Weil dieser Befindlichkeitspieps für Twitter doch zu lang ist:
Eine bleierne Melancholie liegt über mir. Ich fühle mich mutlos, klein, grau. Oft fällt mich dieses Gefühl unterwegs an, scheinbar grundlos, nicht in Worte zu fassen.
Sind’s die Hormone? Ist es das ewige Wollen-aber-nicht-dazu-Kommen? Ich berste vor Ideen, vor Dingen, die mal jemand machen müßte, die aber niemand tut, wenn ich sie nicht tue, ich könnte den ganzen Tag recherchieren und schreiben. Oder auch vor Dingen, die ich gerne tun würde, für die aber die Zeit und die Kraft fehlen. Ganz zu schweigen von all den Schritten, die eigentlich notwendig wären, um meine Situation grundlegend zu ändern. Ist es das Gefühl, das mich oft beschleicht, daß das, was ich zu geben habe, nicht geschätzt wird, jedenfalls nicht in einer Form, die mich nährt – was sich auch ganz konkret in einer Perspektive niederschlagen würde, das beruflich zu tun?
Da ist außerdem ein Gefühl, daß ich aus meinem “ich muß”, meinen viel zu engen Kreisen, meinem Survival-Modus nicht rauskomme, nichts tue, was außerhalb des alltäglichen Trotts liegt, daß ich mich nicht verändere…
Wah. Mag jemand wenigstens meine Jemand-müßte-mal-Liste haben? Oder mir was von meinem Krempel abnehmen?