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	<title>riesenheim&#187; transgender</title>
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		<title>Eine Randbemerkung zum Ausschluß von Transfrauen</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2011 09:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um gender und Sexualität(en), insbesondere transgender, scheint in der amerikanischen Heidenszene gerade eine größere Debatte entbrannt zu sein. Anlaß ist der Ausschluß von Transfrauen von einem Ritual auf der PantheaCon diesen Februar, die sogar im britischen Guardian kommentiert wurde. In dieser Angelegenheit und speziell im Guardian-Kommentar steckt, auch wenn dessen Titel (&#8220;Why won&#8217;t pagans accept [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um gender und Sexualität(en), insbesondere transgender, scheint in der amerikanischen Heidenszene gerade eine <a href="http://wildhunt.org/blog/2011/03/update-gender-transgender-religious-rites-and-inclusion.html">größere Debatte</a> entbrannt zu sein. Anlaß ist der Ausschluß von Transfrauen von einem Ritual auf der <a href="http://pantheacon.com/">PantheaCon</a> diesen Februar, die sogar im britischen Guardian <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/belief/2011/mar/08/pagans-trans-women-religions">kommentiert</a> wurde.
In dieser Angelegenheit und speziell im Guardian-Kommentar steckt, auch wenn dessen Titel (&#8220;Why won&#8217;t pagans accept trans women&#8221;) in seiner Allgemeinheit sicher nicht korrekt ist, für mich Denkmaterial.
<strong>Erstens:</strong> Dianic Wicca nach Z. Budapest ist nur eine kleine Teilmenge des in sich unglaublich inhomogenen Hexentums und dieses wiederum nur ein Bereich der heidnischen Landschaft. Wenn ich mir die Wogen ansehe, die das im amerikanischen heidnischen Internet schlägt, scheint die Debatte trotzdem überfällig zu sein. <span id="more-293"></span>
<strong>Zweitens:</strong> Ich finde es ein wenig fragwürdig, ein säkulares Gedenken wie den <a href="http://tdor.wordpress.com/">Transgender Day of Rememberance</a> und dianische Rituale direkt zu vergleichen.
Und <strong>drittens:</strong> fremd-definiert und auf eine angeblich eigene Tradition verwiesen zu werden, kann verdammt weh tun. Das Argument &#8220;Ja, ihr habt doch eigene Traditionen&#8221; tut weh, wenn es gegenüber so einer kleinen Menge geäußert wird. Da wird die trans<em>-Person fremd-definiert und ihre Selbstdefinition nicht geachtet. Dann kommt dazu: die Gruppe dianischer Hexen ist vielleicht nicht groß &#8211; garantiert aber größer als die der Transfrauen, die sich als Hexen definieren. Was ist, wenn exakt diese trans</em>person mit anderen aus der ihr zugewiesenen Gruppe &#8220;nicht kann&#8221;, wenn das trans-sein nicht als &#8220;Kleinster gemeinsamer Nenner&#8221; funktioniert? Was ist, wenn sie, vorausgesetzt, sie will das überhaupt, in ihrem Umfeld keine spirituell interessierten Transleute findet, wenn es also keine Leute der ihr zugewiesenen Gruppe in ihrem Umfeld gibt? Und zum Schluß resultiert daraus die Frage: Was wird da als relevantes Identitätsmerkmal konstruiert? Warum, wie, geht das nicht auch anders und für alle Beteiligten netter? Fragen über Fragen.
Für mich wäre es wünschenswert, daß auch in der deutschsprachigen heidnischen Landschaft über gender und queer, über Privilegien und Normen geredet wird und mehr Wege entstehen, die auch für die gangbar sind, die an genügend anderen Orten nicht dazugehören dürfen. Und das ist beileibe nicht nur die Aufgabe von uns queers.</p>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=293&amp;md5=9358fb715135c7b139e2ed9c4f4e8b47" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Call for Contributions: Queere Spiritualität abseits der etablierten Religionen</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 08:05:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Vorhaben, ein Buch über/von/für queers auf naturspirituellen Wegen zu schreiben bzw. herauszubringen. Warum? Ich habe den Eindruck, die öffentliche Debatte in der queeren Community über Religion/Spiritualität ist dominiert a) überhaupt von den etablierten Religionen, b) besonders seit 9/11 vom Reden über Diskriminierung und (nicht nur islamischen) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich trage mich schon seit einiger Zeit mit dem Vorhaben, ein Buch über/von/für queers auf naturspirituellen Wegen zu schreiben bzw. herauszubringen.</p>

<p>Warum? Ich habe den Eindruck, die öffentliche Debatte in der queeren Community über Religion/Spiritualität ist dominiert a) überhaupt von den etablierten Religionen, b) besonders seit 9/11 vom Reden über Diskriminierung und (nicht nur islamischen) Fundamentalismus und c) besonders im Fall von Christentum, Islam und Judentum von Apologetik, d.h. von einer theologischen Rechtfertigung der Homosexualität (auch wenn einzelne christliche Autoren<sup class='footnote'><a href='#fn-77-1' id='fnref-77-1'>1</a></sup> diese Verengung kritisieren). Die Option, Spiritualität selbst zu gestalten, sowie alternative spirituelle Wege werden kaum wahrgenommen, und für viele queers scheint die einzig praktikable Haltung zu sein, Religion &#8211; und in einer weitverbreiteten Verwechslung auch alles Spirituelle &#8211; abzulehnen, um Ausgrenzung oder moralischem Abqualifiziertwerden zu entgehen.<sup class='footnote'><a href='#fn-77-2' id='fnref-77-2'>2</a></sup> Dabei beschreiben mehrere Autoren auch eine tiefe Sehnsucht von Lesben und Schwulen nach einer gelebten Spiritualität.</p>

<p>In den Bereichen der alternativen Spiritualität, sollte man meinen, ist es behaglicher für Schwule und Lesben. Doch hier herrschen oft genauso heteronorme Bilder, feministische Positionen wie die von Starhawk oder Luisa Francia erscheinen nicht mehr so salonfähig, wie sie in den 80ern vielleicht einmal waren. Zwar werden Lesben und Schwule weitgehend akzeptiert, doch mir ist auch der Fall bekannt, daß eine Frau mit transsexueller Vergangenheit aus einer dianischen Gemeinschaft ausgeschlossen wurde.
Zudem: zwischen &#8220;ich werde nicht verteufelt&#8221; und &#8220;meine Spiritualität bzw. meine spirituelle Gemeinschaft wird mir in vollem Umfang gerecht&#8221; (indem z.B. nicht auf heteronormativen Symbolen bestanden wird oder indem meine queeren Bedürfnisse ganz selbstverständlich genauso im Zentrum ritueller Aufmerksamkeit stehen dürfen wie heterosexuelle) liegen Welten. Gerade im naturspirituellen Bereich, scheint mir, heißen zwei markante, aber bei weitem nicht die einzigen Fallen Biologismus und naiver Naturbegriff.</p>

<p>Ich möchte zeigen, wie spirituelle Wege abseits der etablierten Religionen aussehen können, die queers gerecht werden. Da ich mich nicht auf zu fremdes Terrain begeben mag UND da ich denke, daß sonst leicht ein mehrbändiger Wälzer daraus würde, begrenze ich die Thematik auf den naturspirituellen Bereich.</p>

<p>Ich habe mich dazu entschlossen, dieses Buch nicht als Monographie zu gestalten. Denn: ich möchte darauf hinweisen, daß es viele verschiedene &#8220;richtige&#8221; Wege gibt. Jede/r muß, denke ich, seinen/ihren Weg selbst
finden. <strong>Doch Bücher können, neben der Begegnung mit anderen Menschen, Internetseiten etc. wichtige Landkarten und Kompasse sein.</strong> Und um dieser Vielfalt der Wege gerecht zu werden, möchte ich viele verschiedene Stimmen zu Wort kommen lassen, alte und junge, schwule, bi- und transsexuelle, lesbische, SMer oder total vanille, Single oder in Langzeitbeziehung lebend, schon lange auf einem Pfad unterwegs oder erst seit kurzer Zeit in diese Richtung schnuppernd, solitary oder einer Gemeinschaft zugehörig, und vor allem der verschiedensten naturspirituellen Prägungen.</p>

<p><strong>So, und nun der Aufruf:</strong> 
Ich suche Menschen, die sich als queer und naturspirituell bzw. naturreligiös (Hexe/HeidIn/SchamanIn/freifliegend&#8230; etc.) definieren und Lust haben, einen Beitrag zu einem solchen Buch zu schreiben. Ich denke zuerstmal an non-fiction-Beiträge zwischen 5 und 20 Seiten Länge (wenn man eine Normseite von 2100 Zeichen zugrunde legt, wären das zwischen 10200 und 42000 Zeichen inkl. Leerzeichen und Absatzmarken). Inhaltlich lasse ich Euch freie Hand, falls notwendig, habe ich einen kleinen Fragenkatalog zur Anregung (den gibt es auf Wunsch per e-mail). Wichtig ist mir nur, daß der Beitrag erkennbar mit dem Feld &#8220;Naturspiritualität/Naturreligion und/vs. queer&#8221; zu tun hat.</p>

<p>Eine einzige Einschränkung: Ich behalte mir vor, im Zweifelsfall nein zu einem Beitrag zu sagen &#8211; z.B. wenn die üblichen Verdächtigen (Nationalismus, Rassismus, Sexismus, angebräunter Kram) drin enthalten sind.</p>

<p><strong>Was gibt&#8217;s dafür?</strong>
Meine ewige Dankbarkeit und &#8211; je nach Resonanz &#8211; Ruhm und Anerkennung <img src='http://riesenheim.net/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich habe noch nicht entschieden, wie, bei welchem Verlag oder Print-on-Demand-Service das Buch veröffentlicht wird. Dementsprechend kann ich auch noch nichts zu sonstigen Modalitäten sagen.</p>

<p>Wer Lust hat beizutragen, möge sich bitte bis <del datetime="2009-08-10T15:54:00+00:00">zum 15. August 2009</del> Samhain (31.10.2009) bei mir (Kontakt siehe Impressum) melden. Toll wäre, wenn die Beiträge bis <del datetime="2009-08-10T15:54:00+00:00">Samhain (31.10.09)</del> Ende des Jahres, spätestens aber zu Imbolc 2010 in Sack und Tüten wären!</p>

<p>Ich bin dankbar, wenn Ihr diesen Aufruf <strong>weiterverbreitet</strong>, bitte dann immer <strong>mit einem Link hierher</strong>.</p>

<div class='footnotes'><div class='footnotedivider'></div><ol><li id='fn-77-1'>z.B. Urs Mattmann, Coming In: Spiritualität für Schwule und Lesben, München (Kösel) 2002 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-77-1'>&#8617;</a></span></li><li id='fn-77-2'>vgl. Christian de la Huerta: Coming Out Spiritually: The Next Step. Tarcher, 1999, S. 5/6, sowie Jörg Wellenkötter/Barbara Dietl; “Mein genialer Lehrer Buddha.” Siegessäule 2006/12, S. 14-16 <span class='footnotereverse'><a href='#fnref-77-2'>&#8617;</a></span></li></ol></div>
 <p><a href="http://riesenheim.net/?flattrss_redirect&amp;id=77&amp;md5=cc3283958392ed5c88dee3a1e2b2d993" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://riesenheim.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Raven Kaldera: Hermaphrodeities. The transgender spirituality workbook</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Oct 2008 19:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Philadelphia Pa.: Xlibris Corp., 2001; ISBN: 1401027199 &#8220;Hermaphrodeities&#8221; ist eins der ganz seltenen Bücher zum Thema &#8220;transgender und Spiritualität&#8221;. Über transgender, nicht schwullesbische Fragen; daß das zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe sind, stellt gleich das Vorwort klar. Es ist ein Buch vor allem für Menschen zwischen den Geschlechtern, aber auch wer sich eindeutig als männlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Philadelphia Pa.: Xlibris Corp., 2001; ISBN: 1401027199</p>

<p>&#8220;Hermaphrodeities&#8221; ist eins der ganz seltenen Bücher zum Thema &#8220;transgender und Spiritualität&#8221;. Über transgender, nicht schwullesbische Fragen; daß das zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe sind, stellt gleich das Vorwort klar. Es ist ein Buch vor allem für Menschen zwischen den Geschlechtern, aber auch wer sich eindeutig als männlich oder weiblich einordnet, kann daraus was mitnehmen.</p>

<p>Dieses Buch macht klar, daß es so viele Wege gibt, die althergebrachte männlich-weiblich-Dichotomie zu überschreiten, und so viele Arten, in denen sich Spiritualität, Geschlecht und Sexualität gegenseitig beeinflussen, daß es unmöglich ist, sie zu kategorisieren.<span id="more-36"></span></p>

<p>Kaldera stellt ein buntes Kaleidoskop von Mythen von den amerikanischen Ureinwohnern, aus Indien, von den Yoruba, aus der römischen und griechischen Mythologie zusammen, und entkräftet damit ganz beiläufig die Behauptung, Transsexualität sei ein modernes Phänomen. Die Mythologie wird ergänzt durch tonnenweise Anregungen für Diskussionsfragen, Kontemplation, Imagination, politische/soziale Arbeit und – last not least – Rituale. Einige der vorgeschlagenen Rituale und Aktivitäten brauchen ganz schön Mut und sind gut geeignet, liebgewonnene Ansichten über Geschlecht(er) und Sexualität durchzuschütteln; einige drehen sich um generelle Fragen von Geschlecht und Sexualität, während andere (z.B. Übergangsrituale) spezifisch für transgenders sind.</p>

<p>Es geht um so verschiedene Themen wie Intersexualität, den Übergang von männlich zu weiblich und umgekehrt, Crossdressing, Umgang mit dem Patriarchat, Heilung, community und Illusionen. Zu jedem Kapitel gehört ein Interview mit einem oder mehreren Menschen verschiedenen Geschlechts/verschiedener Sexualität und spiritueller Ausrichtung – eine wunderbare Demonstration der Vielfalt dessen, was zwischen männlich und weiblich alles lebt.</p>

<p>Spirituell liegt das Schwergewicht auf heidnischen Überzeugungen, aber ohne eine bestimmte heidnische Richtung zu bevorzugen.</p>

<p>“Hermaphrodeities” ist kein transgender-Coming Out-Buch und keine Einführung ins Heidentum. Um voll von diesem Buch zu profitieren, sollte man sich mit den Grundbegriffen von beidem schon etwas auskennen.</p>

<p>Die vorgestellten Rituale sind zum größeren Teil für Gruppen, die am besten sehr open minded sein sollten, nicht für Menschen, die allein arbeiten; die Diskussionsfragen setzen voraus, daß es überhaupt erstmal jemanden gibt, mit dem man sowohl transgender- als auch spirituelle Themen besprechen kann und möchte. Die Vorschläge für “outer world”, d.h. im weiteren Sinn politische Aktivitäten, sind bisweilen sehr spezifisch US-amerikanisch, in Europa muß, wer in dieser Hinsicht aktiv werden möchte, sich wohl auf ganz andere Bedingungen einstellen und eigene Ideen entwickeln.</p>

<p>Zusammenfassend: Ein interessantes und inspirierendes Buch, von dem eine deutsche Übersetzung ganz dringend zu wünschen wäre.</p>
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