Dez 29, 18:16
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Ich tu mir schwer damit. Also mal nichts tun. Und um so besser gefiel mir kürzlich ein Verschreiber einer Freundin, die aus den Rauhnächten Ruhnächte machte… denn das ist ne Lektion, die ich mir mal vorgenommen habe. Also nicht die im vorhinein gefühlt ruhigen Tage “zwischen den Jahren” mit Plänen zuballern. Mal Dinge tatsächlich ruhen und reifen lassen.

Nun ja – in den wenigen Tagen daheim hätte ich mich fast mit meiner Großmutter gezofft, die irgendwie immer noch stolz darauf ist, daß sie jahrelang 60-Stunden-Wochen geschoben hat. Daß mir gerade sehr bewußt geworden ist, daß Arbeit eben nicht das Wichtigste in meinem Leben ist (und wenn ich damit zehnmal jenseitig Kohle scheffeln könnte), trug nicht gerade dazu bei, die Lage zu entschärfen.

Und grad überlege ich, was ich mit Silvester anstelle. Hm. Vielleicht verhalte ich mich antizyklisch und penne kurz vor Mitternacht vor GITS:SAC ein.

Achja: Gesegnete Rauhnächte!

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Dez 11, 16:53
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Die neue Gelassenheit macht sich bemerkbar – oder woran liegt es sonst, daß ich die letzten Nächte lebhaft und farbig geträumt habe? Sonst erinnere ich mich unter der Woche, wenn ich nicht richtig ausschlafen kann (meine Eulen-Disposition liegt quer zu meiner Umwelt), kaum je an Träume…

Heute nacht träumte ich, ich wollte mal eben zum Mond fliegen, nur zum Mond, nicht bis zum Saturn, und niemand aus meiner WG wollte mich auf die Spritztour begleiten. Das Space Shuttle parkte auf einer Landebahn von den Ausmaßen eines Bolzplatzes gegenüber vom Haus (das übrigens, mit seinen blaugestreifeten Tapeten und Bettwäsche mit kleinen Blümchen, wie eine Kreuzung zwischen dem Haus meines Großvaters väterlicherseits und einem IKEA-Katalog anmutete). Ich versprach den anderen, ich würde Fotos machen, und schmiß meine schwarzen 30-Loch-Rangers in den Laderaum des Shuttles, der irgendwie Ähnlichkeiten mit dem eines sehr unaufgeräumten Lieferwagens hatte.

Ich wachte auf, bevor ich ins Shuttle stieg und die Raketen zündete. Schade.

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Nov 24, 17:06
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schwanke ich, wenn ich dieser Tage von politischen Themen lese. Stichworte: Betreuungsgeld, Hochschulproteste (ja, ich halte die Proteste für bitter notwendig und in jeder Zeile gerechtfertigt), Zensursula (reloaded), der noch immer absurde Blüten treibende Abmahnwahn im Internet…

Der Mut und die Kraft, an irgendeiner Front zu kämpfen, gehen sang- und klanglos im Gefühl unter, mit meinem eigenen Scheiß schon über Gebühr gefordert zu sein, gepaart mit einem Impuls von “Rette sich, wer kann”, der sich einfach nur scheiße anfühlt. So wie: “Wenn ich nur genug schufte, genug raffe und geize, dann kann ich mir vielleicht irgendwo in diesem System eine ungestörte Nische ergattern.”

Und gerade lese ich auf Twitter, daß das besetzte Haus in der Brunnenstraße 183 geräumt wurde.
Ich bin gestern erst an dem Haus vorbeigegangen, habe mir gedacht: Ich könnte doch mal wieder schauen, ob ich nicht was habe, was da noch in gute Hände kommt (Krempel aussortieren ist für mich zur Lebensaufgabe geworden, will mir scheinen).

Da wirkt es geradezu lächerlich, daß ich gerade fühle, was für ein Schißhäschen ich immer noch bin, wenn es um Geld geht…

“Sheep eat men”, sagte Thomas Morus angesichts der Einfriedungen im 16. Jahrhundert, die England damals ein riesiges Armutsproblem bescherten.
Die Einfriedungen gehen weiter. Hier und heute. Und wer glaubt, daß es ihn nicht angeht, den kann es morgen schon kalt erwischen.

na, haste sempf dazu? [2]

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