Tag-Archiv: praxis

Heidnische Praxis X: Das Private ist Teil der Community

In den letzten Monaten habe ich nicht so viel Spirituelles in irgendeiner Form von Öffentlichkeit getan. Dafür habe ich viel Kontakt mit Freund_innen gepflegt. „Ich mach‘ ja gerade nicht viel“, behauptete ich. Ich hatte das Gefühl, ich bewirke nicht viel für die Art von spirituellem Miteinander, das ich gerne erschaffen will. Auch ein wundervolles, absolut […]

Heidnische Praxis IX: Was heißt hier devotional?

In den letzten Monaten hat sich was an meiner Praxis geändert. Die Veränderung kam langsam, fast unbemerkt; aber spätestens seit dem Sommer hat sich etwas bewegt. Begegne ich anderen Heid_innen, vor allem Asatrú, die Heidentum mehr als ich von überlieferten Quellen her angehen, merke ich, wie intensiv gerade mein Begehren nach intuitiven, emotionalen, experimentellen Zugängen […]

Heidnische Praxis VIII: Was ist eigentlich ein Ritual?

Ich habe in den letzten Wochen mit einer kleinen Gruppe intensiv ein Ritual für meine Heilsgemeinschaft vorbereitet und es schließlich erfolgreich umgesetzt. Dabei wurden auch einige meiner bisherigen Überzeugungen über mich und Rituale in Frage gestellt – etwa die, daß ich grundsätzlich keine geskripteten Rituale mag; vielleicht ist das eher ein Widerwille, fremde Skripte „aufzuführen“. […]

Heidnische Praxis VII: Das Rad neu erfinden.

Ich schrieb die letzten Tage recht intensiv an meinem Buchprojekt. Im Moment bin ich in einer Phase der Textproduktion unter Ausschaltung von Selbstkritik – die wird dann ausführlich zu Wort kommen, wenn ich das Material mit Quellen unterfüttere und rausschmeiße, was mir zu unsubstantiiert vorkommt. Ich fühle mich ein bißchen, als würde ich das Rad […]

Heidnische Praxis VI: Über heidnische Gruppen

Coven, Zirkel, Ritualgruppe, Kindred, Thinggemeinschaft, Kultgemeinschaft, Arbeitsgruppe: Gruppen in heidnischen Zusammenhängen können viele Formen und viele Bezeichnungen annehmen. Ich fühle mich derzeit ziemlich solitary und bin gerade unschlüssig, ob ich eine Gruppe will und wenn ja, welcher Art. Der Zeit-, Arbeits- und Verpflichtungsfaktor ist eine Sache für mich. Erfahrungsgemäß sind diese Faktoren jedoch kein (oder […]

Heidnische Praxis V: Ein paar Überlegungen zu Ritualen

Vor ein paar Tagen hatte ich Lust, nach den ganzen eher theoretisch-politischen Beiträgen der letzten Zeit etwas Konkreteres zu schreiben. Butter bei die Fische. Aber ich wußte nicht, was. Deshalb fragte ich auf Twitter und bekam ein paar Fragen: unter anderem die nach Alltagsritualen und danach, ob ich einen Altar habe. Die Altarfrage ist schnell […]

Sammelpost: Meine Praxis

Ich führe gerade so eine Diskussion mit Wurzelfrau über Inklusion und kulturelle Hegemonien, und da kam die Bitte auf: „Erzähl doch mal von Deiner Praxis und Deinen Gottheiten.“ Ich habe darauf geantwortet: „Ich habe da schon einiges geschrieben.“ Und, ich muß ergänzen: auch gepodcastet. Und das soll hier gesammelt sein – nicht als abschließende „eine […]

Was Laufen mit Spiri zu tun hat

Es klingt vielleicht abwegig, wenn ich sage, daß Laufen für mich eine spirituelle Komponente haben kann. Und doch: Laufen ist für mich manchmal eine ganz wunderbare Art, mittem im Alltag ein Stück Naturerfahrung einzubauen. Ich laufe aus verschiedenen Gründen. Mir tut Bewegung einfach gut, und Laufen hält meine Rückenbeschwerden wirkungsvoll in Schach. Ich mag es, […]

Heidnische Praxis IV: Gedanken über heilige Tage

Eins der Dinge am Heidentum, über die viel geschrieben wird, ist der Festtagskalender, vor allem die gern zitierten acht Jahreskreisfeste. Und immer wieder die Frage: Was war zuerst da? Kann ein Fest, so wie es heute von Heiden gefeiert wird, als authentisch bezeichnet werden? Bild: sxc.hu Es erscheint mir als nahezu unlösbare Aufgabe, auseinanderzuhalten, was […]

Heidnische Praxis III: Distanzierungen vom Christentum

Die meisten, die sich heidnischer Spiritualität zuwenden, durchlaufen eine Phase der Distanzierung vom Christentum. Manchmal schlägt diese Distanzierung in Christenbashing um. Was verstehe ich darunter? Das englische Verb „to bash“ bedeutet soviel wie: jemanden hauen, schlechtmachen, aber auch: scharf kritisieren.1 In meinem Sprachgebrauch hat „etwas bashen“ etwa die Bedeutung „harte Kritik üben, verbal auf jemanden/etwas […]

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