kann ich sicher sein, daß mir gezeigt wird, daß Leute meiner Religion sie zu dem gemacht werden, was sie ist.</li>
<li>Ich kann mir über religiöse Privilegien Gedanken machen, ohne als „an mir selbst interessiert“ oder „selbstsüchtig“ angesehen zu werden.</li>
<li>Ich kann einen „Jesus ist der Herr“-Aufkleber oder einen Icthus (den christlichen Fisch) an meinem Auto haben, ohne daß ich mir Sorgen machen muß, daß es jemand deswegen demoliert.</li>
<li>Ich kann Feiertagsgrüße machen, ohne daß ich mir vollkommen bewußt bin, welche Auswirkungen das auf diejenigen hat, die nicht dieselben Tage feiern. Ich kann auch sicher sein, daß die Leute die Feiertage meiner Religion kennen und mich mit den angemessenen Grüßen grüßen (Frohe Weihnachten, Frohe Ostern usw.).</li>
<li>Ich kann wahrscheinlich annehmen, daß es eine Universalität religiöser Erfahrung gibt.</li>
<li>Ich kann christliche Privilegien leugnen, indem ich behaupte, alle Religionen seien im wesentlichen dasselbe.</li>
<li>Ich muß wahrscheinlich nicht die religiösen oder spirituellen Gebräuche Anderer lernen, und ich werde wahrscheinlilch nicht bestraft, wenn ich sie nicht kenne.</li>
<li>Ich bin wahrscheinlich nicht belastet dadurch, daß ich erklären muß, warum ich Dinge, die mit meinen religiösen Normen zu tun habe, auf einer täglichen Basis tue oder nicht tue.</li>
<li>Ich werde wahrscheinlich nicht nach den unangemessenen Handlungen von anderen in meiner religiösen Gruppe beurteilt.</li>
<li>Wenn ich will, kann ich gewöhnlich ausschließlich unter Menschen von meiner eigenen religiösen Gruppe sein (bei der Arbeit, in der Schule, zu Hause).</li>
<li>Ich kann davon ausgehen, daß meine Sicherheit, oder die Sicherheit meiner Familie, nicht in Gefahr gebracht wird, wenn ich meine Religion anderen bei der Arbeit oder in der Schule offenbare.</li>
<li>Es ist wahrscheinlich, daß die Massenmedien meine Religion in einem großen Umfang und positiv repräsentieren.</li>
<li>Es ist wahrscheinlich, daß ich relativ leicht Gegenstände zum Kaufen finden kann, die meine religiösen Normen und meine Feiertage repräsentieren (z.B. Essen, Dekoration, Grußkarten usw.).</li>
<li>Ich kann relativ leicht und ohne viel Furcht vor Vergeltung über meine Religion sprechen oder schreiben, und sogar andere Religionen kritisieren, und meinen Perspektiven wird zugehört bzw. sie werden veröffentlicht.</li>
<li>Ich könnte einen Artikel über christliche Privilegien schreiben, ohne meine eigene Religion auf den Prüfstand zu stellen.</li>
<li>Ich kann reisen, ohne daß andere annehmen, daß ich sie wegen meiner Religion einem Risiko aussetze; und meine Religion wird mich nicht Risiken von anderen aussetzen, wenn ich reise.</li>
<li>Ich kann finanziell erfolgreich sein, ohne daß andere annehmen, daß dieser Erfolg mit meiner Religion verbunden ist.</li>
<li>Ich kann mich selbst (und meine Kinder) vor Leuten schützen, die mich (oder sie) aufgrund meiner Religion vielleicht nicht mögen.</li>
<li>Gesetzesvollstreckungsbehörden werden wahrscheinlich annehmen, daß ich eine nicht-bedrohliche Person bin, wenn meine Religion ihnen offenbart wird. In der Tat kann eine Offenlegung ihnen sogar dazu verhelfen, mich als „im Recht“ oder „unvoreingenommen/unparteiisch“ wahrzunehmen.</li>
<li>Ich kann mit Sicherheit annehmen, daß jede Autoritätsfigur generell jemand von meiner Religion ist.</li>
<li>Ich kann über meine Religion sprechen, sogar missionieren, und als „sharing the word“ charakterisiert werden, anstatt als jemand, die_der anderen ihre_seine Ideen aufdrängt.</li>
<li>Ich kann sanft und bejahend zu Leuten sein, ohne daß ich als Ausnahme für meine Religion beschrieben werde.</li>
<li>Ich werde nie gebeten, für alle Christ_innen zu sprechen.</li>
<li>Meine Staatsbürgerschaft und mein Aufenthaltsstatus werden wahrscheinlich nicht in Frage gestellt und mein Hintergrund nicht überprüft wegen meiner Religion.</li>
<li>Mein Kultplatz wird wahrscheinlich nicht wegen Ressentiments gegen meine Religion zur Zielscheibe von Gewalt.</li>
<li>Ich kann sicher sein, daß meine Religion nicht gegen mich arbeiten wird, wenn ich medizinische oder rechtliche Hilfe suche.</li>
<li>Meine Religion wird nicht dazu führen, daß Lehrer_innen mich  wegen der angenommenen Fähigkeiten meiner religiösen Gruppe in eine bestimmte berufliche Schublade stecken.</li>
<li>Meine Kinder werden mir nicht weggenommen, wenn Regierungsbehörden meine religiöse Zugehörigkeit kennen.</li>
<li>Wenn ich meine Religion gegenüber einer für Adoptionen zuständigen Stelle offenlege, wird das wahrscheinlich nicht verhindern, daß ich Kinder adoptieren darf.</li>
<li>Wenn ich meinen Kindern eine religiöse Bildung in einer Gemeinde geben will, habe ich wahrscheinlich eine Auswahl von Optionen in der Nähe.</li>
<li>Ich kann sicher sein, daß meine Kinder Lehrmaterial bekommen, das die Existenz und Bedeutung meiner Religion bezeugt.</li>
<li>Ich kann sicher sein, daß, wenn jemand in den Medien sich auf Gott bezieht, mein (der christliche) Gott gemeint ist.</li>
<li>Ich kann leicht akademische Kurse und Institutionen finden, die sich nur auf Leute meiner Religion konzentrieren.</li>
<li>Meine religiösen Feiertage sind so vollkommen „normal“, daß sie in vielerlei Hinsicht überhaupt keine religiöse Bedeutung mehr zu haben scheinen.</li>
<li>Die gewählten und nicht gewählten Vertreter_innen meiner Regierung sind wahrscheinlich Mitglieder meiner religiösen Gruppe.</li>
<li>Wenn ich einen Eid leiste, lege ich ihn wahrscheinlich ab, indem ich meine Hand auf die Schrift meiner Religion lege.</li>
<li>Ich kann ohne Angst vor Ablehnung, Gewalt und/oder Vandalismus ein Symbol/Symbole meiner Religion offen an mir oder meinem Eigentum zeigen.</li></ul>

<p><strong>Meine Zusätze</strong></p>

<ul><li>Ich kann davon ausgehen, daß meine Kultstätten als solche bekannt sind und respektiert werden. Wenn ich dort meinen Glauben praktizieren will, kann ich das tun, ohne Sorge zu haben, mich lächerlich zu machen oder angefeindet zu werden. Jede_r wird wissen, was ich da mache.</li>
<li>Meine Religion hat die Begriffe von „Glauben“, &#8220;„Gott“, „Religion“ (u.a.) so tief geprägt und setzt sie derart absolut, daß es zu Mißverständnissen kommt, wenn diese Begriffe auf andere Religionen angewendet werden.</li>
</ul>

<p>Wenn Euch noch weitere Dinge einfallen, die auf diese Liste gehören und/oder weitere deutsche Besonderheiten fehlen, freue ich mich auf Eure Ergänzungen in den Kommentaren.</p>

<div class='footnotes'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-421-1'>ich meine, daß in einem weltanschaulich neutralen Staat ein Feiertag einer Religionsgemeinschaft, wie groß die auch immer sein mag, kein Grund sein darf, Menschen ihr Vergnügen zu verbieten <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-421-1'>&#8617;</a></span></li></ol></div>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=421&amp;md5=3334f17212c6af52db8be35ec51a89bf" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Februar-Heidenstammtisch in Berlin</title>
		<link>http://riesenheim.net/2012/01/februar-heidenstammtisch-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 14:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur eine kurze Durchsage für die Berliner Leser_innen: Am 4.2. ist der nächste Offene Heidenstammtisch, wie immer ab 20 Uhr im Roten Salon des Schraders in der Malplaquetstr. 16b Berlin-Wedding Lageplan nach dem Link: Gr&#38;#246;&#38;#223;ere Karte anzeigen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur eine kurze Durchsage für die Berliner Leser_innen: Am 4.2. ist der nächste Offene Heidenstammtisch, wie immer ab 20 Uhr im Roten Salon des</p>

<p><strong>Schraders</strong> in der<br />
Malplaquetstr. 16b<br />
Berlin-Wedding</p>

<p>Lageplan nach dem Link:<span id="more-410"></span></p>

<div style="text-align: center;"><iframe width="425" height="350" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://www.openstreetmap.org/export/embed.html?bbox=13.34779,52.54368,13.37173,52.55581&amp;layer=mapnik&amp;marker=52.55187,13.35779" style="border: 1px solid black"></iframe><br /><small><a href="http://www.openstreetmap.org/?lat=52.549745&amp;lon=13.35976&amp;zoom=15&amp;layers=M&amp;mlat=52.55187&amp;mlon=13.35779">Gr&amp;#246;&amp;#223;ere Karte anzeigen</a></small></div>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=410&amp;md5=c0a881c87cb47391b49fa55961d8336f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Frohe Wintersonnenwende und gesegnete Rauhnächte</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 19:03:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[wünsche ich meinen Leser_innen. Kommt gut durch den Winter!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wünsche ich meinen Leser_innen. Kommt gut durch den Winter!</p>

<div style="text-align:center"><a href="http://www.ipernity.com/doc/ryuu/9459823"><img title="Abenddämmerung über dem Treptower Kanal" alt="Abenddämmerung über dem Treptower Kanal" src="http://u1.ipernity.com/17/98/23/9459823.e294846c.500.jpg" height="375" width="500" /></a></div>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=408&amp;md5=26b9a8fc3297d91b4195ea58a4988718" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Orrr muß das sein? Zur Kritik an Daniela Scherler</title>
		<link>http://riesenheim.net/2011/12/orrr-muss-das-sein-zur-kritik-an-daniela-scherler/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 18:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[esobashing]]></category>
		<category><![CDATA[esoterik]]></category>
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		<category><![CDATA[politik]]></category>
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		<category><![CDATA[weltbild]]></category>

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		<description><![CDATA[Mir platzt hier mal der Kragen. Ich identifiziere mich ja als &#8220;science-positive&#8221; Person. Ich bin zwar keine Naturwissenschaftlerin, aber in den letzten paar Jahren an technischen und wissenschaftlichen Themen sehr interessiert. Das beißt sich für mich überhaupt nicht damit, gleichzeitig Polytheistin zu sein, deren spirituelles Paradigma animistische und rekonstruktionistische Elemente enthält. Es steht weitestgehend konfliktfrei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir platzt hier mal der Kragen.</p>

<p>Ich identifiziere mich ja als &#8220;science-positive&#8221; Person. Ich bin zwar keine Naturwissenschaftlerin, aber in den letzten paar Jahren an technischen und wissenschaftlichen Themen sehr interessiert. Das beißt sich für mich überhaupt nicht damit, gleichzeitig Polytheistin zu sein, deren spirituelles Paradigma animistische und rekonstruktionistische Elemente enthält. Es steht weitestgehend konfliktfrei neben der Tatsache, daß ich gelegentlich schamanistisch praktiziere und Orakel wie das Tarot verwende. (Zum Thema &#8220;Wissenschaft und Heidentum&#8221; schreibe ich irgendwann nochmal was Ausführlicheres.)</p>

<p>Wenn es darum geht, Kreationismus aus dem Biologieunterricht rauszuhalten, Religion als Sache anzusehen, die vom Staat getrennt gehört und Menschenrechte zu verteidigen, verbünde ich mich, ohne mit der Wimper zu zucken, mit den glühendsten Skeptikern. Für die Aspekte der Welt, die wir sehen, anfassen und vermessen können, bieten die Wissenschaften gute Erklärungsmodelle. Ich habe nichts übrig für Verschwörungstheorien.</p>

<p>Nun wird das, was ich (<a href="http://riesenheim.net/2010/09/heidnische-praxis-ii-die-crux-mit-den-begrifflichkeiten/" title="Heidnische Praxis II: Die Crux mit den Begrifflichkeiten">mangels besserer Begriffe</a> nenne ich das so) spirituell so mache, oft als &#8220;esoterisch&#8221; klassifiziert. <span id="more-400"></span>Wenn ich Bücher zu meinen spirituellen Themen kaufen will, dann mache ich das entweder per Versand oder ich gehe in einen esoterischen Buchladen, wo ich sehr viel finde, über das ich den Kopf schüttele. Und wenn&#8217;s um alternative Heilverfahren geht, wird es ziemlich unbequem.<br />
Und jedesmal, wenn mal wieder über eine Person, die etwas vertritt, was im weitesten Sinne als esoterisch klassifiziert wird, in irgendeinem Zusammenhang, der mit Esoterik gar nix zu tun hat, mit dem Argument &#8220;das ist aber ein_e Esoteriker_in!!! LOL wie lächerlich!!!&#8221; hergezogen wird, fühle ich mich getroffen.</p>

<p>Was mir Twitter heute hereinspülte, war mal wieder so ein exemplarischer Fall. Es geht um <a href="http://www.scheloske.net/index.php/2011/12/kein-spass-die-seltsame-esoterik-welt-der-fraktionsgeschaeftsfuehrerin-der-berliner-piraten/">diesen Artikel über Fraktionsgeschäftsführerin der Berliner Piraten</a>, die Heilpraktikerin ist und u.a. Lebenshilfe anbietet und sich dabei offenbar auf ein paar ziemlich problematische Sachen stützt.</p>

<p>Ja, auch ich finde, daß man in Frage stellen kann, ob eine Person, die als Heilpraktikerin gesundheitlich problematische Sachen wie z.B. radikales Fasten vertritt, als Politikerin geeignet ist. Allerdings ist das Argument &#8220;das ist esoterischer Quatsch&#8221; in meinen Augen das falsche.</p>

<p>Wenn jemand sich zu einem Weltbild bekennt, das sich nicht mit &#8220;dem wissenschaftlichen Weltbild &#8482;&#8221; deckt, und damit evtl. auch professionell befaßt ist, heißt das in meinen Augen nicht, daß diese Person keine anständige politische Arbeit leisten kann. Differenzierung ist angezeigt. &#8220;Esoterik!! Iiiih!!!!&#8221; ist kein Argument, wenn es danach ginge, müßte man auf Katholiken genauso mit dem Finger zeigen (mit einem materialistischen Auge betrachtet, ist die Kommunion schließlich genauso &#8220;absurd&#8221; wie eine Visionssuche). Dann wäre ein westlich-naturwissenschaftlich-materialistisches Weltbild das einzige akzeptable.</p>

<p>Viel angebrachter wäre, zu sagen, warum z.B. die oben angeführte Person problematisch ist: Weil sie ein hochproblematisches Verständnis von Krankheit und Gesundheit vertritt, weil sie Gedankengut referiert, das man so auch von <a href="http://www.nornirsaett.de/npd-und-germanische-neue-medizin/">Vertreten brauner Ideologie</a> kennt und weil sie gesundheitsgefährdende Praktiken vertritt. Genauso macht&#8217;s <a href="http://www.korrupt.biz/2504/warum-scherler-als-fraktionsgv-durchaus-eine-piratenpersonalie-ist/">korrupt.biz/</a>. Also: es geht.<br />
Es geht, Kritik an Praktiken und Ideologien vom Lebenshilfemarkt zu üben, ohne gleich alles in einen Topf zu schmeißen und dreimal kräftig umzurühren. Kann unter Umständen ein wenig unbequem sein, Recherche und inhaltliche Auseinandersetzung erfordern. In Bausch und Bogen ablehnen und klotzmaterialistisch rummackern kann jede_r, das ist keine Leistung.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=400&amp;md5=f48f560f2fa5e0fda395c29e0d7941e5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>10 Jahre Offener Berliner Heidenstammtisch</title>
		<link>http://riesenheim.net/2011/12/10-jahre-offener-berliner-heidenstammtisch/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 17:57:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[heidenstammtisch]]></category>
		<category><![CDATA[real life]]></category>
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		<description><![CDATA[Ach ja, der Offene Heidenstammtisch Berlin feiert morgen 10jähriges Bestehen. Details wie beim letzten Mal.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach ja, der <strong>Offene Heidenstammtisch Berlin</strong> feiert morgen 10jähriges Bestehen. 
Details wie <a href="http://riesenheim.net/2011/11/kurzmeldung-heidenstammtisch-im-schraders/">beim letzten Mal.</a></p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=398&amp;md5=eed9553bfc5482547edaaea736550ece" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wider den Geist der Alternativlosigkeit</title>
		<link>http://riesenheim.net/2011/11/wider-den-geist-der-alternativlosigkeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 18:07:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich habe da einen Traum, der nicht weggehen will und dessen Gestalt ich doch nicht so recht fassen kann. Zum Teil, weil mich mein Alltagsleben so sehr in Anspruch nimmt; zum anderen, weil er den durch und durch von der Logik von Leistung, Geld und Arbeit geprägten Konsens in Frage stellt und weil ich mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe da einen Traum, der nicht weggehen will und dessen Gestalt ich doch nicht so recht fassen kann. Zum Teil, weil mich mein Alltagsleben so sehr in Anspruch nimmt; zum anderen, weil er den durch und durch von der Logik von Leistung, Geld und Arbeit geprägten Konsens in Frage stellt und weil ich mich zu dicht dran an dem fühle, was da nicht stimmt, als daß ich es in seiner Gesamtheit sehen kann. Ich kann immer nur einzelne Teile davon identifizieren. <span id="more-385"></span></p>

<p>Immerhin: Der <a href="http://eibensang.de">eibensang</a> bringt diese Saite immer wieder zum Schwingen. Die <a href="http://singvoegel.com">Singvøgel</a> mit so einigen ihrer Songs auch. Und dann stolperte ich diesen Frühling über <a href="http://fragileoasis.org/bloggernauts/Astro_Ron/">Ron Garans</a> Blog. Der ungebrochene Glaube, daß wir die Welt besser machen können, der immer wieder aus seinen Vlogs und seinen Posts spricht, hat mich sehr berührt.  Und dann noch die #occupy-Bewegung. Das alles hat mich erinnert, daß da noch <a href="http://www.singvoegel.com/index.php/dm-14-unter-der-asche-feuer/">Feuer unter der Asche</a> ist. Daß es Alternativen geben muß, auch wenn wir sie nicht sehen, nicht sehen wollen, wenn das &#8220;so ist es aber nun mal&#8221; so grell angestrahlt wird, daß die weniger grell beleuchteten Alternativen schwer zu sehen sind.</p>

<p>Denn sonst schwang mir in den letzten Jahren entgegen: Man kann doch am Kapitalismus nicht rütteln. Hat sich doch erwiesen, daß das nicht geht, mit dem Fall der Mauer&#8230; Als wären mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion alle Alternativen zum Kapitalismus diskreditiert.<br />
Als das erste Mal ein milliardenschwerer Konzern mit Staatsknete vor der Pleite gerettet wurde, hatte ich das erste Mal das Gefühl, daß da was massiv nicht stimmt &#8211; da wurde mit &#8220;Arbeitsplätze!!!&#8221; argumentiert, während meine Mutter und meine Großmutter ganz schön knapsen mußten, um in ihrem Kleinbetrieb eine Angestellte und eine Auszubildende zu bezahlen. Arbeit, egal welche, egal wie sinnlos und menschenunwürdig, ist ein Fetisch unserer Gesellschaft geworden (ich meine die deutsche, die ich kenne und bei der ich mir zutraue, sie zu beurteilen), ein Wert in sich selbst. Und der politisch-gesellschaftliche Diskurs scheint mir seit 9/11 hysterisch und &#8220;wer nicht für uns ist, ist gegen uns&#8221; geworden. Wer nimmt sich noch Zeit? Wer differenziert noch?</p>

<p>Kann ich nur gucken, daß ich selber irgendwie durchkomme? Bin ich nicht zu beschäftigt damit, im status quo klarzukommen, als daß ich mir Gedanken drum machen kann, wie es anders gehen sollte? Nein und Ja. Ja, weil oft tatsächlich der Alltag die Kraft auffrißt, etwas zu verändern und ich den Eindruck habe, daß das mit den Jahren schlimmer wird. Und auch, weil ich selbst dieses Gift auch gefressen habe, weil ich Teil dieser Gesellschaft bin und nicht raus aus ihr kann. Nein, weil es mir doch ab und zu mal gelingt, den Blick zu heben und mich nicht mit dem &#8220;So ist es nun mal&#8221; abzufinden. Und da ist eine Wut, ein Ungenügen an dem Leben, das ich derzeit führe: am falschen Ort, in einer Zwickmühle aus Sachzwängen und Fremdbestimmung, befeuert durch eine Geschichte mit bürokratischen Zwängen und durch massive Unzufriedenheit mit der Art, wie ich mein für deutsche Maßstäbe kärgliches Auskommen verdiene. Da ist ein Hunger. Da ist Feuer unter der Asche.</p>

<p>Und darum habe ich schon wieder was vor. Ich mach&#8217;s hier auch öffentlich, damit ich das tatsächlich durchziehe:<br />
Ich will diesen Traum hegen und pflegen. Ich will (demnächst mal) aufschreiben, wie ich persönlich mir ein gutes Leben vorstelle, egal ob das heute realistisch und realisierbar erscheint oder nicht. Und ich beschränke das nicht auf mein eigenes Leben, die gesellschaftliche Utopie braucht nur etwas länger, scheint mir schwerer in konkrete, schreibbare Worte zu sein. Doch es reicht mir nicht, mich auf mein eigenes kleines Leben zurückzuziehen. Es gibt da schließlich etwas, <a href="http://www.nornirsaett.de/was-uns-alle-verbindet/">was uns alle verbindet</a>. Und vielleicht gelingt es ja, sie ansteckend zu machen, diese Utopie, vielleicht ist sie irgendwann nicht mehr meine, sondern eine gemeinsame.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=385&amp;md5=232368736f0a98a96ef6bacdf12452ba" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Testpost</title>
		<link>http://riesenheim.net/2011/11/testpost/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 12:45:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Verbindung zu identi.ca will seit Monaten nicht so richtig. Mal gucken, ob es jetzt funzt&#8230; WP-Status hat sich da manchmal etwas. Auf einem anderen Blog habe ich ein anderes Plugin am Start, das stabil tut, wo ich aber erst was im Pluginquelltext selbst rumfummeln müßte, damit es so tut, wie ich mir das vorstelle&#8230; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Verbindung zu identi.ca will seit Monaten nicht so richtig. Mal gucken, ob es jetzt funzt&#8230; WP-Status hat sich da manchmal etwas. Auf einem anderen Blog habe ich ein anderes Plugin am Start, das stabil tut, wo ich aber erst was im Pluginquelltext selbst rumfummeln müßte, damit es so tut, wie ich mir das vorstelle&#8230; und da gibt es grad ein paar wichtigere Dinge zu tun. Zum Beispiel mich um Inhaltliches zu kümmern.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=389&amp;md5=4916945081c34d312f7c2772224c3bcd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kurzmeldung: Heidenstammtisch im Schraders</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 18:40:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
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		<category><![CDATA[stammtisch]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; wieder diese Woche, am Samstag, den 5.11.2011 ab 20 Uhr, im Roten Salon des Schraders in der Malplaquetstr. 16b Berlin-Wedding.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; wieder diese Woche, am Samstag, den 5.11.2011 ab 20 Uhr, im Roten Salon des</p>

<p><strong>Schraders</strong> in der<br />
Malplaquetstr. 16b<br />
Berlin-Wedding.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=380&amp;md5=1cb01b4cecf2864de821cd8aa10fe4ee" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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