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	<title>riesenheim&#187; buch</title>
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		<title>Call for Contributions: Queere Spiritualit&#228;t abseits der etablierten Religionen</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 08:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Vorhaben, ein Buch &#252;ber/von/f&#252;r queers auf naturspirituellen Wegen zu schreiben bzw. herauszubringen.
Warum? Ich habe den Eindruck, die &#246;ffentliche Debatte in der queeren Community &#252;ber Religion/Spiritualit&#228;t ist dominiert a) &#252;berhaupt von den etablierten Religionen, b) besonders seit 9/11 vom Reden &#252;ber Diskriminierung und (nicht nur islamischen) Fundamentalismus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Vorhaben, ein Buch &#252;ber/von/f&#252;r queers auf naturspirituellen Wegen zu schreiben bzw. herauszubringen.</p>
<p>Warum? Ich habe den Eindruck, die &#246;ffentliche Debatte in der queeren Community &#252;ber Religion/Spiritualit&#228;t ist dominiert a) &#252;berhaupt von den etablierten Religionen, b) besonders seit 9/11 vom Reden &#252;ber Diskriminierung und (nicht nur islamischen) Fundamentalismus und c) besonders im Fall von Christentum, Islam und Judentum von Apologetik, d.h. von einer theologischen Rechtfertigung der Homosexualit&#228;t (auch wenn einzelne christliche Autoren<sup class='footnote'><a href='#fn-77-1' id='fnref-77-1'>1</a></sup> diese Verengung kritisieren). Die Option, Spiritualit&#228;t selbst zu gestalten, sowie alternative spirituelle Wege werden kaum wahrgenommen, und f&#252;r viele queers scheint die einzig praktikable Haltung zu sein, Religion &#8211; und in einer weitverbreiteten Verwechslung auch alles Spirituelle &#8211; abzulehnen, um Ausgrenzung oder moralischem Abqualifiziertwerden zu entgehen.<sup class='footnote'><a href='#fn-77-2' id='fnref-77-2'>2</a></sup> Dabei beschreiben mehrere Autoren auch eine tiefe Sehnsucht von Lesben und Schwulen nach einer gelebten Spiritualit&#228;t.</p>
<p>In den Bereichen der alternativen Spiritualit&#228;t, sollte man meinen, ist es behaglicher f&#252;r Schwule und Lesben. Doch hier herrschen oft genauso heteronorme Bilder, feministische Positionen wie die von Starhawk oder Luisa Francia erscheinen nicht mehr so salonf&#228;hig, wie sie in den 80ern vielleicht einmal waren. Zwar werden Lesben und Schwule weitgehend akzeptiert, doch mir ist auch der Fall bekannt, da&#223; eine Frau mit transsexueller Vergangenheit aus einer dianischen Gemeinschaft ausgeschlossen wurde.<br />
Zudem: zwischen &#8220;ich werde nicht verteufelt&#8221; und &#8220;meine Spiritualit&#228;t bzw. meine spirituelle Gemeinschaft wird mir in vollem Umfang gerecht&#8221; (indem z.B. nicht auf heteronormativen Symbolen bestanden wird oder indem meine queeren Bed&#252;rfnisse ganz selbstverst&#228;ndlich genauso im Zentrum ritueller Aufmerksamkeit stehen d&#252;rfen wie heterosexuelle) liegen Welten. Gerade im naturspirituellen Bereich, scheint mir, hei&#223;en zwei markante, aber bei weitem nicht die einzigen Fallen Biologismus und naiver Naturbegriff. </p>
<p>Ich m&#246;chte zeigen, wie spirituelle Wege abseits der etablierten Religionen aussehen k&#246;nnen, die queers gerecht werden. Da ich mich nicht auf zu fremdes Terrain begeben mag UND da ich denke, da&#223; sonst leicht ein mehrb&#228;ndiger W&#228;lzer daraus w&#252;rde, begrenze ich die Thematik auf den naturspirituellen Bereich.</p>
<p>Ich habe mich dazu entschlossen, dieses Buch nicht als Monographie zu gestalten. Denn: ich m&#246;chte darauf hinweisen, da&#223; es viele verschiedene &#8220;richtige&#8221; Wege gibt. Jede/r mu&#223;, denke ich, seinen/ihren Weg selbst<br />
finden. <strong>Doch B&#252;cher k&#246;nnen, neben der Begegnung mit anderen Menschen, Internetseiten etc. wichtige Landkarten und Kompasse sein.</strong> Und um dieser Vielfalt der Wege gerecht zu werden, m&#246;chte ich viele verschiedene Stimmen zu Wort kommen lassen, alte und junge, schwule, bi- und transsexuelle, lesbische, SMer oder total vanille, Single oder in Langzeitbeziehung lebend, schon lange auf einem Pfad unterwegs oder erst seit kurzer Zeit in diese Richtung schnuppernd, solitary oder einer Gemeinschaft zugeh&#246;rig, und vor allem der verschiedensten naturspirituellen Pr&#228;gungen.</p>
<p><strong>So, und nun der Aufruf:</strong><br />
Ich suche Menschen, die sich als queer und naturspirituell bzw. naturreligi&#246;s (Hexe/HeidIn/SchamanIn/freifliegend&#8230; etc.) definieren und Lust haben, einen Beitrag zu einem solchen Buch zu schreiben. Ich denke zuerstmal an non-fiction-Beitr&#228;ge zwischen 5 und 20 Seiten L&#228;nge (wenn man eine Normseite von 2100 Zeichen zugrunde legt, w&#228;ren das zwischen 10200 und 42000 Zeichen inkl. Leerzeichen und Absatzmarken). Inhaltlich lasse ich Euch freie Hand, falls notwendig, habe ich einen kleinen Fragenkatalog zur Anregung (den gibt es auf Wunsch per e-mail). Wichtig ist mir nur, da&#223; der Beitrag erkennbar mit dem Feld &#8220;Naturspiritualit&#228;t/Naturreligion und/vs. queer&#8221; zu tun hat.</p>
<p>Eine einzige Einschr&#228;nkung: Ich behalte mir vor, im Zweifelsfall nein zu einem Beitrag zu sagen &#8211; z.B. wenn die &#252;blichen Verd&#228;chtigen (Nationalismus, Rassismus, Sexismus, angebr&#228;unter Kram) drin enthalten sind.</p>
<p><strong>Was gibt&#8217;s daf&#252;r?</strong><br />
Meine ewige Dankbarkeit und &#8211; je nach Resonanz &#8211; Ruhm und Anerkennung <img src='http://riesenheim.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich habe noch nicht entschieden, wie, bei welchem Verlag oder Print-on-Demand-Service das Buch ver&#246;ffentlicht wird. Dementsprechend kann ich auch noch nichts zu sonstigen Modalit&#228;ten sagen.</p>
<p>Wer Lust hat beizutragen, m&#246;ge sich bitte bis <del datetime="2009-08-10T15:54:00+00:00">zum 15. August 2009</del> Samhain (31.10.2009) bei mir (Kontakt siehe Impressum) melden. Toll w&#228;re, wenn die Beitr&#228;ge bis <del datetime="2009-08-10T15:54:00+00:00">Samhain (31.10.09)</del> Ende des Jahres, sp&#228;testens aber zu Imbolc 2010 in Sack und T&#252;ten w&#228;ren!</p>
<p>Ich bin dankbar, wenn Ihr diesen Aufruf <strong>weiterverbreitet</strong>, bitte dann immer <strong>mit einem Link hierher</strong>.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-77-1'>z.B. Urs Mattmann, Coming In: Spiritualit&#228;t f&#252;r Schwule und Lesben, M&#252;nchen (K&#246;sel) 2002 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-77-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-77-2'>vgl. Christian de la Huerta: Coming Out Spiritually: The Next Step. Tarcher, 1999, S. 5/6, sowie J&#246;rg Wellenk&#246;tter/Barbara Dietl; “Mein genialer Lehrer Buddha.” Siegess&#228;ule 2006/12, S. 14-16 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-77-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
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		<title>Hans Stucken: Das Seidhr Handbuch. Eine Einf&#252;hrung</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 19:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hamburg: Daniel Junker Verlag, 2006; ISBN: 3938432047
Hans Stucken will mit seinem Seidhr Handbuch einen Beitrag zu einer &#8220;gemeinschaftlichen kulturellen Entwicklung&#8221; auf dem Gebiet des Seidhr leisten. (1) Er hat eine angenehm und fl&#252;ssig lesbare &#220;berblicksarbeit geschrieben und leistet dabei eine relativ systematische und konsistente Begriffskl&#228;rung, die sich &#252;ber das nordische Modell der Seele und die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hamburg: Daniel Junker Verlag, 2006; ISBN: 3938432047</p>
<p>Hans Stucken will mit seinem <em>Seidhr Handbuch</em> einen Beitrag zu einer &#8220;gemeinschaftlichen kulturellen Entwicklung&#8221; auf dem Gebiet des Seidhr leisten. (1) Er hat eine angenehm und fl&#252;ssig lesbare &#220;berblicksarbeit geschrieben und leistet dabei eine relativ systematische und konsistente Begriffskl&#228;rung, die sich &#252;ber das nordische Modell der Seele und die Kosmologie der Neun Welten erstreckt. Positiv f&#228;llt mir auch der Mangel an Synkretismus auf, der fast schon Purismus zu nennen ist; die Leserin wird hier nicht mit der so oft anzutreffenden Kreuzung mit anderen spirituellen Systemen (z.B. der Kabbala) behelligt.</p>
<p>Das Buch bleibt kurz und knackig – f&#252;r meinen Geschmack allerdings zu kurz. <span id="more-43"></span>F&#252;r den doch nicht ganz so kleinen Preis h&#228;tte ich mir etwas mehr als ein doch recht schmales B&#228;ndchen gew&#252;nscht. Vieles wird nur angerissen, mehr Ausf&#252;hrlichkeit h&#228;tte dem Buch gut getan, insbesondere h&#228;tte man aus den doch reichlich vorhandenen Quellen mehr machen k&#246;nnen. Auch die Ritual- und &#220;bungsanregungen sind f&#252;r ein Handbuch, das erkl&#228;rterma&#223;en in die Praxis einf&#252;hren will, etwas knapp geraten.</p>
<p>Das Buch wirkt teilweise etwas unstrukturiert, z.B. steht &#8220;Die Trommel&#8221; etwas verloren zwischen &#8220;Selbsterkenntnis&#8221; und &#8220;Zahlensymbolik&#8221;; eine deutlichere Gliederung w&#228;re nicht verschwendet gewesen.</p>
<p>Bisweilen wirken die h&#228;ufigen Warnungen und Ermahnungen nervig und abschreckend – trotz der Annahme Stuckens, da&#223; nur solche Leute Seidhr praktizieren sollten, die sich davon nicht abschrecken lassen. Auch die &#220;bungsanleitungen wirkten (ganz den st&#228;ndigen Ermahnungen zur Disziplin entsprechend) beim Lesen etwas &#8220;trocken&#8221; auf mich, sie machten wenig Lust, mich einfach hinzusetzen und sie auszuprobieren. Zur Schulung der Imagination gibt es definitiv lustvollere Anleitungen, die mit weniger erhobenem Zeigefinger daherkommen, z.B. Jan Fries’ &#8220;Visual Magick&#8221;.</p>
<p>Eine sprachliche Kleinigkeit am Rande: es ist immer nur vom Seidhmann die Rede – gibt es keine Seidhfrauen? Allgemein h&#228;tte dem Buch ein liebevolleres Lektorat gut getan, der eine oder andere grobe Zeichensetzungsschnitzer tr&#252;bt das Lesevergn&#252;gen und w&#228;re mit einem Blick mehr vermeidbar gewesen.</p>
<p>Alles in allem jedoch ein &#220;berblick, der trotz seiner Schw&#228;chen lesenswert ist. Es bleibt zu w&#252;nschen, da&#223; diesem Buch Arbeiten nachfolgen, die die angeschnittenen Themen vertiefen, die Quellen ausf&#252;hrlicher diskutieren und noch mehr &#220;bungs- und Ritualanregungen geben. Es bleibt der Eindruck, da&#223; auf dem Gebiet des Seidhr noch viel spannende Arbeit wartet – als &#8220;standalone-Anleitung&#8221; erscheint dieses Buch jedenfalls etwas d&#252;nn.</p>
<p><a name="Fu.C3.9Fnoten"></a></p>
<h3><span class="mw-headline">Fu&#223;noten </span></h3>
<ol class="references">
<li id="_note-DefSeidhr">Zur Definition von Seidhr: „Seidhr ist die Aus&#252;bung okkulter Praktiken vor dem Hintergrund der nordisch-germanischen Mythologie“ (Stucken, S. 9). Mit „okkulten Praktiken“ meint Stucken die gesamte Bandbreite von Runenmagie &#252;ber Galdr (magische Arbeit mit der Stimme) und quasi-schamanische Praktiken bis zur Spá-Reise. Kurt Oertels Begriffskl&#228;rung zufolge dient Seidhr „im Altnordischen ganz eindeutig [als] Oberbegriff f&#252;r Magie insgesamt und fa&#223;t genau all jene […] Praktiken zusammen, die wir auch heute unter dem Begriff ‚Magie’ verstehen.“ (zitiert nach: Stucken, S. 11, die Passage d&#252;rfte aber auch in Oertels Aufsatz <a class="external text" title="http://www.seidhfeuer.de/offen/files/oertel1.pdf" rel="nofollow" href="http://www.seidhfeuer.de/offen/files/oertel1.pdf">&#8220;Seidhr und V&#246;lventum&#8221;</a> (pdf) zu finden sein.)</li>
</ol>
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		<title>Raven Kaldera: Hermaphrodeities. The transgender spirituality workbook</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 19:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Philadelphia Pa.: Xlibris Corp., 2001; ISBN: 1401027199
&#8220;Hermaphrodeities&#8221; ist eins der ganz seltenen B&#252;cher zum Thema &#8220;transgender und Spiritualit&#228;t&#8221;. &#220;ber transgender, nicht schwullesbische Fragen; da&#223; das zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe sind, stellt gleich das Vorwort klar. Es ist ein Buch vor allem f&#252;r Menschen zwischen den Geschlechtern, aber auch wer sich eindeutig als m&#228;nnlich oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Philadelphia Pa.: Xlibris Corp., 2001; ISBN: 1401027199</p>
<p>&#8220;Hermaphrodeities&#8221; ist eins der ganz seltenen B&#252;cher zum Thema &#8220;transgender und Spiritualit&#228;t&#8221;. &#220;ber transgender, nicht schwullesbische Fragen; da&#223; das zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe sind, stellt gleich das Vorwort klar. Es ist ein Buch vor allem f&#252;r Menschen zwischen den Geschlechtern, aber auch wer sich eindeutig als m&#228;nnlich oder weiblich einordnet, kann daraus was mitnehmen.</p>
<p>Dieses Buch macht klar, da&#223; es so viele Wege gibt, die althergebrachte m&#228;nnlich-weiblich-Dichotomie zu &#252;berschreiten, und so viele Arten, in denen sich Spiritualit&#228;t, Geschlecht und Sexualit&#228;t gegenseitig beeinflussen, da&#223; es unm&#246;glich ist, sie zu kategorisieren.<span id="more-36"></span></p>
<p>Kaldera stellt ein buntes Kaleidoskop von Mythen von den amerikanischen Ureinwohnern, aus Indien, von den Yoruba, aus der r&#246;mischen und griechischen Mythologie zusammen, und entkr&#228;ftet damit ganz beil&#228;ufig die Behauptung, Transsexualit&#228;t sei ein modernes Ph&#228;nomen. Die Mythologie wird erg&#228;nzt durch tonnenweise Anregungen f&#252;r Diskussionsfragen, Kontemplation, Imagination, politische/soziale Arbeit und – last not least – Rituale. Einige der vorgeschlagenen Rituale und Aktivit&#228;ten brauchen ganz sch&#246;n Mut und sind gut geeignet, liebgewonnene Ansichten &#252;ber Geschlecht(er) und Sexualit&#228;t durchzusch&#252;tteln; einige drehen sich um generelle Fragen von Geschlecht und Sexualit&#228;t, w&#228;hrend andere (z.B. &#220;bergangsrituale) spezifisch f&#252;r transgenders sind.</p>
<p>Es geht um so verschiedene Themen wie Intersexualit&#228;t, den &#220;bergang von m&#228;nnlich zu weiblich und umgekehrt, Crossdressing, Umgang mit dem Patriarchat, Heilung, community und Illusionen. Zu jedem Kapitel geh&#246;rt ein Interview mit einem oder mehreren Menschen verschiedenen Geschlechts/verschiedener Sexualit&#228;t und spiritueller Ausrichtung – eine wunderbare Demonstration der Vielfalt dessen, was zwischen m&#228;nnlich und weiblich alles lebt.</p>
<p>Spirituell liegt das Schwergewicht auf heidnischen &#220;berzeugungen, aber ohne eine bestimmte heidnische Richtung zu bevorzugen.</p>
<p>“Hermaphrodeities” ist kein transgender-Coming Out-Buch und keine Einf&#252;hrung ins Heidentum. Um voll von diesem Buch zu profitieren, sollte man sich mit den Grundbegriffen von beidem schon etwas auskennen.</p>
<p>Die vorgestellten Rituale sind zum gr&#246;&#223;eren Teil f&#252;r Gruppen, die am besten sehr open minded sein sollten, nicht f&#252;r Menschen, die allein arbeiten; die Diskussionsfragen setzen voraus, da&#223; es &#252;berhaupt erstmal jemanden gibt, mit dem man sowohl transgender- als auch spirituelle Themen besprechen kann und m&#246;chte. Die Vorschl&#228;ge f&#252;r “outer world”, d.h. im weiteren Sinn politische Aktivit&#228;ten, sind bisweilen sehr spezifisch US-amerikanisch, in Europa mu&#223;, wer in dieser Hinsicht aktiv werden m&#246;chte, sich wohl auf ganz andere Bedingungen einstellen und eigene Ideen entwickeln.</p>
<p>Zusammenfassend: Ein interessantes und inspirierendes Buch, von dem eine deutsche &#220;bersetzung ganz dringend zu w&#252;nschen w&#228;re.</p>
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		<title>Christian de la Huerta: Coming Out Spiritually: The Next Step</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 17:27:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeremy P. Tarcher, 1999, ISBN-10: 0874779669
Schwule, Lesben und Spiritualit&#228;t? Lange war es undenkbar, das in einem Atemzug zu nennen. &#8220;Oh Gott, Religion! Teufelszeug, das uns Schwulen und Lesben immer Schuld und Ausgrenzung beschert.&#8221;, zitiert die Siegess&#228;ule noch im Dezember 2006 &#8211; allerdings nicht unwidersprochen &#8211; die g&#228;ngige Meinung (&#8220;Ich glaube schon&#8221;, Siegess&#228;ule 12/2006, S. 13-21).
Christian [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeremy P. Tarcher, 1999, ISBN-10: 0874779669</p>
<p>Schwule, Lesben und Spiritualit&#228;t? Lange war es undenkbar, das in einem Atemzug zu nennen. &#8220;Oh Gott, Religion! Teufelszeug, das uns Schwulen und Lesben immer Schuld und Ausgrenzung beschert.&#8221;, zitiert die Siegess&#228;ule noch im Dezember 2006 &#8211; allerdings nicht unwidersprochen &#8211; die g&#228;ngige Meinung (&#8220;Ich glaube schon&#8221;, Siegess&#228;ule 12/2006, S. 13-21).</p>
<p>Christian de la Huerta befa&#223;t sich unerschrocken trotzdem mit dem Thema. Er nimmt in der queer community einen Mangel wahr: “What is lacking in the queer community [...] is a real sense of self.” Dieser Mangel liegt f&#252;r ihn im Verlust der Spiritualit&#228;t begr&#252;ndet.</p>
<p>Angesichts der Verfolgung und Diskriminierung, die Schwule und Lesben durch etablierte Religionen erfahren haben und immer noch erfahren, sei Religion ein &#8220;turnoff&#8221; f&#252;r viele.<span id="more-32"></span> Jedoch werde dabei oft das Kind mit dem Taufwasser ausgesch&#252;ttet, viele brechen nicht nur ihre Bindungen an religi&#246;se Institutionen, sondern versuchen auch, ihre Spiritualit&#228;t loszuwerden.</p>
<p>Spiritualit&#228;t definiert er als &#8220;pers&#246;nliche Verbindung zu etwas, das gr&#246;&#223;er ist als wir selbst&#8221; (S. 6), die unabh&#228;ngig von institutionalisierter Religion ist.</p>
<p>Im Gegensatz zu der Verteufelung, die etablierte Religionsgemeinschaften Schwulen und Lesben entgegenbringen, demonstriert de la Huerta an einer F&#252;lle von Beispielen, welche speziellen spirituellen Funktionen „gay people“ („gay“ hier im &#252;bergreifenden Sinn von „homosexuell“) in vielen Kulturen der Welt &#252;bernommen haben und noch &#252;bernehmen: vom revolution&#228;ren „catalytic transformer“ &#252;ber „consciousness scouts“ und „shamans and priests“ bis zu „gatekeepers“, die die Tore zu anderen Welten ge&#246;ffnet halten. Insgesamt zehn archetypische Rollen von Schwulen und Lesben diskutiert er im ersten Kapitel, das den Titel „Walking between Worlds“ tr&#228;gt.</p>
<p>Das zweite Kapitel, “Coming In”, dreht sich dagegen erst einmal um das zutiefst Pers&#246;nliche, um die Frage, wie man, ganz unabh&#228;ngig von Institutionen und gesellschaftlichen Rollen, f&#252;r sich selbst den richtigen spirituellen Weg findet. De la Huerta stellt hier verschiedene Wege der Meditation vor, aber auch Bewegungspraktiken wie Yoga, T’ai Chi, Qi Gong, Tanz oder Labyrinthgehen. Auch Atemarbeit, K&#246;rperarbeit und Entheogene werden gew&#252;rdigt.</p>
<p>Sexualit&#228;t ist das Zentrum des dritten Kapitels (“The Faces of Passion”); hier geht es um die Frage, wie man zu einer ges&#252;nderen Sexualit&#228;t finden kann. Hier macht sich die schwule Perspektive am deutlichsten bemerkbar, lesbische und bisexuelle Erfahrungen finden leider wenig Raum.</p>
<p>Das vierte Kapitel, „Coming Out“ ist thematisch recht disparat. Coming Out, sowohl das schwule/lesbische als auch Coming Out im Sinne von „sich innerhalb der schwullesbischen Community als spiritueller Mensch zeigen“, steht neben der Frage, wie man Spiritualit&#228;t in sein Leben integrieren kann und neben Ans&#228;tzen f&#252;r eine gelebte Spiritualit&#228;t. Letztere rangieren von Dankbarkeit als Haltung &#252;ber Lekt&#252;re und Wildniserfahrung bis zum Engagement als spirituellem Weg.</p>
<p>&#196;u&#223;erst interessant ist auch der erste Anhang: Hier hat de la Huerta detailliert aufgeschrieben, was verschiedene Religionen zum Thema Homosexualit&#228;t zu sagen haben. Er ber&#252;cksichtigt dabei nicht nur die gro&#223;en Weltreligionen, sondern auch Taoismus, Native Americans, Voodoo und Santería, neopagane Anschauungen und Wicca; man erf&#228;hrt aber auch von den Bestrebungen von Schwulen und Lesben innerhalb der gro&#223;en Religionen. Ein weiterer Anhang mit Adressen von Organisationen und Anbietern, von denen allerdings die meisten in den USA ans&#228;ssig sind, rundet das Buch ab.</p>
<p>Die St&#228;rke dieses Buches ist seine allumfassende Perspektive ohne Werturteile. Eine Vielfalt an Erfahrungen wird ausgebreitet, Menschen aus sehr verschiedenen spirituellen Richtungen kommen zu Wort. Ein &#252;beraus lesenswertes Buch, besonders f&#252;r Menschen, die noch auf der Suche nach einer ihnen angemessenen Art der Spiritualit&#228;t sind.</p>
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