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	<title>riesenheim&#187; rollen</title>
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		<title>Christian de la Huerta: Coming Out Spiritually: The Next Step</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 17:27:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeremy P. Tarcher, 1999, ISBN-10: 0874779669
Schwule, Lesben und Spiritualit&#228;t? Lange war es undenkbar, das in einem Atemzug zu nennen. &#8220;Oh Gott, Religion! Teufelszeug, das uns Schwulen und Lesben immer Schuld und Ausgrenzung beschert.&#8221;, zitiert die Siegess&#228;ule noch im Dezember 2006 &#8211; allerdings nicht unwidersprochen &#8211; die g&#228;ngige Meinung (&#8220;Ich glaube schon&#8221;, Siegess&#228;ule 12/2006, S. 13-21).
Christian [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeremy P. Tarcher, 1999, ISBN-10: 0874779669</p>
<p>Schwule, Lesben und Spiritualit&#228;t? Lange war es undenkbar, das in einem Atemzug zu nennen. &#8220;Oh Gott, Religion! Teufelszeug, das uns Schwulen und Lesben immer Schuld und Ausgrenzung beschert.&#8221;, zitiert die Siegess&#228;ule noch im Dezember 2006 &#8211; allerdings nicht unwidersprochen &#8211; die g&#228;ngige Meinung (&#8220;Ich glaube schon&#8221;, Siegess&#228;ule 12/2006, S. 13-21).</p>
<p>Christian de la Huerta befa&#223;t sich unerschrocken trotzdem mit dem Thema. Er nimmt in der queer community einen Mangel wahr: “What is lacking in the queer community [...] is a real sense of self.” Dieser Mangel liegt f&#252;r ihn im Verlust der Spiritualit&#228;t begr&#252;ndet.</p>
<p>Angesichts der Verfolgung und Diskriminierung, die Schwule und Lesben durch etablierte Religionen erfahren haben und immer noch erfahren, sei Religion ein &#8220;turnoff&#8221; f&#252;r viele.<span id="more-32"></span> Jedoch werde dabei oft das Kind mit dem Taufwasser ausgesch&#252;ttet, viele brechen nicht nur ihre Bindungen an religi&#246;se Institutionen, sondern versuchen auch, ihre Spiritualit&#228;t loszuwerden.</p>
<p>Spiritualit&#228;t definiert er als &#8220;pers&#246;nliche Verbindung zu etwas, das gr&#246;&#223;er ist als wir selbst&#8221; (S. 6), die unabh&#228;ngig von institutionalisierter Religion ist.</p>
<p>Im Gegensatz zu der Verteufelung, die etablierte Religionsgemeinschaften Schwulen und Lesben entgegenbringen, demonstriert de la Huerta an einer F&#252;lle von Beispielen, welche speziellen spirituellen Funktionen „gay people“ („gay“ hier im &#252;bergreifenden Sinn von „homosexuell“) in vielen Kulturen der Welt &#252;bernommen haben und noch &#252;bernehmen: vom revolution&#228;ren „catalytic transformer“ &#252;ber „consciousness scouts“ und „shamans and priests“ bis zu „gatekeepers“, die die Tore zu anderen Welten ge&#246;ffnet halten. Insgesamt zehn archetypische Rollen von Schwulen und Lesben diskutiert er im ersten Kapitel, das den Titel „Walking between Worlds“ tr&#228;gt.</p>
<p>Das zweite Kapitel, “Coming In”, dreht sich dagegen erst einmal um das zutiefst Pers&#246;nliche, um die Frage, wie man, ganz unabh&#228;ngig von Institutionen und gesellschaftlichen Rollen, f&#252;r sich selbst den richtigen spirituellen Weg findet. De la Huerta stellt hier verschiedene Wege der Meditation vor, aber auch Bewegungspraktiken wie Yoga, T’ai Chi, Qi Gong, Tanz oder Labyrinthgehen. Auch Atemarbeit, K&#246;rperarbeit und Entheogene werden gew&#252;rdigt.</p>
<p>Sexualit&#228;t ist das Zentrum des dritten Kapitels (“The Faces of Passion”); hier geht es um die Frage, wie man zu einer ges&#252;nderen Sexualit&#228;t finden kann. Hier macht sich die schwule Perspektive am deutlichsten bemerkbar, lesbische und bisexuelle Erfahrungen finden leider wenig Raum.</p>
<p>Das vierte Kapitel, „Coming Out“ ist thematisch recht disparat. Coming Out, sowohl das schwule/lesbische als auch Coming Out im Sinne von „sich innerhalb der schwullesbischen Community als spiritueller Mensch zeigen“, steht neben der Frage, wie man Spiritualit&#228;t in sein Leben integrieren kann und neben Ans&#228;tzen f&#252;r eine gelebte Spiritualit&#228;t. Letztere rangieren von Dankbarkeit als Haltung &#252;ber Lekt&#252;re und Wildniserfahrung bis zum Engagement als spirituellem Weg.</p>
<p>&#196;u&#223;erst interessant ist auch der erste Anhang: Hier hat de la Huerta detailliert aufgeschrieben, was verschiedene Religionen zum Thema Homosexualit&#228;t zu sagen haben. Er ber&#252;cksichtigt dabei nicht nur die gro&#223;en Weltreligionen, sondern auch Taoismus, Native Americans, Voodoo und Santería, neopagane Anschauungen und Wicca; man erf&#228;hrt aber auch von den Bestrebungen von Schwulen und Lesben innerhalb der gro&#223;en Religionen. Ein weiterer Anhang mit Adressen von Organisationen und Anbietern, von denen allerdings die meisten in den USA ans&#228;ssig sind, rundet das Buch ab.</p>
<p>Die St&#228;rke dieses Buches ist seine allumfassende Perspektive ohne Werturteile. Eine Vielfalt an Erfahrungen wird ausgebreitet, Menschen aus sehr verschiedenen spirituellen Richtungen kommen zu Wort. Ein &#252;beraus lesenswertes Buch, besonders f&#252;r Menschen, die noch auf der Suche nach einer ihnen angemessenen Art der Spiritualit&#228;t sind.</p>
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