… so fühl ich mich gerade…
Scheiß Vergangenheit, warum kriege ich dich nicht auseinandersortiert, so daß ich dich verstehe und mein Verhalten ändern kann? Warum muß mein Begehren, das kapriziöse wilde Tier, sich so vollkommen abseits von sauberen Kategorien bewegen, so unbeschreiblich sein, warum mußte es immer auf die anspringen, bei denen ich es als vollkommen unmöglich und hoffnungslos erlebte, sie zu gewinnen? Und wann habe ich angefangen, mich selbst zu zensieren?
sag was! [1]
Ich trag mich ja schon eine ganze Weile mit dem Gedanken, die Hauptseite von riesenheim.net und dieses Blog zusammenzuführen. Aber ich bin noch etwas unschlüssig…
Zum einen: Ich habe auf diesem Blog ziemlich Persönliches abgesetzt. Unter anderem, WEIL es kaum gelesen wird (ist mein Eindruck). Ich weiß nicht, ob ich weiter so offen und impulsiv wäre, wenn das hier “sichtbarer” wäre.
Zum zweiten bin ich mir unsicher, ob ich das überhaupt machen soll. Unter txp könnte ich Blog, Essays und Rezensionen durchaus in separate Sektionen packen, es wären quasi unterschiedliche Schubladen im selben Schrank, näher zusammen als jetzt. Die essay- und Rezensionssparte liegt mangels Zeit gerade ziemlich brach. Aber soll ich mein zutiefst Persönliches und mein Aktivistin-Sein so nah zueinander packen? Dann wieder: Das Persönliche ist politisch!
Zum dritten will ich das nicht ohne ein anständiges Design, das ich erstmal entwickeln müßte, und das wird dauern – und dann wäre da noch die Sache, daß ich riesenheim.net bei der Gelegenheit auch gleich ganz auf Textpattern umstellen wollen würde.
Was meint Ihr, liebe Leser_innen: Alles so lassen, wie’s ist? Umstellen? Oder ist das am Ende total egal, weil sich ohnehin kein Schwein für diese Seite interessiert?
Weil dieser Befindlichkeitspieps für Twitter doch zu lang ist:
Eine bleierne Melancholie liegt über mir. Ich fühle mich mutlos, klein, grau. Oft fällt mich dieses Gefühl unterwegs an, scheinbar grundlos, nicht in Worte zu fassen.
Sind’s die Hormone? Ist es das ewige Wollen-aber-nicht-dazu-Kommen? Ich berste vor Ideen, vor Dingen, die mal jemand machen müßte, die aber niemand tut, wenn ich sie nicht tue, ich könnte den ganzen Tag recherchieren und schreiben. Oder auch vor Dingen, die ich gerne tun würde, für die aber die Zeit und die Kraft fehlen. Ganz zu schweigen von all den Schritten, die eigentlich notwendig wären, um meine Situation grundlegend zu ändern. Ist es das Gefühl, das mich oft beschleicht, daß das, was ich zu geben habe, nicht geschätzt wird, jedenfalls nicht in einer Form, die mich nährt – was sich auch ganz konkret in einer Perspektive niederschlagen würde, das beruflich zu tun?
Da ist außerdem ein Gefühl, daß ich aus meinem “ich muß”, meinen viel zu engen Kreisen, meinem Survival-Modus nicht rauskomme, nichts tue, was außerhalb des alltäglichen Trotts liegt, daß ich mich nicht verändere…
Wah. Mag jemand wenigstens meine Jemand-müßte-mal-Liste haben? Oder mir was von meinem Krempel abnehmen?