Feb 5, 15:20
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Da stagniere ich langelange vor mich hin und fühle mich, als könnte ich nicht vorwärts und rückwärts, auch nachdem die objektive Handlungsunfähigkeit wegen bürokratischer Hindernisse, Armut und Co. lange vorbei ist.

Und prompt stelle ich fest, daß da zwar Verpflichtungen sind, daß ich aber Ressourcen habe und irgendwie beginnen plötzlich Dinge Früchte zu tragen. Irgendwie ist mir grad danach, mein materielles Leben trotz meiner grundsätzlichen Schißhasigkeit mal neu in die Hand zu nehmen, wichtige Einzelheiten neu auszurichten – und schließlich auch endlich mal meine Wohnung bewußt zu gestalten, anstatt weiter mit meinen Providurien1, die irgendwann mal aus der Not entstanden sind, zu vegetieren. Ganz davon abgesehen, daß zumindest die Wände mal wieder gestrichen werden müßten.
Mir fiel dabei auf, daß ich da gerne “ich warte, bis ich xy getan habe” oder “erst muß ich aber” vorschiebe, was objektiv gar nicht so ist. Die letzten Tage habe ich tatsächlich Schritte weg vom immer nur Planen und “ich muß erst” hin zum tatsächlichen Handeln gemacht, und Junge, setzt das Energie frei! Irre.

1 Der Begriff stammt aus: Sascha Lobo, Kathrin Passig, Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin (meine wärmste Empfehlung an alle, die von ihrer Verpeiltheit genervt sind, sich vom Perfektionsanspruch üblicher Zeitmanagementliteratur aber überfordert fühlen) und bezeichnet Provisorien, die unvermutet zum Dauerzustand geworden sind. Etwas in meiner Familie leider geradezu pandemisches, das ich überhaupt nicht mehr ausstehen kann.

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Muse.

Jan 24, 18:30
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Diese Hyperaktive. Ich fühle mich an meinen freien Tagen gerade richtig in der Gegend herumgestoßen, soviel Impulse zur Aktivität sind da. Hallo! ich möchte vielleicht auch mal inaktiv sein dürfen, meditieren, in mich gehen… oder einfach vor einer Animefolge nach der nächsten vergammeln.

Ich glaube, ich schenke mir was zum Geburtstag: ein, zwei Tage Urlaub. Um mal diesem Berg an Ideen und Aktivität die Spitze zu nehmen. Echt ey. Ich komm so langsam nicht mehr mit.

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Melancholie.

Jan 14, 17:49
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Weil dieser Befindlichkeitspieps für Twitter doch zu lang ist:

Eine bleierne Melancholie liegt über mir. Ich fühle mich mutlos, klein, grau. Oft fällt mich dieses Gefühl unterwegs an, scheinbar grundlos, nicht in Worte zu fassen.

Sind’s die Hormone? Ist es das ewige Wollen-aber-nicht-dazu-Kommen? Ich berste vor Ideen, vor Dingen, die mal jemand machen müßte, die aber niemand tut, wenn ich sie nicht tue, ich könnte den ganzen Tag recherchieren und schreiben. Oder auch vor Dingen, die ich gerne tun würde, für die aber die Zeit und die Kraft fehlen. Ganz zu schweigen von all den Schritten, die eigentlich notwendig wären, um meine Situation grundlegend zu ändern. Ist es das Gefühl, das mich oft beschleicht, daß das, was ich zu geben habe, nicht geschätzt wird, jedenfalls nicht in einer Form, die mich nährt – was sich auch ganz konkret in einer Perspektive niederschlagen würde, das beruflich zu tun?

Da ist außerdem ein Gefühl, daß ich aus meinem “ich muß”, meinen viel zu engen Kreisen, meinem Survival-Modus nicht rauskomme, nichts tue, was außerhalb des alltäglichen Trotts liegt, daß ich mich nicht verändere…

Wah. Mag jemand wenigstens meine Jemand-müßte-mal-Liste haben? Oder mir was von meinem Krempel abnehmen?

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