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	<title>riesenheim&#187; kritik</title>
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	<description>ein blog über queer &#38; heidentum</description>
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		<title>riesencast Episode 1: Warum und wieso.</title>
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		<comments>http://riesenheim.net/2012/04/riesencast-episode-1-warum-und-wieso/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 20:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[update: Jetzt auch mit credits für die Musik. Die erste Episode ist eine nicht so kleine Erklärung zu meinem Projekt. Grund Nr. 1 für meinen heidnischen Podcast ist ganz simpel: es gibt halt nicht viele davon auf deutsch. Grund Nr. 2 ist abgrundtief komplex, ich verheddere mich in den Verflechtungen von Genderdiskursen, Religionskritik und meiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>update: Jetzt auch mit credits für die Musik.</strong></p>

<p>Die erste Episode ist eine nicht so kleine Erklärung zu meinem Projekt.<br />
Grund Nr. 1 für meinen heidnischen Podcast ist ganz simpel: es gibt halt nicht viele davon auf deutsch.<br />
Grund Nr. 2 ist abgrundtief komplex, ich verheddere mich in den Verflechtungen von Genderdiskursen, Religionskritik und meiner Wahrnehmung hexisch geprägter Frauenspiritualität und ringe damit, zu erklären, was das Heteronormative am im heidnischen Mainstream so oft verwendeten Göttin-Gott-Schema ist und wie mein persönlicher Ausweg aussah.<br />
Ich entschuldige mich dafür, daß das so lang geworden ist, aber kürzer und knackiger kriege ich das derzeit nicht hin.</p>

<p></p>

<p>Quellenangaben &amp; weitere Hinweise nach dem Link. <span id="more-423"></span></p>

<h3>Erwähnt werden:</h3>

<ul>
<li><a href="http://www.spirit-voice.de/">Spirit Voice Podcast</a></li>
<li><a href="http://sendungsarchiv.o94.at/showSeries.php/094se88">Witches on Air</a></li>
<li><a href="http://lucia.twoday.net/topics/Podcast/">Ruf der Geistertrommel</a></li>
<li>Scott Cunningham: <em>Wicca. Eine Einführung in weiße Magie</em>, Econ Ullstein List Verlag, 2001 (Originaltitel: <em>Wicca: A Guide for the Solitary Practitioner</em>, Llewellyn, 1989)  <a href="http://www.amazon.de/Wicca-Eine-Einf%C3%BChrung-weisse-Magie/dp/3548740146/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1334229020&amp;sr=8-1">Deutsche Ausgabe bei Amazon</a>, eine <a href="http://www.wurzelwerk.at/thema/buechertruhe34.php">Rezension</a></li>
<li>Der Artikel, den ich kritisiere: <a href="http://blog.wurzelwerk.at/?p=820">Macht der Polarität und Rose der Mysterien</a> von Sitara</li>
<li>Die Musik ist von <a href="http://wurzelfrau.de/">Wurzelfrau</a>, der Song am Schluß heißt <a href="http://soundcloud.com/wurzelfrau/from-the-goddess">From the Goddess</a>.</li>
</ul>

<h3>Was ich noch vergaß</h3>

<p>Eine Zeitlang sah mein Ausweg aus dem Gender-Dilemma so aus, daß ich im kultischen Kontext in männliche Rollen schlüpfte. Und ich wußte damals nicht genau, warum ich das tat, bis ich einmal nicht aktiv, sondern nur zuschauend beim &#8216;rituellen Drama&#8217; dabei war.<br />
Dem folgte ein Gefühl von Unbehagen, erst im Lauf der Tage und Wochen danach wurde mir klar: Wenn ich nur die Wahl hatte zwischen altbackenen Vorstellungen von Männlichkeit und altbackenen Vorstellungen von Weiblichkeit, waren die Bilder des Weiblichen, die mir da präsentiert wurden, mir noch ferner und fremder, hatten weniger mit meiner Lebenswelt zu tun als die Bilder von Männlichkeit &#8211; wozu dann doch die quasi-heteronormative Mechanik kam, daß diese &#8216;Männlichkeit&#8217; mir innerhalb dieses rituellen Frameworks weiterhin gestattete, Weiblichkeit zu begehren. Aber das Ganze biß sich eben so sehr mit den Annahmen, die ich in meinem Alltag bekämpfte, wo ich doch eher darauf aus war, an möglichst wenige Dinge ein Geschlechter-Etikett zu pappen, daß es sich doof anfühlte, im rituellen Kontext eine Rolle zu spielen, mit der ich mich sonst nicht identifizieren konnte. Denn sonst bin ich ja nicht butch-identifiziert und kämpfe auch tapfer gegen die Annahme, daß mein erotisches Begehren nach Weiblichkeit mich irgendwie männlicher machen würde.</p>

<p>Ach ja, und der Begriff von Natur ist mal eine eigene Podcastfolge oder ein eigenes Essay wert.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=423&amp;md5=01bf93bb3c48f90f43ad79d50927c205" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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Die erste Episode ist eine nicht so kleine Erklärung zu meinem Projekt.
Grund Nr. 1 für meinen heidnischen Podcast ist ganz simpel: es gibt halt nicht viele davon auf deutsch.
Grund Nr. 2 ist abgrundtie[...]</itunes:subtitle>
		<itunes:summary>update: Jetzt auch mit credits für die Musik.

Die erste Episode ist eine nicht so kleine Erklärung zu meinem Projekt.
Grund Nr. 1 für meinen heidnischen Podcast ist ganz simpel: es gibt halt nicht viele davon auf deutsch.
Grund Nr. 2 ist abgrundtief komplex, ich verheddere mich in den Verflechtungen von Genderdiskursen, Religionskritik und meiner Wahrnehmung hexisch geprägter Frauenspiritualität und ringe damit, zu erklären, was das Heteronormative am im heidnischen Mainstream so oft verwendeten Göttin-Gott-Schema ist und wie mein persönlicher Ausweg aussah.
Ich entschuldige mich dafür, daß das so lang geworden ist, aber kürzer und knackiger kriege ich das derzeit nicht hin.



Quellenangaben &#38; weitere Hinweise nach dem Link. 

Erwähnt werden:


Spirit Voice Podcast
Witches on Air
Ruf der Geistertrommel
Scott Cunningham: Wicca. Eine Einführung in weiße Magie, Econ Ullstein List Verlag, 2001 (Originaltitel: Wicca: A Guide for the Solitary Practitioner, Llewellyn, 1989)  Deutsche Ausgabe bei Amazon, eine Rezension
Der Artikel, den ich kritisiere: Macht der Polarität und Rose der Mysterien von Sitara
Die Musik ist von Wurzelfrau, der Song am Schluß heißt From the Goddess.


Was ich noch vergaß

Eine Zeitlang sah mein Ausweg aus dem Gender-Dilemma so aus, daß ich im kultischen Kontext in männliche Rollen schlüpfte. Und ich wußte damals nicht genau, warum ich das tat, bis ich einmal nicht aktiv, sondern nur zuschauend beim &#8216;rituellen Drama&#8217; dabei war.
Dem folgte ein Gefühl von Unbehagen, erst im Lauf der Tage und Wochen danach wurde mir klar: Wenn ich nur die Wahl hatte zwischen altbackenen Vorstellungen von Männlichkeit und altbackenen Vorstellungen von Weiblichkeit, waren die Bilder des Weiblichen, die mir da präsentiert wurden, mir noch ferner und fremder, hatten weniger mit meiner Lebenswelt zu tun als die Bilder von Männlichkeit &#8211; wozu dann doch die quasi-heteronormative Mechanik kam, daß diese &#8216;Männlichkeit&#8217; mir innerhalb dieses rituellen Frameworks weiterhin gestattete, Weiblichkeit zu begehren. Aber das Ganze biß sich eben so sehr mit den Annahmen, die ich in meinem Alltag bekämpfte, wo ich doch eher darauf aus war, an möglichst wenige Dinge ein Geschlechter-Etikett zu pappen, daß es sich doof anfühlte, im rituellen Kontext eine Rolle zu spielen, mit der ich mich sonst nicht identifizieren konnte. Denn sonst bin ich ja nicht butch-identifiziert und kämpfe auch tapfer gegen die Annahme, daß mein erotisches Begehren nach Weiblichkeit mich irgendwie männlicher machen würde.

Ach ja, und der Begriff von Natur ist mal eine eigene Podcastfolge oder ein eigenes Essay wert.
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		<itunes:author>thursa</itunes:author>
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		<item>
		<title>Orrr muß das sein? Zur Kritik an Daniela Scherler</title>
		<link>http://riesenheim.net/2011/12/orrr-muss-das-sein-zur-kritik-an-daniela-scherler/</link>
		<comments>http://riesenheim.net/2011/12/orrr-muss-das-sein-zur-kritik-an-daniela-scherler/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Dec 2011 18:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mir platzt hier mal der Kragen. Ich identifiziere mich ja als &#8220;science-positive&#8221; Person. Ich bin zwar keine Naturwissenschaftlerin, aber in den letzten paar Jahren an technischen und wissenschaftlichen Themen sehr interessiert. Das beißt sich für mich überhaupt nicht damit, gleichzeitig Polytheistin zu sein, deren spirituelles Paradigma animistische und rekonstruktionistische Elemente enthält. Es steht weitestgehend konfliktfrei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir platzt hier mal der Kragen.</p>

<p>Ich identifiziere mich ja als &#8220;science-positive&#8221; Person. Ich bin zwar keine Naturwissenschaftlerin, aber in den letzten paar Jahren an technischen und wissenschaftlichen Themen sehr interessiert. Das beißt sich für mich überhaupt nicht damit, gleichzeitig Polytheistin zu sein, deren spirituelles Paradigma animistische und rekonstruktionistische Elemente enthält. Es steht weitestgehend konfliktfrei neben der Tatsache, daß ich gelegentlich schamanistisch praktiziere und Orakel wie das Tarot verwende. (Zum Thema &#8220;Wissenschaft und Heidentum&#8221; schreibe ich irgendwann nochmal was Ausführlicheres.)</p>

<p>Wenn es darum geht, Kreationismus aus dem Biologieunterricht rauszuhalten, Religion als Sache anzusehen, die vom Staat getrennt gehört und Menschenrechte zu verteidigen, verbünde ich mich, ohne mit der Wimper zu zucken, mit den glühendsten Skeptikern. Für die Aspekte der Welt, die wir sehen, anfassen und vermessen können, bieten die Wissenschaften gute Erklärungsmodelle. Ich habe nichts übrig für Verschwörungstheorien.</p>

<p>Nun wird das, was ich (<a href="http://riesenheim.net/2010/09/heidnische-praxis-ii-die-crux-mit-den-begrifflichkeiten/" title="Heidnische Praxis II: Die Crux mit den Begrifflichkeiten">mangels besserer Begriffe</a> nenne ich das so) spirituell so mache, oft als &#8220;esoterisch&#8221; klassifiziert. <span id="more-400"></span>Wenn ich Bücher zu meinen spirituellen Themen kaufen will, dann mache ich das entweder per Versand oder ich gehe in einen esoterischen Buchladen, wo ich sehr viel finde, über das ich den Kopf schüttele. Und wenn&#8217;s um alternative Heilverfahren geht, wird es ziemlich unbequem.<br />
Und jedesmal, wenn mal wieder über eine Person, die etwas vertritt, was im weitesten Sinne als esoterisch klassifiziert wird, in irgendeinem Zusammenhang, der mit Esoterik gar nix zu tun hat, mit dem Argument &#8220;das ist aber ein_e Esoteriker_in!!! LOL wie lächerlich!!!&#8221; hergezogen wird, fühle ich mich getroffen.</p>

<p>Was mir Twitter heute hereinspülte, war mal wieder so ein exemplarischer Fall. Es geht um <a href="http://www.scheloske.net/index.php/2011/12/kein-spass-die-seltsame-esoterik-welt-der-fraktionsgeschaeftsfuehrerin-der-berliner-piraten/">diesen Artikel über Fraktionsgeschäftsführerin der Berliner Piraten</a>, die Heilpraktikerin ist und u.a. Lebenshilfe anbietet und sich dabei offenbar auf ein paar ziemlich problematische Sachen stützt.</p>

<p>Ja, auch ich finde, daß man in Frage stellen kann, ob eine Person, die als Heilpraktikerin gesundheitlich problematische Sachen wie z.B. radikales Fasten vertritt, als Politikerin geeignet ist. Allerdings ist das Argument &#8220;das ist esoterischer Quatsch&#8221; in meinen Augen das falsche.</p>

<p>Wenn jemand sich zu einem Weltbild bekennt, das sich nicht mit &#8220;dem wissenschaftlichen Weltbild &#8482;&#8221; deckt, und damit evtl. auch professionell befaßt ist, heißt das in meinen Augen nicht, daß diese Person keine anständige politische Arbeit leisten kann. Differenzierung ist angezeigt. &#8220;Esoterik!! Iiiih!!!!&#8221; ist kein Argument, wenn es danach ginge, müßte man auf Katholiken genauso mit dem Finger zeigen (mit einem materialistischen Auge betrachtet, ist die Kommunion schließlich genauso &#8220;absurd&#8221; wie eine Visionssuche). Dann wäre ein westlich-naturwissenschaftlich-materialistisches Weltbild das einzige akzeptable.</p>

<p>Viel angebrachter wäre, zu sagen, warum z.B. die oben angeführte Person problematisch ist: Weil sie ein hochproblematisches Verständnis von Krankheit und Gesundheit vertritt, weil sie Gedankengut referiert, das man so auch von <a href="http://www.nornirsaett.de/npd-und-germanische-neue-medizin/">Vertreten brauner Ideologie</a> kennt und weil sie gesundheitsgefährdende Praktiken vertritt. Genauso macht&#8217;s <a href="http://www.korrupt.biz/2504/warum-scherler-als-fraktionsgv-durchaus-eine-piratenpersonalie-ist/">korrupt.biz/</a>. Also: es geht.<br />
Es geht, Kritik an Praktiken und Ideologien vom Lebenshilfemarkt zu üben, ohne gleich alles in einen Topf zu schmeißen und dreimal kräftig umzurühren. Kann unter Umständen ein wenig unbequem sein, Recherche und inhaltliche Auseinandersetzung erfordern. In Bausch und Bogen ablehnen und klotzmaterialistisch rummackern kann jede_r, das ist keine Leistung.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=400&amp;md5=f48f560f2fa5e0fda395c29e0d7941e5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Nachtrag zu &#8220;Ich bin Muslima, ich bin lesbisch&#8221;</title>
		<link>http://riesenheim.net/2010/12/nachtrag-zu-ich-bin-muslima-ich-bin-lesbisch/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 19:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Fernsehbeitrag, den ich im letzten Post erwähnt habe, war interessant und kann hier nachgeschaut werden. Doch einen Kritikpunkt habe ich: Ethnie, Kultur und Religion &#8211; das bildet in diesem Beitrag eine Gemengelage, die nicht zu entwirren ist. Leider erfuhr ich auch nicht: Die Frau, deren Geschichte da erzählt wird &#8211; lebt sie irgendeine Spiritualität? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Fernsehbeitrag, den ich im letzten Post erwähnt habe, war interessant und kann <a href="http://medien.wdr.de/download/1291928400/frautv/wdr_fernsehen_frautv_20101209.mp4">hier</a> nachgeschaut werden. Doch einen Kritikpunkt habe ich:
<strong>Ethnie, Kultur und Religion</strong> &#8211; das bildet in diesem Beitrag eine Gemengelage, die nicht zu entwirren ist. Leider erfuhr ich auch nicht: Die Frau, deren Geschichte da erzählt wird &#8211; lebt sie irgendeine Spiritualität? Was bedeutet ihr der Islam, hat sie sich vollkommen davon distanziert, ist das für sie nur das Sittengesetz, nach dem die türkische Community lebt, vor der sie ihrer Familie zuliebe ihr Lesbischsein verbirgt?
Religion erscheint da wieder einmal als unwandelbarer Block, mit dem als Homosexuelle/r keine Verhandlung möglich ist, wo Lesben und Schwule keine eigene Handlungsmacht haben außer: jegliche Religion abzulehnen.
Es ist verdienstvoll, daß überhaupt im Fernsehen über Lesbischsein gesprochen wird, und dann auch im Zusammenhang mit dem Islam. Differenzierung wäre jedoch wünschenswert.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=246&amp;md5=e8354cd541b3bc3daab4ce50cafbe3d6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Arun-Verlag, revisited, oder: Warum ich Jenny Blains &#8220;seidhr&#8221; nicht rezensiere</title>
		<link>http://riesenheim.net/2010/02/arun-verlag-revisited-oder-warum-ich-jenny-blains-seidhr-nicht-rezensiere/</link>
		<comments>http://riesenheim.net/2010/02/arun-verlag-revisited-oder-warum-ich-jenny-blains-seidhr-nicht-rezensiere/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 05:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[arun]]></category>
		<category><![CDATA[kritik]]></category>
		<category><![CDATA[politisch]]></category>
		<category><![CDATA[verlage]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich wollte ich dieses Buch empfehlen, ganz ausdrücklich das englische Original: das aus einem bestimmten Grund, um den es gleich geht. Dann fiel mir ein: Viele werden die deutsche Übersetzung haben wollen. Und bei einem Verlag landen, der mich ärgert. Was nicht an der Qualität der Arbeit liegt, im Gegenteil: Arun, bei denen Blains Buch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollte ich dieses Buch empfehlen, ganz ausdrücklich das englische Original: das aus einem bestimmten Grund, um den es gleich geht.
Dann fiel mir ein: Viele werden die deutsche Übersetzung haben wollen.
Und bei einem Verlag landen, der mich ärgert. Was nicht an der Qualität der Arbeit liegt, im Gegenteil: Arun, bei denen Blains Buch erschienen ist, macht eigentlich gute Verlagsarbeit und nimmt sich einiger Themen an, die man sonst auf dem deutschen Buchmarkt schwer findet. Was mich an Arun ärgert, ist der politische Beigeschmack, der da nicht weggehen will. <span id="more-95"></span>Früher einmal war das Verlagsprogramm recht eindeutig zweigleisig: rechtslastige Publikationen neben schön aufgemachten Büchern zu Schamanismus und Naturreligion, dazwischen einige subtil angebräunte Sachen wie &#8220;Geweihte Nächte&#8221;. (<a href="http://www.derhain.de/GeweihteNaechteUlbrichRezension0702.html">Hier</a> eine Rezension von Matthias Wenger.) Die eindeutig rechten Schriften sind mittlerweile aus dem Programm verschwunden, und Ulbrich <a href="http://www.rabenclan.de/index.php/Magazin/LucasCorsoArun04">stellt sich gern als geläutert hin</a>. Dabei scheint mir, daß seine Bücher auch nach der Säuberung des Verlagsprogramms von offensichtlich faschistischen Denkern nach wie vor von biologistischem und (kultur)rassistischem Gedankengut beladen sind.</p>

<p>Lese ich nämlich die Ankündigungen wie folgende:</p>

<blockquote>Angefangen bei der Familiengründung über das Bekenntnis des Mannes zu Frau und Kind, bürsten die Autoren kräftig gegen den Zeitgeist der schlappen verantwortungslosen Männer, der alleinerziehenden Mütter und der verlorenen Kinder, eben der &#8220;vaterlosen Gesellschaft&#8221;, wie der Spiegel es einmal provokativ titelte.
&#8220;Dein Name sei &#8230;&#8221; ist ein ebenso unkonventionelles wie unzeitgemäßes Plädoyer für kinderreiche Familien als Grundlage starker Clans und Gemeinschaften sowie für Charakterbildung, menschliches Wachstum und Spiritualität. [<a href="http://www.amazon.de/Dein-Name-sei-Zeremonien-Namensgebung/dp/3935581149/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;s=books&#038;qid=1266621904&#038;sr=8-1">Quelle</a>]</blockquote>

<ul>
<li>dann habe ich einen Verdacht: Ohne braune Kennwörter zu nennen, werden hier etwa vorhandene reaktionäre Impulse bedient, werden geschickt Negativ-Schlagworte eingesetzt, &#8220;unzeitgemäß&#8221; und &#8220;unkonventionell&#8221; habe ich mittlerweile als Worte kennengelernt, mit denen sich Neurechte gern schmücken. Will sagen: da lese ich heterosexistischen Antimodernismus der schlimmsten Sorte. Amazon-Rezensionen anderer Bücher aus seiner Feder (etwa <a href="http://www.amazon.de/review/R1NU4CFLVAASV0/ref=cm_cr_rdp_perm">diese</a> und <a href="http://www.amazon.de/review/R2LB2PTCEFUO6C/ref=cm_cr_rdp_perm">diese</a>) legen nahe, daß es sich nicht um einen Einzelfall handelt, der nur dieses Werk betrifft.</li>
</ul>

<p>Wenn Ulbrich jetzt irgendein relativ unbedeutender Autor unter vielen anderen eines Verlages wäre, würde mich die Situation nicht so kratzen &#8211; ich könnte einfach seine Werke umgehen. Aber: Ihm gehört der Laden. Und er kolonisiert die deutschsprachige heidnische Literatur bis zum Gehtnichtmehr.
Es scheint mir daher an der Zeit, daß mensch Ulbrich und Arun noch einmal genau unter die Lupe nimmt. Was zu tun ich mir hiermit vornehme &#8211; nach meinem Buchprojekt. Oder wißt Ihr von jemandem, der es in den letzten drei, vier Jahren schon getan hat?</p>

<p>Disclosure: Ich besitze drei Bücher aus dem Hause Arun. Alle: entweder geschenkt, ertauscht oder (in einem Fall) billig einer Freundin abgekauft. Ob ich irgendwann mal eine Ausnahme mache und von denen regulär ein Buch kaufen werde? Ich halte es für sehr unwahrscheinlich.
<em>The nine worlds of seid magic</em> werde ich mir eines Tages vielleicht kaufen. <strong>Im englischen Original</strong>, das bei Routledge erschienen ist &#8211; ich denke, das ist ein Verlag, dem man schon eher trauen kann. Auf deutsch hatte ich es aus der Bibliothek geliehen. (Im Berliner Bibliotheksverbund gibt es recht viel aus deren Verlagsprogramm zu leihen &#8211; was einerseits viele Leute kostengünstig bis -neutral an Bücher wie &#8220;Geweihte Nächte&#8221; kommen läßt, andererseits mir auch ermöglicht, meine Recherchen über diesen Verlag zu betreiben, ohne daß er an mir verdienen muß.)</p>

<p>In der Zwischenzeit wünsche ich mir, andere Verlage würden es wagen, die Themen Schamanismus, europäische Spiritualität und germanische Kultur beherzt anzugehen. Ohne Weichspülerei, ohne Verschämtheiten hinsichtlich des Germanischen, aber auch ohne Glorifizierung der Vergangenheit, ohne romantisiertes Naturbild, reaktionäre Bildlichkeiten und ohne Biologismus. Dafür mit einer um Akkuratheit bemühten Rezeption von Archäologie, Geschichte und Sprachwissenschaft. Denn als ich letztens in der esoterischen Buchhandlung meines Vertrauens war, fand ich wenig zu Naturreligion und Schamanismus und davon nur weniges, das nicht aus dem besagten Verlag kam.
Kurz: Ich wünschte, jemand würde Arun Konkurrenz machen. Und das kann ich momentan nicht &#8211; ich bin keine Verlagskauffrau.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=95&amp;md5=7d4a49d325b071abb4e4a8182a37924b" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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