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	<title>riesenheim&#187; vernetzung</title>
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		<title>Manifest f&#252;r ein Netzwerk queerer Heiden und Hexen</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 20:14:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thursa</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieser Text entstand im Herbst 2007 als erkl&#228;render Text f&#252;r das Regenbogenhain-Wiki. Ich hoffe, Ihr verzeiht mir meinen akademischen Ton, aber anders wollte das damals nicht auf den Datentr&#228;ger flie&#223;en. Religion scheint oft ein Hort von konservativen, queer-feindlichen Anschauungen zu sein, wenn man das &#246;ffentliche Bild betrachtet. Auch in der Szene der alternativen Spiritualit&#228;t ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dieser Text entstand im Herbst 2007 als erkl&#228;render Text f&#252;r das <a href="http://regenbogenhain.midgardr.net/Hauptseite" target="_blank">Regenbogenhain-Wiki.</a> Ich hoffe, Ihr verzeiht mir meinen akademischen Ton, aber anders wollte das damals nicht auf den Datentr&#228;ger flie&#223;en.</em></p>
<p><em></em>Religion scheint oft ein Hort von konservativen, queer-feindlichen Anschauungen zu sein, wenn man das &#246;ffentliche Bild betrachtet. Auch in der Szene der alternativen Spiritualit&#228;t ist die Heteronorm &#8211; wenn auch scheinbar subtiler &#8211; omnipr&#228;sent, es herrschen oft vollkommen unreflektierte essentialistische Anschauungen &#252;ber Geschlechter und Sexualit&#228;ten. D.h. es wird oft davon ausgegangen, da&#223; es nur zwei vollkommen klar abgegrenzte Geschlechter gibt, da&#223; M&#228;nner und Frauen von Natur aus verschieden und in einer Weise komplement&#228;r sind, die eine gleichgeschlechtliche Beziehung als etwas Defizit&#228;res, ja Krankhaftes erscheinen l&#228;&#223;t.<span id="more-19"></span> LGBTQs/queeres Leben werden nicht in der Praxis gespiegelt; auch wenn sie willkommengehei&#223;en werden, bleibt es oft beim &#8220;ja, ist ok&#8221;, aber es wird nichts getan, um queers auch in der spirituellen Praxis sichtbar zu machen und ihre Lebensweisen in den Bereich des Heiligen aufzunehmen. Wir stellen einen einen ganz eklatanten Mangel an spirituellem Angebot f&#252;r Schwule und Lesben au&#223;erhalb der gro&#223;en Religionen fest, und transgenders kommen im Denken der meisten Autoren &#252;berhaupt nicht vor.</p>
<h2>Unser Vorhaben: Sichtbarkeit und Integration!</h2>
<p>Diese generelle Abwesenheit von Angeboten (Internetseiten, B&#252;cher, Gruppen&#8230;) f&#252;r queere Heiden und Hexen vermittelt den Eindruck, da&#223; ein eigener Raum f&#252;r queere Spiritualit&#228;t auch im Heidnischen dringend n&#246;tig ist. Auch wenn es unser Traum ist, da&#223; queeres Leben so selbstverst&#228;ndlich wird, da&#223; man es gar nicht mehr extra benennen, geschweige denn extra R&#228;ume daf&#252;r haben mu&#223;: der Weg dahin ist noch lang und auf dem Weg dahin w&#252;nschen wir uns Vernetzung, die es m&#246;glich macht, unsere anderen Lebensweisen erstmal sichtbar zu machen. Sichtbarkeit ist n&#246;tig: Wir denken, da&#223; ein Sprung von Unterdr&#252;ckung, Ausgrenzung und Totschweigen von Queerem und Weiblichem zum &#8220;Geschlecht und sexuelle Orientierung sind total irrelevant&#8221; unm&#246;glich ist. Denn wenn man auf dem jetzigen Stand des Diskurses Geschlecht, sexuelle Orientierung,&#8230; f&#252;r irrelevant erkl&#228;rt, l&#228;uft man Gefahr, das vorher Unterdr&#252;ckte ebenfalls wieder unter den Tisch fallen zu lassen. Deshalb halte ich es f&#252;r so wichtig, das, was jenseits der wei&#223;en, m&#228;nnlichen Heteronorm liegt, sichtbar, f&#252;hlbar, lebbar zu machen und es ganz bewu&#223;t zu integrieren.</p>
<p>Queere ChristInnen, J&#252;dInnen, Muslime/Muslimas und BuddhistInnen gr&#252;nden ganz selbstverst&#228;ndlich ihre eigenen Netzwerke, weil sie im religi&#246;sen Mainstream auf Intoleranz sto&#223;en. Wir HeidInnen sind in der gl&#252;cklichen Lage, da&#223; der heidnische Mainstream offener f&#252;r Queeres ist. Das macht unseres Erachtens eine Vernetzung nicht unn&#246;tig. Austausch und Wissenssammlung erm&#246;glichen uns, so hoffen wir, uns selbstbewu&#223;t in den heidnischen Mainstream einzubringen, selbstbewu&#223;t Fragen an ihn zu stellen und gemeinsam darauf hinzuarbeiten, da&#223; Queeres ganz selbstverst&#228;ndlich Teil heidnischer Riten, hexischer Magie und alternativer Spiritualit&#228;t wird, da&#223; schlie&#223;lich Sonderr&#228;ume f&#252;r queers nicht mehr notwendig sind.</p>
<h2>Was tun &#8211; ganz praktisch?</h2>
<p>Wir wollen ein Netzwerk spinnen. Ein Netzwerk von LGBTQs und &#8220;queer-freundlichen&#8221; Heteros, von Individuen und Organisationen. Wir wollen Links und Buchempfehlungen sammeln, aber auch Ans&#228;tze entwickeln, wie wir Queeres in heidnische Rituale einbringen k&#246;nnen, wie queere Rituale aussehen k&#246;nnten. Wir wollen einen uns ad&#228;quaten Ausdruck finden f&#252;r die Vielfalt des G&#246;ttlichen oder seine Einheit, die alle Gegens&#228;tze aufhebt.</p>
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