<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
		xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
>

<channel>
	<title>riesenheim&#187; spiritualität</title>
	<atom:link href="http://riesenheim.net/tag/spiritualitaet/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://riesenheim.net</link>
	<description>ein blog über queer &#38; heidentum</description>
	<lastBuildDate>Sun, 29 Jan 2012 14:31:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<copyright>Copyright &#xA9; riesenheim 2011 </copyright>
	<managingEditor>thursa@gmx.de (riesenheim)</managingEditor>
	<webMaster>thursa@gmx.de (riesenheim)</webMaster>
	<image>
		<url>http://riesenheim.net/wp-content/plugins/podpress/images/powered_by_podpress.jpg</url>
		<title>riesenheim</title>
		<link>http://riesenheim.net</link>
		<width>144</width>
		<height>144</height>
	</image>
	<itunes:subtitle></itunes:subtitle>
	<itunes:summary>ein blog über queer &#38; heidentum</itunes:summary>
	<itunes:keywords></itunes:keywords>
	<itunes:category text="Society &#38; Culture" />
	<itunes:author>riesenheim</itunes:author>
	<itunes:owner>
		<itunes:name>riesenheim</itunes:name>
		<itunes:email>thursa@gmx.de</itunes:email>
	</itunes:owner>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit>
	<itunes:image href="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/podpress/images/powered_by_podpress_large.jpg" />
		<item>
		<title>Status-Update &#8211; Buchprojekt und anderweitig</title>
		<link>http://riesenheim.net/2011/06/status-update-buchprojekt-und-anderweitig/</link>
		<comments>http://riesenheim.net/2011/06/status-update-buchprojekt-und-anderweitig/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 16:09:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[hinter den Kulissen]]></category>
		<category><![CDATA[befindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[buchprojekt]]></category>
		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[persönlich]]></category>
		<category><![CDATA[queer]]></category>
		<category><![CDATA[rant]]></category>
		<category><![CDATA[spiritualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riesenheim.net/?p=351</guid>
		<description><![CDATA[Da schrieb der (http://www.eibensang.de/index.php/am-offenen-herzen/) letzthin was, das mich bewegte, auf diese Art, die nur er fertigbringt:

<blockquote>
  "Wohin ich schau und maile: Einsamkeit und Angst zerfressen die Gemüter. Hinter den Fassaden: jederzeit der Abgrund. Selbst nicht unbetroffen von all dem Wahnsinn, maile ich Menschen Mut zu, die ich heimlich um ihre Fähigkeit beneide, wenigstens materiell ...
</blockquote>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da schrieb der <a href="http://www.eibensang.de/index.php/am-offenen-herzen/">eibensang</a> letzthin was, das mich bewegte, auf diese Art, die nur er fertigbringt:</p>

<blockquote>
  <p>&#8220;Wohin ich schau und maile: Einsamkeit und Angst zerfressen die Gemüter. Hinter den Fassaden: jederzeit der Abgrund. Selbst nicht unbetroffen von all dem Wahnsinn, maile ich Menschen Mut zu, die ich heimlich um ihre Fähigkeit beneide, wenigstens materiell durchzukommen (womit ich mich seit je schwertat).&#8221;</p>
</blockquote>

<p>In meinem Fall möchte ich dazusetzen: Erschöpfung, das Gefühl, zwischen viel zu vielen Dingen aufgerieben zu werden.<br />
Und ja, auch ich sitze in einem Zwiespalt fest: zwischen dem Bedürfnis, materielle Sicherheit zu haben (endlich einmal! nach langen, mühseligen Studienjahren, in denen ich ohne Netz und doppelten Boden gelebt habe) und einer tiefen Unzufriedenheit mit meiner derzeitigen  &#8211; im erweiterten Sinne materiellen &#8211; Situation.</p>

<p>Ich hatte mal einen Traum. Ich habe daran geglaubt, so fest, wie nur ein Mensch glauben kann. Und dann wurde er mir weggenommen. Ist einfach zerbrochen. Mittlerweile versuche ich, die Scherben, die ich wiederfinden konnte, zusammenzukleben. Bin noch auf der Suche nach einem Kleber, der das Ganze stark und stabil genug zusammenhält, diesen Traum, der, den Fesseln der Notwendigkeit, damit mein Brot zu verdienen, enthoben, anfängt, sich auszudehnen, in immer mehr Farben zu schillern, sich zu bewegen und zu tanzen. Sein Name: Sängerin sein.<br />
Manchmal zweifle ich an meinen Fähigkeiten, zweifle, ob ich je lerne, das, was mich bewegt, in Lieder zu formen, die auch andere sich gerne anhören &#8211; auf eine Art, mit der ich zufrieden sein kann. Und doch weiß ich: Musik machen, insbesondere Singen, macht mich glücklich. Auf eine urtümliche, physische Art. Das ist es, was ich als allererstes mit meinem Leben anfangen will. Das ist es, was mir die Großen geschenkt haben und das ist es, was ich der Welt geben kann.</p>

<p>Ich habe dagegen nicht darum gebeten, Aktivistin zu werden für eine Sache, die vielen so weit entlegen und abgefahren erscheint. <span id="more-351"></span>Ich wurde es zuerst aus meinem eigenen Schmerz heraus, aus dem Versuch heraus, meine eigene Haut aus Widersprüchen und Klischees zu retten, die mir zusetzten. Ich wurde es, weil ich das Gefühl hatte, daß das wichtig und notwendig ist, vielleicht für eine rein numerisch kleine Gruppe, die aber deshalb eben nicht vernachlässigbar ist. Ich wurde es, weil es mir seltsam erschien, daß sich (anscheinend) niemand anderes an diesen Widersprüchen reibt. Aber ich bin offenbar dazu berufen, mich an solchen Widersprüchen zu reiben, schreibend, in Gesprächen mit anderen, im Versuch, Rituale auf die Beine zu stellen&#8230;<br />
Schreiben, genauer gesagt: die geschrieben Analyse ist meine Waffe im Kampf gegen die allzu einfachen Gedankenkonstrukte, die Zeichen, Konventionen, Regeln werden, die Menschen einschränken und einander wie sich selbst Gewalt antun lassen: verbale, begriffliche, kulturelle, physische. In diesem Zusammenhang wurde ich unversehens Alliierte an vielerlei Schnittstellen. Schnittstellen zu Bewegungen und Kämpfen, bei denen ich immer wieder versucht bin, sie als dringlicher als meine eigene &#8220;Baustelle&#8221; anzusehen. Da &#8220;bei meinen Leisten&#8221; zu bleiben und mich nicht aufreiben zu lassen, erfordert Selbstbewußtsein.<br />
Ich mache das mit Liebe und Herzblut, aber auch immer wieder mit Zweifeln, und wenn etwas dabei an mir zehrt, dann sind es das Gefühl von Isolation und der nagende Zweifel, ob das überhaupt irgendeine Sau kratzt.</p>

<p>In meinem Kopf und in meinen Notizen liegt so vieles, was ich einmal angehen wollen würde. Themen für Texte, die aber Zeit bräuchten, Zeit für tiefe Gedanken, Zeit, in der mein Verstand fit ist (was er nach einem Acht-Stunden-Arbeitstag nicht ist). Zeit zum Recherchieren und Muße zum ungestörten Denken und Schreiben.<br />
&#8220;Hat nicht jemand mal ein Stipendium für ein Jahr Schreiben für mich?&#8221;, war ich in den letzten Monaten oft versucht zu flaxen. Ein Scherz, in dem ein Körnchen Wahrheit steckt.</p>

<p>Zur Zeit werde ich jedoch immer wieder daran erinnert, wer da die älteren Rechte hat. Wo meine Kraftquelle liegt. Die muß ich wieder und wieder pflegen &#8211; ganz abgesehen von den anderen, grundlegenderen Dingen, die Aufmerksamkeit und Zeit von mir wollen: etwa, daß ich mich genug bewege, hin und wieder auch mal einen Tag zum Nichtstun habe, oder dafür, Dinge ganz zu meinem eigenen Vergnügen zu tun.</p>

<p>Darum stecke ich auch mit meinem <a href="http://riesenheim.net/2009/07/call-for-contributions-queere-spiritualitaet-abseits-der-etablierten-religionen/">Buchprojekt</a> in einer Zwickmühle. Ich weiß nicht genau, wie ich damit weitermachen soll. <em>Daß</em> ich es machen will, steht außer Frage. Daß es wichtig ist, mir und <em>vielleicht</em> auch für andere: das ist mir vor ein paar Wochen vor Augen geführt worden. Nur wie lange es brauchen wird, welche Gestalt es am Ende annimmt, wie ich es veröffentliche: das alles ist noch unklar.<br />
Neben der Zeit- und Kraftsache stellen sich mir drei Probleme: Mir fehlt erstens das Gefühl dafür, ob überhaupt Interesse von anderer Seite als nur von meiner daran besteht; zweitens erscheint mir das Thema so vielgestaltig, daß es mir sehr schwer fällt, es zu strukturieren und abzugrenzen. Drittens ist die Versuchung auch groß, Dinge, die eigentlich dort hinein gehören würden, in Blogposts für dieses Blog zu packen: die Befriedigung stellt sich viel unmittelbarer ein (und die Unterscheidung, was denn nun dahin gehören würde und was in dieses Blog, ist nicht immer leicht zu treffen). Allerdings glaube ich, daß ich in einem Buch die Dinge besser in einem großen Zusammenhang darstellen kann, während ein Blog eher wie ein großer Zettelkasten ist: viele Einzelaspekte, aber in keiner Weise systematisiert. Beides richtig, beides gut, keins kann das andere ersetzen.</p>

<p>Gebt mir mal Feedback, wenn Euch dieses Projekt wichtig ist. Laßt mich mal wissen, was Euch bei diesem Projekt wichtig wäre. Ich mach das schließlich nicht nur zu meinem Vergnügen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=351&amp;md5=ff4498b51a16dc8d9db6481ced4422e0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riesenheim.net/2011/06/status-update-buchprojekt-und-anderweitig/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Heidnische Praxis II: Die Crux mit den Begrifflichkeiten</title>
		<link>http://riesenheim.net/2010/09/heidnische-praxis-ii-die-crux-mit-den-begrifflichkeiten/</link>
		<comments>http://riesenheim.net/2010/09/heidnische-praxis-ii-die-crux-mit-den-begrifflichkeiten/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 01:11:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[begriffe]]></category>
		<category><![CDATA[definition]]></category>
		<category><![CDATA[heidentum]]></category>
		<category><![CDATA[heidnisch]]></category>
		<category><![CDATA[praxis]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[spiritualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riesenheim.net/?p=178</guid>
		<description><![CDATA[Ich habe ja ein Weilchen überlegt: Soll ich diese Serie umbenennen, angesichts der ganzen auch eher theoretischen Dinge, die mir dazu einfallen? Soll ich mich auf das Praktische konzentrieren? Dann entschied ich: Ich mache unter dem gewählten Titel weiter und fasse das Thema einfach relativ offen. Zum einen, weil Praxis für mich mehr ist ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ja ein Weilchen überlegt: Soll ich diese Serie umbenennen, angesichts der ganzen auch eher theoretischen Dinge, die mir dazu einfallen? Soll ich mich auf das Praktische konzentrieren? Dann entschied ich: Ich mache unter dem gewählten Titel weiter und fasse das Thema einfach relativ offen. Zum einen, weil Praxis für mich mehr ist als Ritualrezepte und Übungsanleitungen. Zum anderen, weil eben der Titel schon da ist und zum dritten, weil theoretische Erörterungen doch gelegentlich praktische Auswirkungen haben.
Darum fasse ich den Titel dieses Teils in eine ganz praktische Frage: <strong>In welchen Begriffen kann ich über das, was ich mache, reden</strong>?</p>

<p>Ein Beispiel: Wenn ich mit jemandem, der nicht in der heidnischen Landschaft bewandert ist, über Religion spreche, bezeichne ich mich als &#8220;Heidin&#8221;. Das führt manchmal zu Mißverständnissen, aber &#8220;Asatrú&#8221; versteht eben kaum jemand. Um ganz exakt zu sein, müßte ich sagen: &#8220;Ich bin eine Polytheistin, die sich vorrangig auf die nordische Mythologie, aber auch auf neo-schamanistische und animistische Konzepte stützt.&#8221; Eine ziemlich umständliche Erklärung, mal davon abgesehen &#8220;Neoschamanismus&#8221; und &#8220;Animismus&#8221; für viele eben zwar nach irgendwas Primitivem und Exotischem klingen, aber eben kaum jemand damit tatsächlich Inhalte verbinden kann.</p>

<p>Nehmen wir zum Beispiel <strong>&#8220;Heide/Heidin&#8221;</strong> und <strong>&#8220;Heidentum&#8221;</strong>. <span id="more-178"></span>Ursprünglich war das eine abwertende Bezeichnung für einen Menschen, der nicht Christ und auch nicht Jude ist, im Mittelalter wurden auch Muslime als &#8220;Heiden&#8221; bezeichnet; als &#8220;Heiden&#8221; bezeichnen sich manchmal auch Leute, die sich schlicht von etablierten Religionen distanzieren. Manche, die im Spektrum des Neuen Heidentums unterwegs sind, lehnen den Begriff des Heidentums eben wegen seiner pejorativen Bedeutung ab. Für mich hingegen ist er ein &#8220;Geusenwort&#8221; geworden, so ähnlich wie der Begriff &#8220;schwul&#8221; &#8211; eine ehemalige Beschimpfung hat sich zur stolzen und provokativen Selbstbezeichnung gewandelt. In diesem Sinne finde ich &#8220;heidnisch&#8221; sogar kraftvoller als &#8220;naturreligiös&#8221;.</p>

<p>Nehmen wir den Komplex <strong>Spiritualität/Religion</strong>:
Wie problematisch es ist, Asatrú als Religion zu verstehen, hat Martin in seinem Artikel &#8220;<a href="http://martinm.twoday.net/stories/4166612/">Die alten Germanen hatten keine Religion</a>&#8221; bereits beschrieben.
Religion, das konnotiert für mich auch: ein kodifizierter Satz von Glaubensinhalten, Verhaltensregeln und Institutionen. Und genau das gibt es für mich im Asatrú nicht.</p>

<p>Spiritualität wird im &#8220;Lexikon neureligiöser Gruppen, Szenen und Weltanschauungen&#8221; wie folgt beschrieben: Im christlichen Verständnis sei S. eigentlich eine lebenspraktische Haltung, etwa &#8220;eine akthafte und zuständliche (habituelle) Durchstimmtheit seines Lebens von seinen objektiven Letzteinsichten und Letztentscheidungen her&#8221;.<sup class='footnote'><a href='#fn-178-1' id='fnref-178-1'>1</a></sup> Im Sinne der &#8220;neuen Religiosität&#8221; sei S. ein inflationär verwendeter, unscharfer Begriff, der die &#8220;Suche nach Sinn und Ziel eines Daseins, das sich nicht in somatischen und physischen Abläufen erschöpft&#8221; sowie Selbstverwirklichung (und Sinnschöpfung?, d.Verf.) über das Materielle hinaus bedeute.<sup class='footnote'><a href='#fn-178-2' id='fnref-178-2'>2</a></sup>
Elisabeth Gräb-Schmidt beschreibt in der renommierten RGG Spiritualität folgendermaßen:</p>

<blockquote>Spiritualität insistiere &#8220;auf der lebensspendenden Kraft der Innerlichkeit, die sich in der Fähigkeit zeigt, nach Ursprung, Identität, Ziel und Bestimmung des Lebens zu fragen.&#8221; Spiritualität als &#8220;Ort in der Mitte des Lebens&#8221;, als &#8220;hermeneutisches Organisationszentrum des gesamten menschlichen Lebensdeutungsprozesses&#8221; und &#8220;innere Kraft zur Ganzerfassung des Lebens&#8221;. <sup class='footnote'><a href='#fn-178-3' id='fnref-178-3'>3</a></sup></blockquote>

<p>Bei <a href="http://martinm.twoday.net/">Martin</a> fand ich eine für mich recht brauchbare Definition von Spiritualität:</p>

<blockquote>Spiritualität sei die Fähigkeit zu Transzendenzerfahrungen, biologisch unterschiedlich stark veranlagt und kulturell ausprägbar. Unter Transzendenzerfahrung sind hierbei Erweiterungserfahrungen zu verstehen: Die Betreffenden erfahren sich als Teil eines &#8220;größeren Ganzen&#8221;, in dem &#8220;keine Grenzen mehr sind&#8221;, ja, &#8220;alles als Eines&#8221; erkannt werde. Etwas weniger anspruchsvoll: Spiritualität beschreibt das Verhalten zu &#8220;außeralltäglichen&#8221; Erfahrungen, wie Entgrenzungs- und Alleinheitserfahrungen, Visionen etc&#8230; <sup class='footnote'><a href='#fn-178-4' id='fnref-178-4'>4</a></sup></blockquote>

<p>Ich persönlich kann mit diesem Begriff von Spiritualität durchaus etwas anfangen. Und doch ist er mir <strong>in seiner allgemein üblichen Verwendung</strong> eigentlich zu luftig und allgemein, benennt das, was durchaus formalisiert ist, was sozial ist an meinem Bund mit Gött_innen und Geistern, nicht; &#8220;Spiritualität&#8221; klingt in meinen Ohren nach etwas sehr individuellem, eher nicht nach etwas Sozialem und Verbindlichem. Mein Asatrú ist nämlich durchaus ein Gruppending, eine Sache, die ich nicht so gut ganz alleine praktizieren kann.
Nach der Definition von Vaas/Blume wäre ich zugleich in einem gewissen Maße religiös, da ja &#8220;übernatürliche&#8221; Akteure in Gestalt von Geistern und Göttern eine recht zentrale Rolle für mich spielen. Aber religiös im Sinne von &#8220;ich benutze ein als gottgegeben angesehenes Regelwerk als Orientierungshilfe für mein Leben&#8221; bin ich nicht.</p>

<p>Oder nehmen wir &#8220;glauben&#8221;. Ich vermeide dieses Wort. Das mit meinen Hohen fing bei mir an zu funktionieren, als ich es als &#8220;Arbeitshypothese&#8221; anfing zu begreifen, die sich flugs als tragfähig erwies &#8211; eine Arbeitshypothese, ein &#8220;ich setze jetzt mal voraus, daß das so und so ist, und schaue mal, was ich daran nach ein paar Experimenten modifizieren muß oder ob ich es ganz über den Haufen schmeißen muß&#8221;, ist kaum etwas, das mit Glauben im landläufigen Sinn zusammenpaßt. 
Ganz davon abgesehen: &#8220;Glauben&#8221; klingt in meinen Ohren nach Überzeugung im Kopf, nach etwas, das ich als Faktum für wahr halten will. Reichlich intellektuell. Spiritualität ist jedoch für mich bei allem, was mein Kopf dabei auch zu tun hat, Herzens- und Bauchsache. Drama, Sinnlichkeit, Emotion: das darf nicht nur dabei sein, das sollte dabei sein. So viel ich außenrum denke und reflektiere und gestalte, im Ritual selbst dürfen andere Kapazitäten als meine <em>ratio</em> dominant sein.</p>

<p>Noch mehr Begriffe: die bereits angesprochene &#8220;Naturreligion&#8221; und &#8220;Naturspiritualität&#8221;. Der Begriff &#8220;Natur&#8221; wäre Stoff für ein erkenntniskritisches Essay; nur soviel: ich empfinde Asatrú nur beschränkt als &#8220;Naturreligion&#8221;. Zur &#8220;Natur&#8221; &#8211; verstanden als nicht-menschliche oder mehr-als-menschliche Umwelt &#8211; habe ich durchaus ein positives Verhältnis. Es rückt mich wieder gerade und füllt mein inneres Bildarchiv auf, wenn ich in Bergen und Wäldern unterwegs sein kann, ich mache gerne morgens auf dem Weg zur Arbeit einen winzigen Umweg, um ein, zwei Minuten unter meiner Lieblingseibe stehen zu bleiben. Doch ich sehe mein Asatrú nicht als &#8220;Naturreligion&#8221; im Sinne einer ursprünglichen, schon immer dem Menschen &#8220;von Natur aus&#8221; gegebenen Religiosität: ich beziehe mich da ja auf Mythologie, Überlieferung, ich stütze mich auch auf Wissenschaft (z.B., wenn es um die Runen geht). Und ich versuche, Kultur und Natur nicht als antagonistische Begriffe zu verstehen. Ich setze mich mit dem historischen Gewordensein auseinander. Selbst schamanistische Praktiken haben für mich, auch wenn Michael Harner ihnen nicht so unplausibel Universalität unterstellt, zumindest ein kulturelles Moment. Was mir auf meinen Reisen begegnet, kann ich durch Bedeutungsstrukturen, die immer schon kulturell sind, erst wahrnehmen &#8211; vom Deuten und Verstehen ganz zu schweigen.
Was in diesem Punkt möglicherweise die sog. &#8220;Naturreligionen&#8221; von den etablierten Religionen &#8211; zumindest den abrahamitischen &#8211; unterscheidet, ist ihr Naturbild: Natur erscheint modernen Heiden eben nicht mehr als etwas, das unterworfen werden muß, der Mensch ist nicht mehr die Krone der Schöpfung, sondern ist gleichberechtigt mit Bäumen, Tieren, Felsen, Seen und Wesen wie Elfen, Zwergen, Riesen und Landgeistern.</p>

<p>Ich habe vorerst keine Lösung für meine Begriffs-Schwierigkeiten: Was die meisten Leute verstehen, trifft meine Praxis nicht, und was sie genau beschreiben würde, ist unverständlich. Das ist nicht nur ein semiotisches Phänomen, sind doch die Konzepte selbst, um die es geht, vielen noch fremder als die Begrifflichkeiten. Darum werde ich weiter, in Ermangelung besserer Begriffe, von &#8220;heidnischer Spiritualität&#8221; sprechen &#8211; und mir hier und da, wenn ich denn jemanden vor mir habe, der die Erörterung auch hören will, die Zeit nehmen, eine Erläuterung abzugeben.</p>

<div class='footnotes'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-178-1'>Josef Weismayer, in: Josef Weismayer, Ferdinand Rauch, Artikel &#8220;Spiritualität&#8221;, in: Lexikon neureligiöser Gruppen, Szenen und Weltanschauungen : Orientierungen im religiösen Pluralismus / hrsg. von Harald Baer &#8230; &#8211; Freiburg im Breisgau (u.a.) : Herder, 2005, Sp. 1231-33 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178-1'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178-2'>Ferdinand Rauch, in: Josef Weismayer, Ferdinand Rauch, Artikel &#8220;Spiritualität&#8221;, in: Lexikon neureligiöser Gruppen, Szenen und Weltanschauungen : Orientierungen im religiösen Pluralismus / hrsg. von Harald Baer &#8230; &#8211; Freiburg im Breisgau (u.a.): Herder, 2005, Sp. 1231-33 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178-2'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178-3'>Elisabeth Gräb-Schmidt, Artikel &#8220;Spiritualität&#8221;, in: Religion in Geschichte und Gegenwart : Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. &#8211; 7. R-S / hrsg. von Hans Dieter Betz &#8230;. &#8211; 4., völlig neu bearb. Aufl., Tübingen 2004, Sp. 1593-4 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178-3'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-178-4'>Rüdiger Vaas, Michael Blume: Gott, Gene und Gehirn. Warum Glaube nützt. Die Evolution der Religiosität, Hirzel 2008, zitiert nach: MMs Senf, <a href="http://martinm.twoday.net/stories/6497382">Spiritualität (und Religiosität)</a>, Artikel vom 5.9.2010 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-178-4'>&#8617;</a></span></li></ol></div>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=178&amp;md5=4615c87cac989076f9e103e8c1ef847d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riesenheim.net/2010/09/heidnische-praxis-ii-die-crux-mit-den-begrifflichkeiten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gelesen: Urs Mattmann, Coming In. Spiritualität für Schwule und Lesben</title>
		<link>http://riesenheim.net/2010/08/gelesen-urs-mattmann-coming-in-spiritualitaet-fuer-schwule-und-lesben/</link>
		<comments>http://riesenheim.net/2010/08/gelesen-urs-mattmann-coming-in-spiritualitaet-fuer-schwule-und-lesben/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 15:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[christentum]]></category>
		<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[lesbisch]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[spiritualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riesenheim.net/?p=166</guid>
		<description><![CDATA[Religion, gerade in christlichen Ausprägungen, ist für viele Schwule und Lesben ein rotes Tuch. Vielen erscheint es als die einzige vernünftige Wahl, mit dem Coming Out alle Religiosität über Bord zu werfen und sich fortan einem diesseitig-hedonistischen Leben ohne spirituelle Dimension zu verschreiben. Abgesehen davon, daß das, wie Christian de la Huerta (sein Buch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Religion, gerade in christlichen Ausprägungen, ist für viele Schwule und Lesben ein rotes Tuch. Vielen erscheint es als die einzige vernünftige Wahl, mit dem Coming Out alle Religiosität über Bord zu werfen und sich fortan einem diesseitig-hedonistischen Leben ohne spirituelle Dimension zu verschreiben. Abgesehen davon, daß das, wie Christian de la Huerta (sein Buch wurde hier <a href="2008/10/christian-de-la-huerta-coming-out-spiritually-the-next-step/">bereits rezensiert</a>) es formuliert, bedeutet, das Kind mit dem Taufwasser auszuschütten, übersieht man in dieser Haltung leicht, daß viele christliche Geistliche mittlerweile keine theologische Rechtfertigung für Homophobie mehr sehen. 
Dies ist die Voraussetzung, auf der Urs Mattmann, selbst schwuler Geistlicher und Therapeut, seine &#8220;Spiritualität für Schwule und Lesben&#8221; aufbaut. Um die theologische Rechtfertigung geht es in seinem Buch nicht. Für Mattmann ist Homosexualität ein Potential, mit dem &#8220;besondere Berufungen, Qualitäten und Aufgaben für homosexuelle Menschen in ihrer Entfaltung und am Dienst an der Welt impliziert sind&#8221;. Ihm geht es um eine gelebte Spiritualität:</p>

<blockquote>In den Gottesdiensten der Lesbischen und Schwulen Basiskirche in Basel (LSBK), die ich seit Jahren mitgestalte und in den Seminaren und Retraitenwochen meines &#8220;Projektes&#8221; C-Queer &#8211; Schwule und Lesben in christlicher Spiritualität kommt mir von lesbischen Frauen und schwulen Männern eine Sehnsucht entgegen. Eine Sehnsucht von Menschen, die ihre Sexualität bejahen, eine relevante Form von Glauben suchen und einen spirituellen Weg gehen wollen. (S. 15)
</blockquote>

<p>In zwölf Kapiteln entfaltet sich ein Themenspektrum von Homosexualität als Potenzial über &#8220;Coming Out als Sakrament&#8221; und den Umgang mit spezifisch schwullesbischen Verletzungen (vor allem durch Homophobie), gelebte Sexualität bis hin zu &#8220;Coming In&#8221; (meditative oder mystische Selbstbegegnung, als Gelegenheit, dem &#8220;Höheren Selbst&#8221; Raum zu geben und dadurch Rollenzwänge und destruktive Lebensmuster loszulassen), zum &#8220;Christusweg für Schwule und Lesben&#8221; und zu Formen spiritueller Gemeinschaften (auch dieses Kapitel ist sehr christentums-spezifisch und so vielleicht noch für Anhänger_innen anderer etablierter Religionen brauchbar &#8211; wer seine Spiritualität außerhalb etablierter Strukturen lebt, wird selbst herausfinden müssen, welche Optionen es in puncto Gemeinschaft gibt). <span id="more-166"></span>Eine Adressen- und eine kommentierte Literaturliste runden das Buch ab. Es ist überdies als Arbeitsbuch angelegt, jedes Kapitel endet mit Fragen zur Reflexion, Übungen und Gebeten.</p>

<p>Mattmann schöpft in diesem sehr persönlichen Buch immer wieder aus seiner eigenen Erfahrung. Daß er auch vor dem Hintergrund seiner eigenen evangelikalen Kindheit sich mit der Problematik fundamentalistischer Gruppen auseinandergesetzt hat, läßt den Eindruck entstehen, daß er zumindest in den protestantischen Denominationen die Problematiken kennt. (Katholische Zustände werden leider kaum diskutiert.) Es scheint hier und da auch durch, daß die Schweizer Zustände, von denen Mattmann berichtet, sich von denen des deutschen Protestantismus merklich unterscheiden.</p>

<p><strong>Zur Kritik</strong>
Es geht in &#8220;Coming In&#8221; ausschließlich um sexuelle Orientierung. Die Differenzierung zwischen lesbischen und schwulen Erfahrungen wird kaum berücksichtigt, Fragen nach Geschlechtsidentität bzw. gender geraten ebenfalls kaum ins Blickfeld. &#8220;Queer&#8221; wird als Synonym für &#8220;lesbisch und schwul&#8221; verwendet, Bisexualität und trans* erfahren keine Würdigung. Beim Thema Beziehungen wird die christliche Werteperspektive überdeutlich; die  monogame Dauerbeziehung scheint ihm neben einem aus Berufung gelebten Zölibat leider die einzig heilige und auf Dauer gesunde Option zu sein.
Es stellt sich auch die Frage, ob der Ansatz &#8220;Homosexualität als Potenzial&#8221; nicht problematisch essentialistisch ist, d.h. Schwule und Lesben auf eine Wesenhaftigkeit festlegt, die so vielleicht gar nicht zutreffend ist. (Siehe dazu meine Kritik am Gedanken spezifischer sozialer und spiritueller Rollen für Lesben und Schwule.) Mir stellt sich an diesem Punkt die Frage, wie problematisch oder unproblematisch der Gedanke einer fluiden Sexualität &amp; Geschlechtsidentität mit unscharfen Grenzen für Mattmann wäre.</p>

<p>Für mich als heidnische Leserin war die eindeutig christliche Perspektive über weite Strecken recht schwer verdaulich, obwohl das Buch sich mit einiger &#8220;Übersetzungsarbeit&#8221; sicher auch jenseits des Christentums als Arbeitsbuch gebrauchen läßt.
Interessant scheint mir jedoch der Gedanke, Coming Out als Sakrament zu feiern, den ich für mich übersetze: Coming Out spirituell begleiten und rituell, als Übergang, zu feiern.</p>

<p><strong>Fazit</strong>
&#8220;Coming In&#8221; hat das Verdienst, im deutschsprachigen Raum ein Pionierwerk zu sein. Trotz der auf das Christentum eingeschränkten Perspektive ist es ein Arbeitsbuch, das gerade schwulen und lesbschen Einsteiger_innen auf dem Gebiet der Spiritualität hilfreich sein kann  &#8211; wenn man denn bereit ist, als Nicht-Christ_in eine gewisse &#8220;Übersetzungsarbeit&#8221; zu leisten. Bi- und transsexuelle Leser_innen könnten sich von der auf Schwule und Lesben fokussierten Perspektive und von der essentialistischen Sichtweise eher nicht angesprochen fühlen.</p>

<p><strong>Bibliographische Angaben</strong>
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3466366070?ie=UTF8&#038;tag=camilkutznsch-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3466366070">Coming In. Spiritualität für Schwule und Lesben</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=camilkutznsch-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3466366070" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> (Amazon-Partnerlink), Kösel 2002</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=166&amp;md5=54c79f38a508db53734c8e4c0a5aa15a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riesenheim.net/2010/08/gelesen-urs-mattmann-coming-in-spiritualitaet-fuer-schwule-und-lesben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Homosexualität vs. Religion vs. Spiritualität. Ein Rant</title>
		<link>http://riesenheim.net/2010/08/homosexualitaet-vs-religion-vs-spiritualitaet-ein-rant/</link>
		<comments>http://riesenheim.net/2010/08/homosexualitaet-vs-religion-vs-spiritualitaet-ein-rant/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Aug 2010 14:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[gemecker]]></category>
		<category><![CDATA[rant]]></category>
		<category><![CDATA[religion]]></category>
		<category><![CDATA[spiritualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riesenheim.net/?p=161</guid>
		<description><![CDATA["Wehe denen, die Frauen weihen wollen", titelte vor einiger Zeit die maedchenmannschaft. Für die, die nicht selbst dem Link folgen wollen: In dem Artikel ging es darum, daß der Vatikan nun den Versuch, Frauen zu katholischen Priesterinnen zu ordinieren, auf dieselbe Stufe wie sexualisierte Kindesmißhandlung stellt [1. von "Mißbrauch" zu reden, klingt für mich, ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<a href="http://maedchenmannschaft.net/wehe-denen-die-frauen-weihen-wollen/">Wehe denen, die Frauen weihen wollen</a>&#8220;, titelte vor einiger Zeit die <a href="http://maedchenmannschaft.net">maedchenmannschaft</a>. Für die, die nicht selbst dem Link folgen wollen: In dem Artikel ging es darum, daß der Vatikan nun den Versuch, Frauen zu katholischen Priesterinnen zu ordinieren, auf dieselbe Stufe wie sexualisierte Kindesmißhandlung stellt <sup class='footnote'><a href='#fn-161-1' id='fnref-161-1'>1</a></sup>, sowie um den Protest katholischer Frauen in England, die gerne auch Priesterinnen hätten.</p>

<p>Was hat das mit mir und mit dieser Seite zu schaffen? Primär nichts, aber es macht mich einmal mehr auf einige populäre Verwechslungen aufmerksam, die sehr viel mit meinem Thema zu tun haben.
Denn: wenn mal wieder Nachrichten durchs Netz schwirren, die entweder mit Frauen und Religion oder mit Homosexualität und Religion zu tun haben, dann steht die Religion meistens als Gegner da, dann sind es die Horte extrem konservativer Vorstellungen, die Religion gepachtet zu haben scheinen. Entsprechend dachte ich mir bei dieser Nachricht auch: &#8220;Schon wieder nur miese Nachrichten über Religion!&#8221;<span id="more-161"></span>In guter marxistischer Tradition, scheint mir, wird in den meisten linken, damit auch feministischen und queeren Zusammenhängen Religion, Spiritualität und überhaupt alles, was &#8220;transzendent&#8221; riecht, als antiemanzipatorisch, als Mittel zur Ruhigstellung von Menschen, die ansonsten vielleicht gegen das unerträgliche Diesseits aufbegehren würden, als Hort konservativer Vorstellungen abgelehnt. Und auch Schwule und Lesben scheinen ja zum großen Teil Religion als etwas, was ihnen nur &#8220;Schuld und Ausgrenzung beschert&#8221;<sup class='footnote'><a href='#fn-161-2' id='fnref-161-2'>2</a></sup>, für sich abzulehnen. Dabei wird jedoch gleichgesetzt: Spiritualität = Religion = Kirche. Drei total verschiedene Paar Schuhe!</p>

<p>Ein Teil der Misere ist von spiritueller Seite, was die Hexenszene angeht, wahrscheinlich auch hausgemacht. Ich teile in dieser Hinsicht Distels folgenden Eindruck:</p>

<blockquote>Mein Eindruck ist es, dass die moderne Hexenszene und die naturspirituelle Szene und die Frauenspiri-Szene insofern rückständig sind (und vielleicht auch schon vor Jahren den Anschluss an aktuelle feministische Diskussionen verloren haben), dass kaum irgendwo erkennbar ist, dass sich eine Gruppe mit dieser Frage [die Rede ist von uneindeutigen Geschlechtsidentitäten, Transidentität und <em>queer</em>] auseinandergesetzt hat. Es ist auch kaum zu verzeichnen, jedenfalls dort wo ich so mich umtue, dass in der Spiri-Frauen-Szene eine ähnliche Bereicherung durch vielfältigste Entwürfe und Politiken von Queer-Seite stattfand wie in der feministischen Ecke.

Vielleicht haben die dekonstruktiven Feministinnen, Queers und TransFrauen die spirituelle Frauenbewegung auch vor vielen Jahren schon als hoffnungslos antiquiert abgeschrieben und sind abgezogen zu neuen Orten, bzw. dort geblieben wo Allianzen möglich waren – und wir schmoren so unbemerkt im eigenen Saft, lesen die ollen Schinken von Heide Göttner-Abendroth und hängen uns wie in den 70er Jahren Göttinnenanhänger an den Hals und fühlen uns avantgardistisch. Während fortschrittlichere Kräfte ganz woanders sind.<sup class='footnote'><a href='#fn-161-3' id='fnref-161-3'>3</a></sup></blockquote>

<p>Was ich mir eigentlich wünsche, wäre:</p>

<ul>
<li>daß auch emanzipative Medien über positive Beispiele aus diesem Bereich mal berichten</li>
<li>daß autonom gelebte, selbst gestaltete Spiritualität überhaupt als Option wahrgenommen wird</li>
<li>daß Religion und Spiritualität nicht den Fundis und Vatikanen dieser Welt überlassen werden, aber auch nicht den kommerziellen Esoanbietern.</li>
</ul>

<p>Nur: Was tun? Außer beharrlich den Spagat zu wagen zwischen autonomer Spiritualität, dem Beharren auf einer Weltsicht, die mehr als das Klotzmaterialistische zuläßt, und dem kritischen Hinterfragen und einem freundschaftlichen Verhältnis zur Wissenschaft fällt mir wenig ein.</p>

<p>So, genug gemeckert.</p>

<div class='footnotes'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-161-1'>von &#8220;Mißbrauch&#8221; zu reden, klingt für mich, als gäbe es einen korrekten <em>Ge</em>brauch von Kindern <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-161-1'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-161-2'>“Ich glaube schon”, Siegessäule 12/2006, S. 13-21 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-161-2'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-161-3'><a href="http://www.wurzelwerk.at/thema/weibercraft37.php">Doppelherz – oder: Zweier Herrinnen Dienerin</a> <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-161-3'>&#8617;</a></span></li></ol></div>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riesenheim.net/2010/08/homosexualitaet-vs-religion-vs-spiritualitaet-ein-rant/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Call for Contributions: Queere Spiritualität abseits der etablierten Religionen</title>
		<link>http://riesenheim.net/2009/07/call-for-contributions-queere-spiritualitaet-abseits-der-etablierten-religionen/</link>
		<comments>http://riesenheim.net/2009/07/call-for-contributions-queere-spiritualitaet-abseits-der-etablierten-religionen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 08:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[bi]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[call for papers]]></category>
		<category><![CDATA[erfahrung]]></category>
		<category><![CDATA[lesbisch]]></category>
		<category><![CDATA[queer]]></category>
		<category><![CDATA[sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[sachtext]]></category>
		<category><![CDATA[schwul]]></category>
		<category><![CDATA[spiritualität]]></category>
		<category><![CDATA[transgender]]></category>
		<category><![CDATA[transsexuell]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riesenheim.net/?p=77</guid>
		<description><![CDATA[Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Vorhaben, ein Buch über/von/für queers auf naturspirituellen Wegen zu schreiben bzw. herauszubringen.

Warum? Ich habe den Eindruck, die öffentliche Debatte in der queeren Community über Religion/Spiritualität ist dominiert a) überhaupt von den etablierten Religionen, b) besonders seit 9/11 vom Reden über Diskriminierung und (nicht nur islamischen) ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Vorhaben, ein Buch über/von/für queers auf naturspirituellen Wegen zu schreiben bzw. herauszubringen.</p>

<p>Warum? Ich habe den Eindruck, die öffentliche Debatte in der queeren Community über Religion/Spiritualität ist dominiert a) überhaupt von den etablierten Religionen, b) besonders seit 9/11 vom Reden über Diskriminierung und (nicht nur islamischen) Fundamentalismus und c) besonders im Fall von Christentum, Islam und Judentum von Apologetik, d.h. von einer theologischen Rechtfertigung der Homosexualität (auch wenn einzelne christliche Autoren<sup class='footnote'><a href='#fn-77-1' id='fnref-77-1'>1</a></sup> diese Verengung kritisieren). Die Option, Spiritualität selbst zu gestalten, sowie alternative spirituelle Wege werden kaum wahrgenommen, und für viele queers scheint die einzig praktikable Haltung zu sein, Religion &#8211; und in einer weitverbreiteten Verwechslung auch alles Spirituelle &#8211; abzulehnen, um Ausgrenzung oder moralischem Abqualifiziertwerden zu entgehen.<sup class='footnote'><a href='#fn-77-2' id='fnref-77-2'>2</a></sup> Dabei beschreiben mehrere Autoren auch eine tiefe Sehnsucht von Lesben und Schwulen nach einer gelebten Spiritualität.</p>

<p>In den Bereichen der alternativen Spiritualität, sollte man meinen, ist es behaglicher für Schwule und Lesben. Doch hier herrschen oft genauso heteronorme Bilder, feministische Positionen wie die von Starhawk oder Luisa Francia erscheinen nicht mehr so salonfähig, wie sie in den 80ern vielleicht einmal waren. Zwar werden Lesben und Schwule weitgehend akzeptiert, doch mir ist auch der Fall bekannt, daß eine Frau mit transsexueller Vergangenheit aus einer dianischen Gemeinschaft ausgeschlossen wurde.
Zudem: zwischen &#8220;ich werde nicht verteufelt&#8221; und &#8220;meine Spiritualität bzw. meine spirituelle Gemeinschaft wird mir in vollem Umfang gerecht&#8221; (indem z.B. nicht auf heteronormativen Symbolen bestanden wird oder indem meine queeren Bedürfnisse ganz selbstverständlich genauso im Zentrum ritueller Aufmerksamkeit stehen dürfen wie heterosexuelle) liegen Welten. Gerade im naturspirituellen Bereich, scheint mir, heißen zwei markante, aber bei weitem nicht die einzigen Fallen Biologismus und naiver Naturbegriff.</p>

<p>Ich möchte zeigen, wie spirituelle Wege abseits der etablierten Religionen aussehen können, die queers gerecht werden. Da ich mich nicht auf zu fremdes Terrain begeben mag UND da ich denke, daß sonst leicht ein mehrbändiger Wälzer daraus würde, begrenze ich die Thematik auf den naturspirituellen Bereich.</p>

<p>Ich habe mich dazu entschlossen, dieses Buch nicht als Monographie zu gestalten. Denn: ich möchte darauf hinweisen, daß es viele verschiedene &#8220;richtige&#8221; Wege gibt. Jede/r muß, denke ich, seinen/ihren Weg selbst
finden. <strong>Doch Bücher können, neben der Begegnung mit anderen Menschen, Internetseiten etc. wichtige Landkarten und Kompasse sein.</strong> Und um dieser Vielfalt der Wege gerecht zu werden, möchte ich viele verschiedene Stimmen zu Wort kommen lassen, alte und junge, schwule, bi- und transsexuelle, lesbische, SMer oder total vanille, Single oder in Langzeitbeziehung lebend, schon lange auf einem Pfad unterwegs oder erst seit kurzer Zeit in diese Richtung schnuppernd, solitary oder einer Gemeinschaft zugehörig, und vor allem der verschiedensten naturspirituellen Prägungen.</p>

<p><strong>So, und nun der Aufruf:</strong> 
Ich suche Menschen, die sich als queer und naturspirituell bzw. naturreligiös (Hexe/HeidIn/SchamanIn/freifliegend&#8230; etc.) definieren und Lust haben, einen Beitrag zu einem solchen Buch zu schreiben. Ich denke zuerstmal an non-fiction-Beiträge zwischen 5 und 20 Seiten Länge (wenn man eine Normseite von 2100 Zeichen zugrunde legt, wären das zwischen 10200 und 42000 Zeichen inkl. Leerzeichen und Absatzmarken). Inhaltlich lasse ich Euch freie Hand, falls notwendig, habe ich einen kleinen Fragenkatalog zur Anregung (den gibt es auf Wunsch per e-mail). Wichtig ist mir nur, daß der Beitrag erkennbar mit dem Feld &#8220;Naturspiritualität/Naturreligion und/vs. queer&#8221; zu tun hat.</p>

<p>Eine einzige Einschränkung: Ich behalte mir vor, im Zweifelsfall nein zu einem Beitrag zu sagen &#8211; z.B. wenn die üblichen Verdächtigen (Nationalismus, Rassismus, Sexismus, angebräunter Kram) drin enthalten sind.</p>

<p><strong>Was gibt&#8217;s dafür?</strong>
Meine ewige Dankbarkeit und &#8211; je nach Resonanz &#8211; Ruhm und Anerkennung <img src='http://riesenheim.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich habe noch nicht entschieden, wie, bei welchem Verlag oder Print-on-Demand-Service das Buch veröffentlicht wird. Dementsprechend kann ich auch noch nichts zu sonstigen Modalitäten sagen.</p>

<p>Wer Lust hat beizutragen, möge sich bitte bis <del datetime="2009-08-10T15:54:00+00:00">zum 15. August 2009</del> Samhain (31.10.2009) bei mir (Kontakt siehe Impressum) melden. Toll wäre, wenn die Beiträge bis <del datetime="2009-08-10T15:54:00+00:00">Samhain (31.10.09)</del> Ende des Jahres, spätestens aber zu Imbolc 2010 in Sack und Tüten wären!</p>

<p>Ich bin dankbar, wenn Ihr diesen Aufruf <strong>weiterverbreitet</strong>, bitte dann immer <strong>mit einem Link hierher</strong>.</p>

<div class='footnotes'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-77-1'>z.B. Urs Mattmann, Coming In: Spiritualität für Schwule und Lesben, München (Kösel) 2002 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-77-1'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-77-2'>vgl. Christian de la Huerta: Coming Out Spiritually: The Next Step. Tarcher, 1999, S. 5/6, sowie Jörg Wellenkötter/Barbara Dietl; “Mein genialer Lehrer Buddha.” Siegessäule 2006/12, S. 14-16 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-77-2'>&#8617;</a></span></li></ol></div>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riesenheim.net/2009/07/call-for-contributions-queere-spiritualitaet-abseits-der-etablierten-religionen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gelesen: Luisa Francia, Der Rest Deines Lebens beginnt JETZT</title>
		<link>http://riesenheim.net/2009/06/gelesen-luisa-francia-der-rest-deines-lebens-beginnt-jetzt/</link>
		<comments>http://riesenheim.net/2009/06/gelesen-luisa-francia-der-rest-deines-lebens-beginnt-jetzt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Jun 2009 22:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Luisa Francia]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
		<category><![CDATA[ritual]]></category>
		<category><![CDATA[spiritualität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://riesenheim.net/2009/06/gelesen-luisa-francia-der-rest-deines-lebens-beginnt-jetzt/</guid>
		<description><![CDATA[Dieses Buch habe ich vor gut zwei Jahren gelesen und hole es immer noch gerne aus dem Regal, vor allem, wenn mal wieder ein Ritual zu gestalten ist und ich Inspiration suche.

"Der Rest Deines Lebens beginnt JETZT" ist eine Aufforderung, alles in Frage zu stellen, aus einer anderen Perspektive zu sehen und Skepsis in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Buch habe ich vor gut zwei Jahren gelesen und hole es immer noch gerne aus dem Regal, vor allem, wenn mal wieder ein Ritual zu gestalten ist und ich Inspiration suche.</p>

<p>&#8220;Der Rest Deines Lebens beginnt JETZT&#8221; ist eine Aufforderung, alles in Frage zu stellen, aus einer anderen Perspektive zu sehen und Skepsis in Freiheit zu wandeln, wie man sie von Luisa Francia schon gut kennt. Insofern also eigentlich nichts Neues; Francias Perspektive ist zudem die einer weißen, heterosexuellen deutschen Frau, die in den Siebzigern und Achtzigern die Frauenbewegung und die Bewegung der Neuen Hexen mitgeprägt und -getragen hat. Die Sicht z.B. von Lesben, von anderen Generationen und anderen Lebensentwürfen kommt nicht vor und für mich erfordert das immer wieder Übersetzungsarbeit oder auch Distanz.
Dieser &#8220;Aufguß&#8221; glänzt allerdings dadurch, daß immer wieder ihre Reiseerfahrungen einfließen, eine eurozentristische Sicht dadurch vermieden wird, daß immer wieder Erfahrungen aus Indien, Afrika, Tibet einfließen. Und wie üblich sucht mensch esoterisches Geseier vollkommen vergebens: pragmatisch und lustvoll geht es zu in der Magie, die Francia beschreibt, eine sinnliche, irdische Magie, die an nichts glauben muß und jeder strebsamen Logik der Höherentwicklung, Disziplin und Dominanz ein Schnippchen schlägt.</p>

<p>Die &#8220;eigentlichen&#8221; Ritualanleitungen (denn uneigentlich gehören die Kapitel, die ihnen vorangehen, dazu) sind sehr kurz, selten länger als eine Seite. Doch im Unterschied zu den Tanzritualen in &#8220;Mond Tanz Magie&#8221; ist gerade das ihre Stärke, sie sind weniger komplex, fordern weniger eine Gruppe, die längerfristig gemeinsam arbeitet, sind &#8211; obwohl dann und wann einmal Helferwesen gerufen werden &#8211; hochgradig skeptikertauglich. Zugleich (so ist meine Einschätzung) können sie durchaus abendfüllend sein. Einige Rituale sind für Gruppen entworfen, andere sollen ausdrücklich allein durchgeführt werden.
Obwohl Francias Perspektive radikal gynozentrisch ist, sind die Rituale auch für Männer geeignet. Wer ausführliche &#8220;Ritualrezepte&#8221; oder das nächste Handwerksbuch für Junghexen sucht, ist mit diesem Buch falsch, wer jedoch bereit ist, sich auf ihr Durcheinanderschütteln der üblichen Phrasen und eine Magie einzulassen, die in dem steckt, wie wir die Welt tagtäglich sehen, der ist mit diesem Buch gut bedient.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://riesenheim.net/2009/06/gelesen-luisa-francia-der-rest-deines-lebens-beginnt-jetzt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

