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	<title>riesenheim&#187; spiritualität</title>
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	<description>thursas hallen</description>
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		<title>Call for Contributions: Queere Spiritualit&#228;t abseits der etablierten Religionen</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 08:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[bi]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Vorhaben, ein Buch &#252;ber/von/f&#252;r queers auf naturspirituellen Wegen zu schreiben bzw. herauszubringen.
Warum? Ich habe den Eindruck, die &#246;ffentliche Debatte in der queeren Community &#252;ber Religion/Spiritualit&#228;t ist dominiert a) &#252;berhaupt von den etablierten Religionen, b) besonders seit 9/11 vom Reden &#252;ber Diskriminierung und (nicht nur islamischen) Fundamentalismus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Vorhaben, ein Buch &#252;ber/von/f&#252;r queers auf naturspirituellen Wegen zu schreiben bzw. herauszubringen.</p>
<p>Warum? Ich habe den Eindruck, die &#246;ffentliche Debatte in der queeren Community &#252;ber Religion/Spiritualit&#228;t ist dominiert a) &#252;berhaupt von den etablierten Religionen, b) besonders seit 9/11 vom Reden &#252;ber Diskriminierung und (nicht nur islamischen) Fundamentalismus und c) besonders im Fall von Christentum, Islam und Judentum von Apologetik, d.h. von einer theologischen Rechtfertigung der Homosexualit&#228;t (auch wenn einzelne christliche Autoren<sup class='footnote'><a href='#fn-77-1' id='fnref-77-1'>1</a></sup> diese Verengung kritisieren). Die Option, Spiritualit&#228;t selbst zu gestalten, sowie alternative spirituelle Wege werden kaum wahrgenommen, und f&#252;r viele queers scheint die einzig praktikable Haltung zu sein, Religion &#8211; und in einer weitverbreiteten Verwechslung auch alles Spirituelle &#8211; abzulehnen, um Ausgrenzung oder moralischem Abqualifiziertwerden zu entgehen.<sup class='footnote'><a href='#fn-77-2' id='fnref-77-2'>2</a></sup> Dabei beschreiben mehrere Autoren auch eine tiefe Sehnsucht von Lesben und Schwulen nach einer gelebten Spiritualit&#228;t.</p>
<p>In den Bereichen der alternativen Spiritualit&#228;t, sollte man meinen, ist es behaglicher f&#252;r Schwule und Lesben. Doch hier herrschen oft genauso heteronorme Bilder, feministische Positionen wie die von Starhawk oder Luisa Francia erscheinen nicht mehr so salonf&#228;hig, wie sie in den 80ern vielleicht einmal waren. Zwar werden Lesben und Schwule weitgehend akzeptiert, doch mir ist auch der Fall bekannt, da&#223; eine Frau mit transsexueller Vergangenheit aus einer dianischen Gemeinschaft ausgeschlossen wurde.<br />
Zudem: zwischen &#8220;ich werde nicht verteufelt&#8221; und &#8220;meine Spiritualit&#228;t bzw. meine spirituelle Gemeinschaft wird mir in vollem Umfang gerecht&#8221; (indem z.B. nicht auf heteronormativen Symbolen bestanden wird oder indem meine queeren Bed&#252;rfnisse ganz selbstverst&#228;ndlich genauso im Zentrum ritueller Aufmerksamkeit stehen d&#252;rfen wie heterosexuelle) liegen Welten. Gerade im naturspirituellen Bereich, scheint mir, hei&#223;en zwei markante, aber bei weitem nicht die einzigen Fallen Biologismus und naiver Naturbegriff. </p>
<p>Ich m&#246;chte zeigen, wie spirituelle Wege abseits der etablierten Religionen aussehen k&#246;nnen, die queers gerecht werden. Da ich mich nicht auf zu fremdes Terrain begeben mag UND da ich denke, da&#223; sonst leicht ein mehrb&#228;ndiger W&#228;lzer daraus w&#252;rde, begrenze ich die Thematik auf den naturspirituellen Bereich.</p>
<p>Ich habe mich dazu entschlossen, dieses Buch nicht als Monographie zu gestalten. Denn: ich m&#246;chte darauf hinweisen, da&#223; es viele verschiedene &#8220;richtige&#8221; Wege gibt. Jede/r mu&#223;, denke ich, seinen/ihren Weg selbst<br />
finden. <strong>Doch B&#252;cher k&#246;nnen, neben der Begegnung mit anderen Menschen, Internetseiten etc. wichtige Landkarten und Kompasse sein.</strong> Und um dieser Vielfalt der Wege gerecht zu werden, m&#246;chte ich viele verschiedene Stimmen zu Wort kommen lassen, alte und junge, schwule, bi- und transsexuelle, lesbische, SMer oder total vanille, Single oder in Langzeitbeziehung lebend, schon lange auf einem Pfad unterwegs oder erst seit kurzer Zeit in diese Richtung schnuppernd, solitary oder einer Gemeinschaft zugeh&#246;rig, und vor allem der verschiedensten naturspirituellen Pr&#228;gungen.</p>
<p><strong>So, und nun der Aufruf:</strong><br />
Ich suche Menschen, die sich als queer und naturspirituell bzw. naturreligi&#246;s (Hexe/HeidIn/SchamanIn/freifliegend&#8230; etc.) definieren und Lust haben, einen Beitrag zu einem solchen Buch zu schreiben. Ich denke zuerstmal an non-fiction-Beitr&#228;ge zwischen 5 und 20 Seiten L&#228;nge (wenn man eine Normseite von 2100 Zeichen zugrunde legt, w&#228;ren das zwischen 10200 und 42000 Zeichen inkl. Leerzeichen und Absatzmarken). Inhaltlich lasse ich Euch freie Hand, falls notwendig, habe ich einen kleinen Fragenkatalog zur Anregung (den gibt es auf Wunsch per e-mail). Wichtig ist mir nur, da&#223; der Beitrag erkennbar mit dem Feld &#8220;Naturspiritualit&#228;t/Naturreligion und/vs. queer&#8221; zu tun hat.</p>
<p>Eine einzige Einschr&#228;nkung: Ich behalte mir vor, im Zweifelsfall nein zu einem Beitrag zu sagen &#8211; z.B. wenn die &#252;blichen Verd&#228;chtigen (Nationalismus, Rassismus, Sexismus, angebr&#228;unter Kram) drin enthalten sind.</p>
<p><strong>Was gibt&#8217;s daf&#252;r?</strong><br />
Meine ewige Dankbarkeit und &#8211; je nach Resonanz &#8211; Ruhm und Anerkennung <img src='http://riesenheim.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich habe noch nicht entschieden, wie, bei welchem Verlag oder Print-on-Demand-Service das Buch ver&#246;ffentlicht wird. Dementsprechend kann ich auch noch nichts zu sonstigen Modalit&#228;ten sagen.</p>
<p>Wer Lust hat beizutragen, m&#246;ge sich bitte bis <del datetime="2009-08-10T15:54:00+00:00">zum 15. August 2009</del> Samhain (31.10.2009) bei mir (Kontakt siehe Impressum) melden. Toll w&#228;re, wenn die Beitr&#228;ge bis <del datetime="2009-08-10T15:54:00+00:00">Samhain (31.10.09)</del> Ende des Jahres, sp&#228;testens aber zu Imbolc 2010 in Sack und T&#252;ten w&#228;ren!</p>
<p>Ich bin dankbar, wenn Ihr diesen Aufruf <strong>weiterverbreitet</strong>, bitte dann immer <strong>mit einem Link hierher</strong>.
<div class='footnotes'>
<div class='footnotedivider'></div>
<ol>
<li id='fn-77-1'>z.B. Urs Mattmann, Coming In: Spiritualit&#228;t f&#252;r Schwule und Lesben, M&#252;nchen (K&#246;sel) 2002 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-77-1'>&#8617;</a></span></li>
<li id='fn-77-2'>vgl. Christian de la Huerta: Coming Out Spiritually: The Next Step. Tarcher, 1999, S. 5/6, sowie J&#246;rg Wellenk&#246;tter/Barbara Dietl; “Mein genialer Lehrer Buddha.” Siegess&#228;ule 2006/12, S. 14-16 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-77-2'>&#8617;</a></span></li>
</ol>
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		<title>Gelesen: Luisa Francia, Der Rest Deines Lebens beginnt JETZT</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 22:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Luisa Francia]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
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		<category><![CDATA[spiritualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Buch habe ich vor gut zwei Jahren gelesen und hole es immer noch gerne aus dem Regal, vor allem, wenn mal wieder ein Ritual zu gestalten ist und ich Inspiration suche.
&#8220;Der Rest Deines Lebens beginnt JETZT&#8221; ist eine Aufforderung, alles in Frage zu stellen, aus einer anderen Perspektive zu sehen und Skepsis in Freiheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Buch habe ich vor gut zwei Jahren gelesen und hole es immer noch gerne aus dem Regal, vor allem, wenn mal wieder ein Ritual zu gestalten ist und ich Inspiration suche.</p>
<p>&#8220;Der Rest Deines Lebens beginnt JETZT&#8221; ist eine Aufforderung, alles in Frage zu stellen, aus einer anderen Perspektive zu sehen und Skepsis in Freiheit zu wandeln, wie man sie von Luisa Francia schon gut kennt. Insofern also eigentlich nichts Neues; Francias Perspektive ist zudem die einer wei&#223;en, heterosexuellen deutschen Frau, die in den Siebzigern und Achtzigern die Frauenbewegung und die Bewegung der Neuen Hexen mitgepr&#228;gt und -getragen hat. Die Sicht z.B. von Lesben, von anderen Generationen und anderen Lebensentw&#252;rfen kommt nicht vor und f&#252;r mich erfordert das immer wieder &#220;bersetzungsarbeit oder auch Distanz.<br />
Dieser &#8220;Aufgu&#223;&#8221; gl&#228;nzt allerdings dadurch, da&#223; immer wieder ihre Reiseerfahrungen einflie&#223;en, eine eurozentristische Sicht dadurch vermieden wird, da&#223; immer wieder Erfahrungen aus Indien, Afrika, Tibet einflie&#223;en. Und wie &#252;blich sucht mensch esoterisches Geseier vollkommen vergebens: pragmatisch und lustvoll geht es zu in der Magie, die Francia beschreibt, eine sinnliche, irdische Magie, die an nichts glauben mu&#223; und jeder strebsamen Logik der H&#246;herentwicklung, Disziplin und Dominanz ein Schnippchen schl&#228;gt. </p>
<p>Die &#8220;eigentlichen&#8221; Ritualanleitungen (denn uneigentlich geh&#246;ren die Kapitel, die ihnen vorangehen, dazu) sind sehr kurz, selten l&#228;nger als eine Seite. Doch im Unterschied zu den Tanzritualen in &#8220;Mond Tanz Magie&#8221; ist gerade das ihre St&#228;rke, sie sind weniger komplex, fordern weniger eine Gruppe, die l&#228;ngerfristig gemeinsam arbeitet, sind &#8211; obwohl dann und wann einmal Helferwesen gerufen werden &#8211; hochgradig skeptikertauglich. Zugleich (so ist meine Einsch&#228;tzung) k&#246;nnen sie durchaus abendf&#252;llend sein. Einige Rituale sind f&#252;r Gruppen entworfen, andere sollen ausdr&#252;cklich allein durchgef&#252;hrt werden.<br />
Obwohl Francias Perspektive radikal gynozentrisch ist, sind die Rituale auch f&#252;r M&#228;nner geeignet. Wer ausf&#252;hrliche &#8220;Ritualrezepte&#8221; oder das n&#228;chste Handwerksbuch f&#252;r Junghexen sucht, ist mit diesem Buch falsch, wer jedoch bereit ist, sich auf ihr Durcheinandersch&#252;tteln der &#252;blichen Phrasen und eine Magie einzulassen, die in dem steckt, wie wir die Welt tagt&#228;glich sehen, der ist mit diesem Buch gut bedient.</p>
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