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	<title>riesenheim&#187; asatru</title>
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		<title>Hans Stucken: Das Seidhr Handbuch. Eine Einf&#252;hrung</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 19:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hamburg: Daniel Junker Verlag, 2006; ISBN: 3938432047
Hans Stucken will mit seinem Seidhr Handbuch einen Beitrag zu einer &#8220;gemeinschaftlichen kulturellen Entwicklung&#8221; auf dem Gebiet des Seidhr leisten. (1) Er hat eine angenehm und fl&#252;ssig lesbare &#220;berblicksarbeit geschrieben und leistet dabei eine relativ systematische und konsistente Begriffskl&#228;rung, die sich &#252;ber das nordische Modell der Seele und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hamburg: Daniel Junker Verlag, 2006; ISBN: 3938432047</p>
<p>Hans Stucken will mit seinem <em>Seidhr Handbuch</em> einen Beitrag zu einer &#8220;gemeinschaftlichen kulturellen Entwicklung&#8221; auf dem Gebiet des Seidhr leisten. (1) Er hat eine angenehm und fl&#252;ssig lesbare &#220;berblicksarbeit geschrieben und leistet dabei eine relativ systematische und konsistente Begriffskl&#228;rung, die sich &#252;ber das nordische Modell der Seele und die Kosmologie der Neun Welten erstreckt. Positiv f&#228;llt mir auch der Mangel an Synkretismus auf, der fast schon Purismus zu nennen ist; die Leserin wird hier nicht mit der so oft anzutreffenden Kreuzung mit anderen spirituellen Systemen (z.B. der Kabbala) behelligt.</p>
<p>Das Buch bleibt kurz und knackig – f&#252;r meinen Geschmack allerdings zu kurz. <span id="more-43"></span>F&#252;r den doch nicht ganz so kleinen Preis h&#228;tte ich mir etwas mehr als ein doch recht schmales B&#228;ndchen gew&#252;nscht. Vieles wird nur angerissen, mehr Ausf&#252;hrlichkeit h&#228;tte dem Buch gut getan, insbesondere h&#228;tte man aus den doch reichlich vorhandenen Quellen mehr machen k&#246;nnen. Auch die Ritual- und &#220;bungsanregungen sind f&#252;r ein Handbuch, das erkl&#228;rterma&#223;en in die Praxis einf&#252;hren will, etwas knapp geraten.</p>
<p>Das Buch wirkt teilweise etwas unstrukturiert, z.B. steht &#8220;Die Trommel&#8221; etwas verloren zwischen &#8220;Selbsterkenntnis&#8221; und &#8220;Zahlensymbolik&#8221;; eine deutlichere Gliederung w&#228;re nicht verschwendet gewesen.</p>
<p>Bisweilen wirken die h&#228;ufigen Warnungen und Ermahnungen nervig und abschreckend – trotz der Annahme Stuckens, da&#223; nur solche Leute Seidhr praktizieren sollten, die sich davon nicht abschrecken lassen. Auch die &#220;bungsanleitungen wirkten (ganz den st&#228;ndigen Ermahnungen zur Disziplin entsprechend) beim Lesen etwas &#8220;trocken&#8221; auf mich, sie machten wenig Lust, mich einfach hinzusetzen und sie auszuprobieren. Zur Schulung der Imagination gibt es definitiv lustvollere Anleitungen, die mit weniger erhobenem Zeigefinger daherkommen, z.B. Jan Fries’ &#8220;Visual Magick&#8221;.</p>
<p>Eine sprachliche Kleinigkeit am Rande: es ist immer nur vom Seidhmann die Rede – gibt es keine Seidhfrauen? Allgemein h&#228;tte dem Buch ein liebevolleres Lektorat gut getan, der eine oder andere grobe Zeichensetzungsschnitzer tr&#252;bt das Lesevergn&#252;gen und w&#228;re mit einem Blick mehr vermeidbar gewesen.</p>
<p>Alles in allem jedoch ein &#220;berblick, der trotz seiner Schw&#228;chen lesenswert ist. Es bleibt zu w&#252;nschen, da&#223; diesem Buch Arbeiten nachfolgen, die die angeschnittenen Themen vertiefen, die Quellen ausf&#252;hrlicher diskutieren und noch mehr &#220;bungs- und Ritualanregungen geben. Es bleibt der Eindruck, da&#223; auf dem Gebiet des Seidhr noch viel spannende Arbeit wartet – als &#8220;standalone-Anleitung&#8221; erscheint dieses Buch jedenfalls etwas d&#252;nn.</p>
<p><a name="Fu.C3.9Fnoten"></a></p>
<h3><span class="mw-headline">Fu&#223;noten </span></h3>
<ol class="references">
<li id="_note-DefSeidhr">Zur Definition von Seidhr: „Seidhr ist die Aus&#252;bung okkulter Praktiken vor dem Hintergrund der nordisch-germanischen Mythologie“ (Stucken, S. 9). Mit „okkulten Praktiken“ meint Stucken die gesamte Bandbreite von Runenmagie &#252;ber Galdr (magische Arbeit mit der Stimme) und quasi-schamanische Praktiken bis zur Spá-Reise. Kurt Oertels Begriffskl&#228;rung zufolge dient Seidhr „im Altnordischen ganz eindeutig [als] Oberbegriff f&#252;r Magie insgesamt und fa&#223;t genau all jene […] Praktiken zusammen, die wir auch heute unter dem Begriff ‚Magie’ verstehen.“ (zitiert nach: Stucken, S. 11, die Passage d&#252;rfte aber auch in Oertels Aufsatz <a class="external text" title="http://www.seidhfeuer.de/offen/files/oertel1.pdf" rel="nofollow" href="http://www.seidhfeuer.de/offen/files/oertel1.pdf">&#8220;Seidhr und V&#246;lventum&#8221;</a> (pdf) zu finden sein.)</li>
</ol>
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