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		<title>Gelesen: Kimeron N. Hardin, The Gay &amp; Lesbian Self Esteem Book</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 04:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selbstwertgef&#252;hl, k&#246;nnte man meinen, ist eigentlich f&#252;r fast jeden Menschen in unseren westlichen Kulturen ein Thema. Mu&#223; es da ein explizit schwullesbisches Buch zu diesem Thema geben? Kimeron N. Hardins Antwort in&#8221;The Gay and Lesbian Self-Esteem Book&#8221; ist: Ja, denn die Selbstwertprobleme, mit denen sich Schwule und Lesben auseinandersetzen, sind oft durch spezifische gesellschaftliche Mechanismen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbstwertgef&#252;hl, k&#246;nnte man meinen, ist eigentlich f&#252;r fast jeden Menschen in unseren westlichen Kulturen ein Thema. Mu&#223; es da ein explizit schwullesbisches Buch zu diesem Thema geben? Kimeron N. Hardins Antwort in&#8221;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/1572241314?ie=UTF8&#038;tag=riesenheim-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=1572241314">The Gay and Lesbian Self-Esteem Book</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=riesenheim-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1572241314" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />&#8221; ist: Ja, denn die Selbstwertprobleme, mit denen sich Schwule und Lesben auseinandersetzen, sind oft durch spezifische gesellschaftliche Mechanismen bedingt. Dar&#252;ber hinaus sei das Selbstwertgef&#252;hl von Schwulen und Lesben mehr als das von Heterosexuellen st&#228;ndig unter Belagerung.</p>
<p>Ein gesundes Selbstwertgef&#252;hl kann, so Hardin, ganz wesentlich dazu beitragen, mit Beziehungen und Gef&#252;hlen konstruktiv umzugehen, das eigene Potential zu entfalten, selbstzerst&#246;rerisches Verhalten zu vermeiden, Belastungen auszuhalten sowie Entscheidungen zu treffen, die von realistischer Wahrnehmung, Selbstvertrauen und Autonomie statt vom Weg des geringsten Widerstandes, &#196;ngsten oder verinnerlichten Zw&#228;ngen gepr&#228;gt sind. Es macht auch, so impliziert das Buch, resistenter gegen die spezifischen Belastungen, denen Lesben und Schwule in einer immer noch heterozentristischen <sup class='footnote'><a href='#fn-160-1' id='fnref-160-1'>1</a></sup> gesellschaftlichen Situation ausgesetzt sind. Diese Resistenz macht politische Aktion jedoch nicht unn&#246;tig, im Gegenteil: sie kann Ausdruck gesunden Selbstbewu&#223;tseins sein, ja sogar helfen, dieses erst herzustellen. <span id="more-160"></span></p>
<p>Hardins theoretische Basis ist die kognitive Verhaltenstherapie. Auf der Basis dieses Modells leitet sein Buch dazu an, wie man den eigenen destruktiven Selbstgespr&#228;chen, die eine gesunde Selbstliebe unterminieren, auf die Spur kommt, wie man pr&#228;gende Einfl&#252;sse aufdecken und ihre Macht verringern kann, wie man das unbewu&#223;te Regelwerk, nach dem man sein Leben f&#252;hrt, Schritt f&#252;r Schritt bewu&#223;t ver&#228;ndern kann. Aber auch Techniken, um lange unterdr&#252;ckte Emotionen zu ihrem Recht kommen zu lassen, haben ihren Platz, ebenso wie Erl&#228;uterungen zu Systemen, die jeden Menschen in westlichen Gesellschaften irgendwann gepr&#228;gt haben: Erziehung, Schule, peer groups, Medien und Politik. Ein eigenes, sehr differenziertes Kapitel ist Spiritualit&#228;t und Religion gewidmet und ein letztes gibt denen, die an der &#220;berwindung von Selbstwertproblemen mit der Hilfe eines/r TherapeutIn arbeiten wollen, Rat zur Suche nach geeigneten Profis.</p>
<p>Da&#223; im Titel nur von &#8220;Gay &#038; Lesbian&#8221; die Rede ist, ist tats&#228;chlich korrekt, denn Trans* und Bisexuelle werden nicht erw&#228;hnt &#8211; in ersterem Fall wird es sicherlich der Tatsache gerecht, da&#223; die Selbstwertproblematiken von Trans* m&#246;glicherweise abermals anders gelagert sind; da&#223; Bisexuelle au&#223;en vor bleiben, ist jedoch schade.<br />
Angenehm an Hardins Buch ist die Nachvollziehbarkeit der Erkl&#228;rungen; man merkt, da&#223; er auf dem Boden sowohl psychotherapeutischer Erfahrung als auch einer wissenschaftlichen Grundlage steht. Seine Sprache ist klar und alltagsnah und auch nicht-muttersprachlichen Leser_innen verst&#228;ndlich. Esoterische Wolkigkeit, Schuldzuweisungen oder Stereotypen fehlen wohltuend.<br />
Positiv aufgefallen ist mir auch, da&#223; er eine Balance zwischen den positiven Seiten schwullesbischer Communities und der Kritik an ihnen wahrt; dies alles auf eine Weise, die sich auf die Evidenz aus zahlreichen Fallbeispielen st&#252;tzt.</p>
<p>&#8220;The Gay &#038; Lesbian Self Esteem Book&#8221; ist ein Arbeitsbuch, f&#252;r das mensch sich Zeit nehmen sollte. Um es wirklich zu nutzen, braucht es nicht nur Geduld, sondern auch die Bereitschaft, die vorgeschlagenen Reflexionen und &#220;bungen regelm&#228;&#223;ig zu machen.<br />
Man merkt dem Buch an, da&#223; die gesellschaftliche Situation in Amerika eine andere ist: Nicht nur die Empfehlungen zur Suche nach TherapeutInnen oder das Kapitel &#252;ber Religion und Spiritualit&#228;t unterscheiden sich sehr (und nicht unbedingt positiv) von den deutschen Verh&#228;ltnissen. W&#252;rde dieses &#252;beraus hilfreiche Buch ins Deutsche &#252;bersetzt (was sehr zu w&#252;nschen w&#228;re), w&#228;re eine Anpassung der genannten Kapitel an hiesige Verh&#228;ltnisse w&#252;nschenswert.</p>
<p>F&#252;r jeden, der den Mut, die Disziplin und die Ausdauer hat, an sich zu arbeiten, und wenig M&#252;he damit hat, auf Englisch zu lesen, bietet dieses Buch eine brauchbare und pragmatische Anleitung zur Selbsthilfe.</p>
<p>Hier die bibliographischen Daten noch einmal:<br />
Hardin, Kimeron N., <strong>The Gay and Lesbian Self-Esteem Book: A Guide to Loving Ourselves</strong>. New Harbinger Publications, 1999.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-160-1'>Den Begriff &#8220;Heterozentrismus&#8221; pr&#228;gt Hardin f&#252;r das Verhalten der Mehrheitsgesellschaft, die nicht-heterosexuelle Lebensweisen nach Kr&#228;ften ignoriert und nicht wahrnehmen will. <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-160-1'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>Im Bilde festgehalten: Lesestoff</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 20:13:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinter den Kulissen]]></category>
		<category><![CDATA[bücher]]></category>
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		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie habe ich gerade Lust, hier etwas blogtechnischer zu werden, nicht nur Essays hier abzuladen &#8211; sofern es hier pa&#223;t.
Es gibt derzeit eine Menge, was mich auf Trab h&#228;lt. Oder l&#228;hmt, je nachdem. Deshalb geht&#8217;s hier &#8211; und mit dem Buch &#8211; auch nur relativ langsam voran. Au&#223;erdem in ich mit den Vorbereitungen auf ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie habe ich gerade Lust, hier etwas blogtechnischer zu werden, nicht nur Essays hier abzuladen &#8211; sofern es hier pa&#223;t.<br />
Es gibt derzeit eine Menge, <a href="http://ryuu.de/2010/07/aus-dem-gleichgewicht/">was mich auf Trab h&#228;lt</a>. Oder l&#228;hmt, je nachdem. Deshalb geht&#8217;s hier &#8211; und mit dem Buch &#8211; auch nur relativ langsam voran. Au&#223;erdem in ich mit den Vorbereitungen auf ein bedeutendes Ereignis Anfang August besch&#228;ftigt. Und ich verdaue Lesestoff wie die Schlange einen Elefanten. Hier ein bildlicher Eindruck des B&#252;cherstapels neben meinem Bett: </p>
<div style="text-align: center"><a href="http://riesenheim.net/wp-content/uploads/2010/07/lesestoff.png"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/uploads/2010/07/500_lesestoff.png" alt="B&#252;cherstapel" border="0"/></a></div>
<p><span id="more-156"></span></p>
<p>Und das sind all die B&#252;cher, die ich gerne rezensieren w&#252;rde:</p>
<div style="text-align: center"><a href="http://riesenheim.net/wp-content/uploads/2010/07/rezistoff.png"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/uploads/2010/07/375_rezistoff.png" alt="B&#252;cherstapel" border="0"/></a></div>
<p>Also, geduldet Euch noch ein wenig, die Schlange mu&#223; sich geistig erstmal wieder entknoten und den Wald vor lauter B&#228;umen wieder sehen <img src='http://riesenheim.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Heidnische Praxis I: Priesterschaft? Ein paar Gedanken.</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 16:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
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		<description><![CDATA[Angeregt einerseits durch Wurzelfraus Artikel &#252;ber spirituelle Basisdemokratie, andererseits durch eine Unterhaltung mit einer katholischen Bekannten, die &#252;ber Widerspr&#252;che in puncto Priesteramt f&#252;r Frauen stolperte, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie das denn so mit der Priesterschaft im Heidentum aussieht.
Denn irgendwie scheint dieser Titel oder seine &#196;quivalente &#8211; &#8220;Gode&#8221;, &#8220;Druide&#8221; etc. &#8211; auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angeregt einerseits durch Wurzelfraus Artikel &#252;ber <a href="http://www.wurzelfrau.de/spirituelle-basisdemokratie/">spirituelle Basisdemokratie</a>, andererseits durch eine Unterhaltung mit einer katholischen Bekannten, die &#252;ber Widerspr&#252;che in puncto Priesteramt f&#252;r Frauen stolperte, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie das denn so mit der Priesterschaft im Heidentum aussieht.</p>
<p>Denn irgendwie scheint dieser Titel oder seine &#196;quivalente &#8211; &#8220;Gode&#8221;, &#8220;Druide&#8221; etc. &#8211; auf Heiden immer noch eine gewisse Anziehungskraft auszu&#252;ben.<br />
Nun kam ich aus einer Ecke, die Hierarchien jeder Art ablehnt (meine erste Begegnung mit dem Thema Hexen waren die B&#252;cher von Luisa Francia). In keiner Gruppe, in der ich je unterwegs war, gab es &#8220;Leiter&#8221; oder &#8220;Hohepriester&#8221;.  Ich meinte sogar manchmal das Gegenteil wahrzunehmen: Blo&#223; keine Hierarchie, keine Struktur, und damit ging manchmal eine Tendenz zur Desorganisation einher, die dann an den Nerven zehrt, wenn eine tats&#228;chlich etwas auf die Beine stellen, etwas tun m&#246;chte. (Spielregeln und Strukturen haben ihren Sinn. Wenn man nicht von selbst in eingefahrene Gleise, die allzu oft Machtstrukturen der etablierten Gesellschaft wiederspiegeln, verfallen will, dann mu&#223; man diese Regeln und Strukturen bewu&#223;t erarbeiten und regelm&#228;&#223;ig bis laufend revidieren. Das nur als Seitengedanke.)<br />
Demgegen&#252;ber gibt es au&#223;erhalb der feministischen Hexenkreise auch sehr formalisierte Hierarchien, etwa im Wicca, wo Initiationen und Grade vergeben werden und die Befugnisse (z.B. Rituale leiten, Leute ausbilden, eigene Coven gr&#252;nden) regulieren.</p>
<p><strong>Priesterschaft in der griechischen Antike</strong><br />
Demgegen&#252;ber war die Funktion der Priesterin, des Priesters oder was damit auch gleichgesetzt wird, in der vorchristlichen Welt wahrscheinlich oft unspektakul&#228;rer. <span id="more-145"></span>Zum Beispiel im antiken Griechenland: </p>
<blockquote><p>In der griechischen Antike war das Priesteramt genau das: ein Amt. Keine Berufung, keine Ausbildung, keine Weihe. Man kam zu diesem Amt auf verschiedene Weise, je nachdem, um welche religi&#246;se Einrichtung es sich handelte. Aber im Prinzip konnte jeder jede religi&#246;se Handlung durchf&#252;hren &#8211; auch Frauen und Sklaven. Das war durchaus nicht &#252;blich, in anderen L&#228;ndern wie zB Persien konnten nur die &#8220;magi&#8221; religi&#246;se Handlungen durchf&#252;hren.</p>
<p>Das griechische Priesteramt entstand ganz simpel aus der Rolle des Familienoberhauptes im Rahmen der privaten, famili&#228;ren Verehrung der G&#246;tter. Und da die Gemeinde die n&#228;chste gr&#246;&#223;ere soziale Einheit ist, war der Gemeindevorsteher dann auch in religi&#246;sen Belangen f&#252;r seine Leute zust&#228;ndig, wurde also zum &#8220;Priester&#8221;. Dies wurde dann in den gro&#223;en St&#228;dten mit demokratischer Regierungsform etwas schwierig, somit wurde immer einer der Magistraten zum Vorsteher f&#252;r eine bestimmte Festlichkeit ernannt. Praktischer Weise musste er f&#252;r diese Ehre die Feier aus eigener Tasche bezahlen. In Athen gab es nach der Erfindung der Demokratie trotzdem einen &#8220;K&#246;nig&#8221; (basileus), der f&#252;r die &#8220;traditionellen Opfer&#8221; zust&#228;ndig war (also sozusagen einen Sakralk&#246;nig). Nat&#252;rlich gab es im Bereich der Tempel und sonstigen Kultst&#228;tten fixes Personal, also &#8220;Priester&#8221; (hiereis, hiereiai), die f&#252;r die Einhaltung der richtigen Vorgehensweise beim Opfern zust&#228;ndig waren oder auch bei Orakelst&#228;tten f&#252;r die richtige Deutung des Orakels. Oft wurde das Priesteramt im Tempel innerhalb der Familie weiter vererbt. <sup class='footnote'><a href='#fn-145-1' id='fnref-145-1'>1</a></sup></p></blockquote>
<p><strong>Spirituelle &#8220;Experten&#8221;</strong><br />
Im wesentlichen stimmt die Behauptung: ich bin meine eigene Priesterin. Oder eher, ich brauche keinen Titel und keine Legitimation f&#252;r das, was ich spirituell so mache, f&#252;r das Weltenwandern und die Kommunikation mit denen in den anderen Welten.<br />
Es gibt jedoch Situationen, wo ich Leute frage, bei denen ich darauf vertraue, da&#223; sie mir mit ihrem Wissen und ihren F&#228;higkeiten helfen k&#246;nnen, und sei es nur, da&#223; sie nicht selbst in dem Schlamassel stecken, aus dem ich mich nicht an meinen eigenen Haaren ziehen kann.<br />
Wenn ich vor einem Problem stehe, wo ich &#8220;blinde Flecken&#8221; habe, ist es durchaus sinnvoll, da&#223; ich mir z.B. die Karten von jemand anderem legen lasse. Wenn ich etwa eine Visionssuche nach indianischem Vorbild machen m&#246;chte, dann wende ich mich an jemanden, der darin m&#246;glichst Erfahrung hat und auf eine Ausbildung zur&#252;ckgreifen kann. Oder wenn es um eine Zeremonie f&#252;r mich ginge, in der etwas mich betreffendes gefeiert wird (ein wohl vielen einsichtiges Beispiel: wenn ich etwa eine Hochzeitszeremonie wollte): das will ich einfach nicht als One-Woman-Show machen. Ich w&#228;hle da, wenn m&#246;glich, jemanden, den etwa Freunde empfehlen oder den ich pers&#246;nlich kenne. </p>
<p><strong>W&#252;rde ich gyðia sein wollen?</strong><br />
Die Rolle einer spirituellen Expertin zu &#252;bernehmen, w&#252;rde f&#252;r mich vor allem eine Verpflichtung bedeuten. Es w&#252;rde bedeuten, da&#223; ich, wenn jemand aus meiner Heilsgemeinschaft Bedarf hat, bereit bin, mein Wissen und meine &#220;bung f&#252;r ihn/sie einzusetzen &#8211; und das kann dann darin bestehen, da&#223; ich f&#252;r diese Person die Runen werfe, einen Gegenstand gestalte, einen Zauber wirke. Es kann hei&#223;en, da&#223; ich f&#252;r diese Person ein Lied, ein Gedicht, einen Text verfasse. Es kann bedeuten, da&#223; ich Faktenwissen vermittle. Es kann auch hei&#223;en, da&#223; ich ein Ritual entwerfe, gestalte, durchf&#252;hre, das nur zwei Personen beinhalten kann oder auch zwanzig, drei&#223;ig, f&#252;nfzig. Es w&#228;re f&#252;r mich ein Dienst an der Person, die mich darum bittet, und an der Gemeinschaft, aber keine Position irgendwelcher Autorit&#228;t oder Macht.</p>
<p>Oder, wie es <a href="http://eibensang.de">Duke</a> in bezug auf die Nornirs Aett formuliert:</p>
<blockquote><p>Wir “Ættlinge” haben keine “Priester” – wir haben einstimmig gew&#228;hlt sein m&#252;ssende Vertrauensleute, die kein Jota mehr Recht oder Befugnisse haben als andere Nasentr&#228;ger, sondern nur zus&#228;tzliche Pflichten der Gruppe gegen&#252;ber… jeder und jedem Einzelnen von uns. Wir, die Gruppe, gew&#228;hren unseren entsprechend Ambitionierten ggf. die gnadenvolle Anerkennung, f&#252;r die andern einige Dreckarbeit machen zu m&#252;ssen und nonstop Wache stehen zu d&#252;rfen f&#252;r das Wohl unserer kleinen “Allgemeinheit”. Und wehe, diese so Beauftragten zicken. DAS sind unsere Goden, Weiber wie Kerls… Und ben&#246;tigten wir die Kleiderordnung des B&#252;rgerstaates in unserem darin befindlichen Privathaufen, dann tr&#252;gen unsere Goden eher die leuchtorangenen Westen st&#228;dtischer Reinigungsbeauftragter als den hehren Schwarzkittel irgendwelcher Kirchenpfaffen. Spirituelle Deutungsbefugnis haben unsere Goden schon gar nicht! <sup class='footnote'><a href='#fn-145-2' id='fnref-145-2'>2</a></sup></p></blockquote>
<p>Ich pers&#246;nlich f&#252;hle mich im Moment zu dieser Rolle nicht berufen und f&#252;hle mich auch nicht in der Lage, diese Rolle angemessen auszuf&#252;llen. Es reicht mir, erst einmal mein eigenes Leben in dieser Hinsicht wie in anderer in den Griff zu bekommen.</p>
<p><strong>Die eigene Erfahrung ist unersetzlich</strong><br />
Der lebendige Kontakt mit den G&#246;ttern, das ist eine Sache, die nur ich allein erleben kann, eine Erfahrung, die niemand f&#252;r mich machen kann. Und sogar die begrifflichen Grundlagen, die ich meinen Gebeten, Ritualen, meinen schamanischen Reisen zugrundelege, sind solider, wo ich etwas durchdacht, gedreht, gewendet, von allen Seiten betrachtet, will sagen: mit meinem eigenen Kopf dran gearbeitet habe. Ohnehin gibt&#8217;s mein Heidentum ja nicht als fertiges Produkt, es &#228;hnelt eher einem Mosaik in fortw&#228;hrender Arbeit und in st&#228;ndiger Bewegung. Warum sollte ich also den Anspruch erheben, jemandem diese Erfahrungen und diese Arbeit abzunehmen?
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-145-1'>Hellenismos:now!, <a href="http://hellenismos.spireku.at/wiki/doku.php/artikel:priestertum">Artikel &#8220;Priestertum&#8221;</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-145-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-145-2'>aus dem Aufsatz <a href="http://www.nornirsaett.de/mussen-wir-dran-glauben-teil-ii/">&#8220;M&#252;ssen wir dran glauben?&#8221;, Teil II</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-145-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
</div>
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		<title>sumer is incumen in</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 20:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe hier mal einen ausgesprochenen Schnellschu&#223; gewagt. Angestiftet dazu hat mich die Wurzeline, die ein wundervolles Lied aufgenommen hat: Ran
Songs schreiben, Gitarre spielen, das kann ich noch nicht so, wie ich gern w&#252;rde. Aber mehrstimmig singen, das kann ich! Und von dem altenglischen Kanon &#8220;Sumer is incumen in&#8221;, der auch wunderbar zu dieser Jahreszeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe hier mal einen ausgesprochenen Schnellschu&#223; gewagt. Angestiftet dazu hat mich die Wurzeline, die ein wundervolles Lied aufgenommen hat: <a href="http://www.wurzelfrau.de/ran/">Ran</a></p>
<p>Songs schreiben, Gitarre spielen, das kann ich noch nicht so, wie ich gern w&#252;rde. Aber mehrstimmig singen, das kann ich! Und von dem altenglischen Kanon &#8220;Sumer is incumen in&#8221;, der auch wunderbar zu dieser Jahreszeit pa&#223;t, wollte ich schon immer mal eine Aufnahme machen.<br />
Wohlan denn &#8230; hier ist das .ogg-File: <a href="http://riesenheim.net/wp-content/uploads/2010/04/sumer.ogg">sumer is incumen in</a></p>
<p>Das ist wirklich ein Schnellschu&#223;, entstanden in einer Stunde, ohne gro&#223;e Nachbearbeitung, aufgenommen mit dem internen Mikro meines Netbooks und Audacity. Mit Linux und Audio bin ich noch nicht so auf dem freundschaftlichen Fu&#223;, und meine Stimme so aufzunehmen, da&#223; nichts scheppert und &#252;bersteuert, ist eine Wissenschaft f&#252;r sich. Das hier ist schon eine halbe Oktave tiefer, als es eigentlich notiert ist <img src='http://riesenheim.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  F&#252;r sch&#246;ne Aufnahmen fehlt mir zur Zeit einfach die Hardware.<br />
Ich hatte auch nicht die Nerven, noch LAME zu installieren, damit ich es in mp3 exportieren kann. Wird nachgeholt, sobald ich die Nerven dazu habe. Auf jeden Fall: Viel Spa&#223; damit! </p>
<p>Und wenn mal jemand Lust hat, das mit mir ganz real und unplugged und live zu mehreren zu singen &#8230; einfach bescheid sagen, vielleicht sieht mensch sich ja mal.</p>
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		<title>Gelesen: Birgit Neger, Moderne Hexen und Wicca. Aufzeichnungen &#252;ber eine magische Lebenswelt von heute</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 16:23:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[hexen]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[wicca]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf meinem Alltags-Allzweck-Blog ryuu.de hatte ich versprochen, da&#223; ich meine Leseeindr&#252;cke von Birgit Negers &#8220;Moderne Hexen und Wicca: Aufzeichnungen &#252;ber eine magische Lebenswelt von heute&#8221; (Affiliate-Link) zum besten gebe, wenn ich es ausgelesen habe.
Eine ausf&#252;hrliche Rezension, der ich mich anschlie&#223;en kann, gibt es bereits auf der Seite der Nornirs Aett: Ein Buch, das eine L&#252;cke [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf meinem Alltags-Allzweck-Blog <a href="http://ryuu.de">ryuu.de</a> hatte ich versprochen, da&#223; ich meine Leseeindr&#252;cke von Birgit Negers <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3205783506?ie=UTF8&#038;tag=riesenheim-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3205783506">&#8220;Moderne Hexen und Wicca: Aufzeichnungen &#252;ber eine magische Lebenswelt von heute&#8221; (Affiliate-Link)</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=riesenheim-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3205783506" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> zum besten gebe, wenn ich es ausgelesen habe.</p>
<p>Eine ausf&#252;hrliche Rezension, der ich mich anschlie&#223;en kann, gibt es bereits auf der Seite der Nornirs Aett: <a href="http://www.nornirsaett.de/ein-buch-das-eine-lucke-fullt-birgit-neger-moderne-hexen-und-wicca/">Ein Buch, das eine L&#252;cke schlie&#223;t</a>. <span id="more-110"></span><br />
Ich will hier noch einmal hervorheben, was mir positiv aufgefallen ist: Erstens war es sehr informativ, einmal den Mythos von den &#8220;neun Millionen verbrannten Hexen&#8221; und der &#8220;Vernichtung der weisen Frauen&#8221; dekonstruiert zu finden; zweitens war das die erste sachlich-kritische Darstellung einer Geschichte des Wicca, die ich gelesen habe. Und dar&#252;ber hinaus gab es einige Klarstellungen, bei denen ich am liebsten laut &#8220;Ja, ja, JA!!!&#8221; gerufen h&#228;tte: so etwa die Klarstellungen zu den Begriffen &#8220;Esoterik&#8221; und &#8220;Magie&#8221;, aber auch bei ihrer Annh&#228;herung an den Begriff der Hexe. Viel Material zum Denken sind die &#8220;10 Portr&#228;ts&#8221;, die den letzten Teil des Buches bilden: hier wird deutlich, wie durchdacht und individuell moderne Hexen ihre Spiritualit&#228;t leben.</p>
<p>Der Fokus des Buches liegt auf dem Hexentum und auf Wicca. Rekonstruktionistische Str&#246;mungen wie Asatrú und Celtoi, die meiner Erfahrung nach anders funktionieren, werden nicht so stark ber&#252;cksichtigt &#8211; aber das ist m&#246;glicherweise eine andere Baustelle.</p>
<p><strong>Full Disclosure:</strong> ich kannte die Autorin pers&#246;nlich, bevor ich ihr Buch gelesen habe. </p>
<p>Hier noch einmal die bibliographischen Daten:<br />
<strong>Birgit Neger:</strong> Moderne Hexen und Wicca. Aufzeichnungen &#252;ber eine magische Lebenswelt von heute. Wien, K&#246;ln, Weimar (B&#246;hlau Verlag) 2009, 208 S.</p>
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		<title>Ins Unreine gedacht: Queers und spirituelle Rollen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 23:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[queer]]></category>
		<category><![CDATA[rolle]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennt Ihr das Ph&#228;nomen des sogenannten &#8220;positiven Rassismus&#8221;? Das besagt, kurzgefa&#223;t: man schreibt einer bestimmten Gruppe von Menschen, meistens ethnisch oder &#252;ber die Hautfarbe definiert, pauschal eine bestimmte positive Eigenschaft oder F&#228;higkeit zu. Etwa wie &#8220;Schwarze sind die geborenen Entertainer&#8221; oder &#8220;Schwarze haben so ein tolles Rhythmusgef&#252;hl&#8221;.
Naiv mag mensch sich jetzt fragen, was daran schlimm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt Ihr das Ph&#228;nomen des sogenannten &#8220;positiven Rassismus&#8221;? Das besagt, kurzgefa&#223;t: man schreibt einer bestimmten Gruppe von Menschen, meistens ethnisch oder &#252;ber die Hautfarbe definiert, pauschal eine bestimmte positive Eigenschaft oder F&#228;higkeit zu. Etwa wie &#8220;Schwarze sind die geborenen Entertainer&#8221; oder &#8220;Schwarze haben so ein tolles Rhythmusgef&#252;hl&#8221;.</p>
<p>Naiv mag mensch sich jetzt fragen, was daran schlimm sein soll. Zwei Dinge: erstens baut es eine Erwartungshaltung auf &#8211; was etwa, wenn der Schwarze jetzt gar keine Lust hat, Entertainer zu sein, weil er etwa lieber in der &#8220;ernsten&#8221; Kunst was erreichen will?<br />
Und zweitens legt er auf eine bestimmte Rolle fest und kann durchaus T&#252;ren verbauen. <span id="more-109"></span></p>
<p>Im amerikanischen Theater der Zwanziger bis Drei&#223;iger war es etwa so, da&#223; das Showbiz f&#252;r Schwarze noch h&#228;rter war als f&#252;r Wei&#223;e &#8211; aber eine Ausbildung, so die g&#228;ngige Meinung, brauchten schwarze K&#252;nstler nicht: sie waren ja talentiert. Und sie blieben aufs Showbiz beschr&#228;nkt &#8211; g&#228;ngiger Meinung nach das, wof&#252;r ihr &#8220;nat&#252;rliches Talent&#8221; sie pr&#228;destinierte. Meines Wissens dauerte es bis in die F&#252;nfziger, bis z.B. schwarze Ballett&#228;nzer auf amerikanischen B&#252;hnen auftraten.</p>
<p>Auch &#8220;positiver Rassismus&#8221; ist Rassismus. Auch &#8220;positiver Rassismus&#8221; schr&#228;nkt ein, schubladisiert und weist Menschen Eigenschaften oder F&#228;higkeiten zu, die sie vielleicht nicht haben (wollen).</p>
<p>Was hat das mit der &#220;berschrift zu tun?<br />
Es hat damit zu tun, da&#223; ich gerade einige B&#252;cher zum Thema &#8220;Lesben, Schwule und Spiritualit&#228;t&#8221; gelesen habe. Einige erw&#228;hnen, da&#223; Menschen, die wir heute als homo- oder transsexuelle klassifizieren w&#252;rden, in anderen oder vorchristlichen Gesellschaften bestimmte spirituelle Rollen &#252;bernommen h&#228;tten, etwa als Mittler zwischen den Welten, als Heiler und Schamanen. Einige (z.B. Urs Mattmann) schreiben LGBTQs besondere Begabungen und Talente zu, z.B. eine besondere Gastfreundlichkeit oder neue Wege der Fruchtbarkeit zu finden.</p>
<p>Ich pers&#246;nlich habe einige Argumente dagegen, beziehungsweise ich meine: das mag zwar heilsam sein, wenn $mensch sich gerade aus Schuldgef&#252;hlen und Versuchen, sich zu verbiegen, befreit hat oder befreien mu&#223;, aber es tr&#228;gt irgendwie auch Z&#252;ge eines &#8220;positiven Heterozentrismus&#8221; &#8211; und gerade Mattmanns &#8220;Begabungen&#8221; sprechen f&#252;r mich auch von einem nicht ganz &#252;berwundenen Minderwertigkeitsgef&#252;hl. (Ich mag ihm in einigen Punkten nicht ganz unrecht geben, meine aber, da&#223; diese eventuell vorhandenen Begabungen nicht in irgendeiner &#8220;schwullesbischen Essenz&#8221; begr&#252;ndet liegen, sondern da&#223; diese Sensibilit&#228;ten und F&#228;higkeiten der gesellschaftlichen Situation von Homosexuellen entspringen &#8211; und just diese Situation diversifiziert sich ja gerade mehr und mehr.)</p>
<p>Ich denke auch: es ist nicht gerechtfertigt, im Fall des Blicks auf <em>two spirit people</em> oder antike <em>gender variants</em> anderen Kulturen in dieser Weise unsere Sichtweise &#252;berzust&#252;lpen.</p>
<p>Was meint ihr, Betroffene oder Nichtbetroffene?</p>
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		<title>&#220;bersetzung in Arbeit&#8230;</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 17:46:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinter den Kulissen]]></category>
		<category><![CDATA[das blog]]></category>
		<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[technik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; nein, nicht von Texten: In diesem Fall des Wordpress-Themes dieser Seite. Auf einer Seite in deutscher Sprache ist es doch sch&#246;n, wenn auch das Theme deutschsprachig ist&#8230; und auf dieser Seite hier mache ich meine ersten Schritte damit. Ich habe mich in den letzten Wochen mit php-Dateien, i18n, poedit und &#228;hnlichen Dingen auseinandergesetzt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; nein, nicht von Texten: In diesem Fall des Wordpress-Themes dieser Seite. Auf einer Seite in deutscher Sprache ist es doch sch&#246;n, wenn auch das Theme deutschsprachig ist&#8230; und auf dieser Seite hier mache ich meine ersten Schritte damit. Ich habe mich in den letzten Wochen mit php-Dateien, i18n, poedit und &#228;hnlichen Dingen auseinandergesetzt und auch einmal kurz die comments.php zerschossen gehabt (gut, da&#223; ich noch die urspr&#252;ngliche Version auf meiner Festplatte hatte). Au&#223;erdem bin ich immer noch nicht davon weg, <a href="http://riesenheim.net/txp/">Blog</a> und Hauptseite zusammenf&#252;hren und das Ganze auf txp migrieren zu wollen&#8230; mal sehen. Erst einmal will ich daf&#252;r ein h&#252;bsches Template entwickeln, denn das txp-default-Template ist nicht wirklich sch&#246;n und vorgefertigt soll es dann auch nicht sein.<br />
Langer Rede kurzer Sinn: Bitte seid nicht irritiert, wenn hier in n&#228;chster Zeit sprachlich gesehen babylonische Zust&#228;nde herrschen <img src='http://riesenheim.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Was mich LARPer letztens lehrten</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 18:47:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[paradigmata]]></category>
		<category><![CDATA[rekonstruktion]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztens stie&#223; ich auf dieses geniale Video:

Auch wenn das recht eindeutig eine Parodie ist, es brachte mich zum Denken.
Was w&#228;re denn, wenn mensch, statt die Sprache der Na’vi zu lernen (obwohl Sprache &#8211; schon in der Grammatik &#8211; Weltbild reflektiert) und sich blau anzumalen, versuchte, die Denkweise dahinter zu verstehen
- und dieses Weltbild und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letztens stie&#223; ich auf dieses geniale Video:<br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="340" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube-nocookie.com/v/yk2vR8w2sjc&amp;hl=en_GB&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="340" src="http://www.youtube-nocookie.com/v/yk2vR8w2sjc&amp;hl=en_GB&amp;fs=1&amp;color1=0x2b405b&amp;color2=0x6b8ab6" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Auch wenn das recht eindeutig eine Parodie ist, es brachte mich zum Denken.</p>
<p>Was w&#228;re denn, wenn mensch, statt die Sprache der Na’vi zu lernen (obwohl Sprache &#8211; schon in der Grammatik &#8211; Weltbild reflektiert) und sich blau anzumalen, versuchte, die Denkweise dahinter zu verstehen<br />
- und dieses Weltbild und die Mentalit&#228;t mehr oder weniger versuchsweise, im Sinne dessen, was unter Chaosmagiern als <em>paradigm piracy</em> bekannt ist, zu adoptieren? Bei <em>Avatar</em> &#8211; eine Fiktion, die ziemlich eng in den Beschr&#228;nkungen des Vorstellungsverm&#246;gens von Hollywoodfilmemachern bleibt &#8211; m&#252;&#223;te das noch ziemlich leicht fallen. <span id="more-101"></span><br />
Welcher Geist steckt hinter &#8220;Ich sehe dich&#8221; und &#8220;Ich fliege mit dir?&#8221; Wie f&#252;hlt es sich an, mit B&#228;umen und Tieren eine empathische Verbindung einzugehen? (Wobei es in <em>Avatar</em> immer nur um Tiere geht, die Na&#8217;vi beistehen: nicht andersherum.) Wie w&#252;rden wir leben mit der Gewi&#223;heit, da&#223; die, die vor uns waren, nicht einfach &#8220;weg&#8221; sind, da&#223; wir noch immer mit ihnen kommunizieren k&#246;nnen, da&#223; sie im Bewu&#223;tsein des Gro&#223;en Ganzen weiterleben &#8211; und wenn wir unser &#214;kosystem tats&#228;chlich, ernsthaft und konsequent als beseeltes lebendes Wesen betrachten w&#252;rden? Wie f&#252;hlt es sich an, einen Heimatbaum zu haben, der unersetzbar ist, nicht beliebig ausgetauscht werden kann?</p>
<p>LARP ist Theater, ist Spa&#223;, ist Tun-als-Ob. Genau das macht f&#252;r mich seinen Reiz aus. Im Spiel selbst, als Teilnehmer, ist kaum etwas l&#228;cherlich &#8211; weil es momentan, im Kontext des Spiels, eine Bedeutung gewinnt: wenn mich jemand mit einem Softball beschmei&#223;t und &#8220;Feuerball&#8221; ruft, ist das f&#252;r Au&#223;enstehende l&#228;cherlich, f&#252;r mich, wenn ich in der Rolle &#8220;drin&#8221; bin, nicht &#8211; weil es in der Rolle Konsequenzen hat, die ich ausagiere, was mit einer gewissen Identifikation glaubw&#252;rdiger ist und auch einfach mehr Spa&#223; macht. Wenn mich jemand in der U-Bahn mit einem Softball bewirft, dann halte ich ihn f&#252;r gaga. LARP fokussiert sich auf das, was physisch dargestellt werden kann – die Geisteshaltungen dahinter interessieren die meisten wohl h&#246;chstens unter dem Gesichtspunkt der glaubw&#252;rdigen Darstellung.<br />
Meine Art von flexibler Gestaltung von Paradigmata geht, wie aus meinen Fragen von oben hervorgeht, &#8220;vom anderen Ende&#8221; an die Sache heran. Zwar kann ich auch eine rituelle Form nehmen und probieren, ob sie f&#252;r mich funktioniert; wichtiger ist aber das &#8220;Innenleben&#8221;: Mentalit&#228;t und Weltbild. Und um wiederum an diese (und nicht die verzerrte R&#252;ckw&#228;rtsprojektion, die uns Nationalisten etwa von vorchristlichen eruop&#228;ischen Kulturen servieren wollen) zu kommen, ist es sehr hilfreich, sich nicht nur mit den f&#252;r uns immer interpretationsbed&#252;rftigen Quellen, sondern auch mit der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion auseinanderzusetzen.</p>
<p>Paradigm Piracy, das bewu&#223;te “Adoptieren” von Weltbildern, zwischen denen ich je nach Kontext hin und her schalte oder die parallel existieren k&#246;nnen, ist eine Sache, die ich selbst nicht willentlich praktiziere; aber sie schlie&#223;t Ernsthaftigkeit und Verbindllichkeit nicht aus. Was sie aber per definitionem ausschlie&#223;t, ist: Ausschlie&#223;lichkeiten, Verbissenheit, Fundamentalismus, buchst&#228;bliche Interpretation von &#8220;heiligen Schriften&#8221;, die “eine Wahrheit”. In diesem Sinne war sie etwas sehr wichtiges f&#252;r mich und war die Bedingung, da&#223; mein Polytheismus &#252;berhaupt anfangen konnte zu funktionieren.<br />
Da&#223; meine Spiritualit&#228;t heute so ticken kann, wie sie tickt, liegt an ein paar weiteren Grunds&#228;tzen:</p>
<ul>
<li>Ob etwas &#8220;wahr&#8221; und &#8220;beweisbar&#8221; ist, z&#228;hlt in gewissen Zusammenh&#228;ngen nicht, sondern: ob es n&#252;tzlich und poetisch ist, ob es mir <em>in diesem Zusammenhang</em> weiterhilft.</li>
<li>damit zusammenh&#228;ngend: <em>suspension of disbelief</em>: wo ich mich auf ein alternatives Weltbild einlasse, stelle ich das in unserer Gesellschaft dominante Paradigma solange zur&#252;ck, und das kann ich dank</li>
<li>klarer Grenzen zwischen den Realit&#228;ten. Deshalb ist es mir z.B. wichtig, da&#223; Rituale einen klaren Anfang und ein klares Ende haben. Das kann durch so einfache Dinge hergestellt werden wie da&#223; ich einmal um den Raum gehe und rassele. Und last not least:</li>
<li>wei&#223; ich, wann welches Paradigma das angemessene ist.</li>
</ul>
<p>&#8220;Aus einem Gu&#223;&#8221; ist mein Weltbild schon lange nicht mehr, bzw. war es nie. Ich wei&#223;, da&#223; es l&#252;ckenhaft, bisweilen in sich widerspr&#252;chlich ist. Das ist auch das sogenannte naturwissenschaftliche Weltbild, das ist wohl jedes Weltbild. Meine Weltbilder sind, so mein Gef&#252;hl, hinreichend tragf&#228;hig und erkl&#228;ren mir genug, da&#223; ich mein Leben gr&#246;&#223;tenteils sinnvoll deuten kann. Und das ist eine St&#228;rke: denn mit einem widerspruchsfreien, l&#252;ckenlosen Weltbild zu leben, hie&#223;e f&#252;r mich in letzter Konsequenz, fundamentalistisch-rechthaberisch-lernunf&#228;hig bis paranoid zu sein und in einer Welt ohne Geheimnis, Tr&#228;ume und Poesie zu leben.</p>
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		<title>Arun-Verlag, revisited, oder: Warum ich Jenny Blains &#8220;seidhr&#8221; nicht rezensiere</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 05:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[arun]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[politisch]]></category>
		<category><![CDATA[verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich dieses Buch empfehlen, ganz ausdr&#252;cklich das englische Original: das aus einem bestimmten Grund, um den es gleich geht.
Dann fiel mir ein: Viele werden die deutsche &#220;bersetzung haben wollen.
Und bei einem Verlag landen, der mich &#228;rgert. Was nicht an der Qualit&#228;t der Arbeit liegt, im Gegenteil: Arun, bei denen Blains Buch erschienen ist, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich dieses Buch empfehlen, ganz ausdr&#252;cklich das englische Original: das aus einem bestimmten Grund, um den es gleich geht.<br />
Dann fiel mir ein: Viele werden die deutsche &#220;bersetzung haben wollen.<br />
Und bei einem Verlag landen, der mich &#228;rgert. Was nicht an der Qualit&#228;t der Arbeit liegt, im Gegenteil: Arun, bei denen Blains Buch erschienen ist, macht eigentlich gute Verlagsarbeit und nimmt sich einiger Themen an, die man sonst auf dem deutschen Buchmarkt schwer findet. Was mich an Arun &#228;rgert, ist der politische Beigeschmack, der da nicht weggehen will. <span id="more-95"></span>Fr&#252;her einmal war das Verlagsprogramm recht eindeutig zweigleisig: rechtslastige Publikationen neben sch&#246;n aufgemachten B&#252;chern zu Schamanismus und Naturreligion, dazwischen einige subtil angebr&#228;unte Sachen wie &#8220;Geweihte N&#228;chte&#8221;. (<a href="http://www.derhain.de/GeweihteNaechteUlbrichRezension0702.html">Hier</a> eine Rezension von Matthias Wenger.) Die eindeutig rechten Schriften sind mittlerweile aus dem Programm verschwunden, und Ulbrich <a href="http://www.rabenclan.de/index.php/Magazin/LucasCorsoArun04">stellt sich gern als gel&#228;utert hin</a>. Dabei scheint mir, da&#223; seine B&#252;cher auch nach der S&#228;uberung des Verlagsprogramms von offensichtlich faschistischen Denkern nach wie vor von biologistischem und (kultur)rassistischem Gedankengut beladen sind.</p>
<p>Lese ich n&#228;mlich die Ank&#252;ndigungen wie folgende:</p>
<blockquote><p>Angefangen bei der Familiengr&#252;ndung &#252;ber das Bekenntnis des Mannes zu Frau und Kind, b&#252;rsten die Autoren kr&#228;ftig gegen den Zeitgeist der schlappen verantwortungslosen M&#228;nner, der alleinerziehenden M&#252;tter und der verlorenen Kinder, eben der &#8220;vaterlosen Gesellschaft&#8221;, wie der Spiegel es einmal provokativ titelte.<br />
&#8220;Dein Name sei &#8230;&#8221; ist ein ebenso unkonventionelles wie unzeitgem&#228;&#223;es Pl&#228;doyer f&#252;r kinderreiche Familien als Grundlage starker Clans und Gemeinschaften sowie f&#252;r Charakterbildung, menschliches Wachstum und Spiritualit&#228;t. [<a href="http://www.amazon.de/Dein-Name-sei-Zeremonien-Namensgebung/dp/3935581149/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1266621904&#038;sr=8-1">Quelle</a>]</p></blockquote>
<p>- dann habe ich einen Verdacht: Ohne braune Kennw&#246;rter zu nennen, werden hier etwa vorhandene reaktion&#228;re Impulse bedient, werden geschickt Negativ-Schlagworte eingesetzt, &#8220;unzeitgem&#228;&#223;&#8221; und &#8220;unkonventionell&#8221; habe ich mittlerweile als Worte kennengelernt, mit denen sich Neurechte gern schm&#252;cken. Will sagen: da lese ich heterosexistischen Antimodernismus der schlimmsten Sorte. Amazon-Rezensionen anderer B&#252;cher aus seiner Feder (etwa <a href="http://www.amazon.de/review/R1NU4CFLVAASV0/ref=cm_cr_rdp_perm">diese</a> und <a href="http://www.amazon.de/review/R2LB2PTCEFUO6C/ref=cm_cr_rdp_perm">diese</a>) legen nahe, da&#223; es sich nicht um einen Einzelfall handelt, der nur dieses Werk betrifft.</p>
<p>Wenn Ulbrich jetzt irgendein relativ unbedeutender Autor unter vielen anderen eines Verlages w&#228;re, w&#252;rde mich die Situation nicht so kratzen &#8211; ich k&#246;nnte einfach seine Werke umgehen. Aber: Ihm geh&#246;rt der Laden. Und er kolonisiert die deutschsprachige heidnische Literatur bis zum Gehtnichtmehr.<br />
Es scheint mir daher an der Zeit, da&#223; mensch Ulbrich und Arun noch einmal genau unter die Lupe nimmt. Was zu tun ich mir hiermit vornehme &#8211; nach meinem Buchprojekt. Oder wi&#223;t Ihr von jemandem, der es in den letzten drei, vier Jahren schon getan hat?</p>
<p>Disclosure: Ich besitze drei B&#252;cher aus dem Hause Arun. Alle: entweder geschenkt, ertauscht oder (in einem Fall) billig einer Freundin abgekauft. Ob ich irgendwann mal eine Ausnahme mache und von denen regul&#228;r ein Buch kaufen werde? Ich halte es f&#252;r sehr unwahrscheinlich.<br />
<em>The nine worlds of seid magic</em> werde ich mir eines Tages vielleicht kaufen. <strong>Im englischen Original</strong>, das bei Routledge erschienen ist &#8211; ich denke, das ist ein Verlag, dem man schon eher trauen kann. Auf deutsch hatte ich es aus der Bibliothek geliehen. (Im Berliner Bibliotheksverbund gibt es recht viel aus deren Verlagsprogramm zu leihen &#8211; was einerseits viele Leute kosteng&#252;nstig bis -neutral an B&#252;cher wie &#8220;Geweihte N&#228;chte&#8221; kommen l&#228;&#223;t, andererseits mir auch erm&#246;glicht, meine Recherchen &#252;ber diesen Verlag zu betreiben, ohne da&#223; er an mir verdienen mu&#223;.)</p>
<p>In der Zwischenzeit w&#252;nsche ich mir, andere Verlage w&#252;rden es wagen, die Themen Schamanismus, europ&#228;ische Spiritualit&#228;t und germanische Kultur beherzt anzugehen. Ohne Weichsp&#252;lerei, ohne Versch&#228;mtheiten hinsichtlich des Germanischen, aber auch ohne Glorifizierung der Vergangenheit, ohne romantisiertes Naturbild, reaktion&#228;re Bildlichkeiten und ohne Biologismus. Daf&#252;r mit einer um Akkuratheit bem&#252;hten Rezeption von Arch&#228;ologie, Geschichte und Sprachwissenschaft. Denn als ich letztens in der esoterischen Buchhandlung meines Vertrauens war, fand ich wenig zu Naturreligion und Schamanismus und davon nur weniges, das nicht aus dem besagten Verlag kam.<br />
Kurz: Ich w&#252;nschte, jemand w&#252;rde Arun Konkurrenz machen. Und das kann ich momentan nicht &#8211; ich bin keine Verlagskauffrau.</p>
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		<title>Gelesen: Luisa Francia, Zaubergarn.</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Jan 2010 17:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Luisa Francia]]></category>
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		<description><![CDATA[Magie, das ist der Paukenschlag zum Auftakt dieses kleinen B&#228;ndchens, ist keine erlernbare Technik. Magie ist f&#252;r Luisa Francia Kommunikation mit allen Wesen &#252;ber das hinaus, von dem uns die Wissenschaft erz&#228;hlen will, es sei m&#246;glich und vern&#252;nftig. Immer wieder dreht sich das schmale B&#228;ndchen um Singen und H&#246;ren, Sprache und Wirklichkeit, um das gelassene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Magie, das ist der Paukenschlag zum Auftakt dieses kleinen B&#228;ndchens, ist keine erlernbare Technik. Magie ist f&#252;r Luisa Francia Kommunikation mit allen Wesen &#252;ber das hinaus, von dem uns die Wissenschaft erz&#228;hlen will, es sei m&#246;glich und vern&#252;nftig. Immer wieder dreht sich das schmale B&#228;ndchen um Singen und H&#246;ren, Sprache und Wirklichkeit, um das gelassene Entdecken des Wissens, das sich aus der immer schon dagewesenen Verbindung mit dem Rest des Universums &#8211; vom menschlichen Gegen&#252;ber &#252;ber die Heilpflanze bis zum Virenstamm &#8211; ergibt. Immer geht es um das Finden des Eigenen, nie um die Einweihung in irgendeine h&#246;here Wahrheit, wie es Francia &#252;berhaupt wunderbar gelingt, der &#252;blichen Metaphorik der Esoterik aus dem Weg zu gehen. Hier mu&#223; nichts erarbeitet werden, frau mu&#223; nichts entwickeln oder trainieren: es ist alles immer schon da, auf die Langsamkeit, die Stille, das Einlassen auf die feine Wahrnehmung, die Gelassenheit, ja auch: das Nicht-Tun kommt es an.<br />
Den letzten Teil des Buches nehmen drei kurze Neu-Erz&#228;hlungen von M&#228;rchen (zu Tr&#228;nen ger&#252;hrt hat mich das erste, &#8220;Die Geschichte vom K&#246;nig und der wilden Frau&#8221;) und Ritualfotos von Inea Gukema ein.<br />
Wie gewohnt bewegt sich Luisa Francia assoziativ von einem Ph&#228;nomen zum n&#228;chsten und umkreist das zentrale Thema eines jeden Kapitels mehr, als es in einer linearen Abfolge zu er&#246;rtern. Ich habe dieses Buch an wenigen Abenden gelesen, es liest sich leicht und doch nicht substanzlos; eine wunderbar poetische, nahrhafte Ermutigung zum Spinnen der eigenen Wirklichkeit.</p>
<p>Luisa Francia: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3881041907?ie=UTF8&#038;tag=camilkutznsch-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3881041907">Zaubergarn</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=camilkutznsch-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3881041907" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />. M&#252;nchen: Frauenoffensive, 1989.</p>
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