Am Samstag habe ich den Nachmittag mit der RGG und diesem Lexikon mit einem umständlichen Namen zugebracht. Eigentlich exzerpierte ich für einen Artikel, den zu schreiben es mich schon seit 2 Wochen in den Fingern juckt. Aber so bei näherem Hinsehen könnte der Text, der daraus wird, auch als Vorarbeit für mein Buchprojekt taugen.
Nächste Frage: eigentlich wollte ich nämlich mal ein paar klärende Worte für ryuu.de draus machen (einer der Suchbegriffe, der mir die meisten Leute reinspült, ist die Google-BilderSuche nach “Runenkreis”), aber wenn ich das so näher betrachte, könnte der Text auch für riesenheim.net gut sein, das ich ja bis auf dieses Laberblog hier in letzter Zeit brachliegen lasse… Aber ich denke, es paßt dann doch eher zu ryuu.de.
Hm. Mal sehn. Und Geduld haben, die nächsten Tage gehören den Reisevorbereitungen.
… vorhin habe ich meine Bibliographie vervollständigt (auch die muslimische und buddhistische Ecke des Tellerrandes mal gestreift) und ein paar Nachweise recherchiert.
Zu letzteren: Boah, ich werde eine Menge Distanzierungsarbeit zu leisten haben. Dieses ganze esoterische Geschlechtsidentitäten abfeiern geht mir auf den Keks und auch Homos tun das.
Nicht daß ich was gegen eine positive Selbstbestimmung habe: ich konnte mal einer gynozentrischen feministischen Spiritualität viel abgewinnen. Und in einem Sinne, wie Distel sie beschreibt, finde ich sie nach wie vor notwendig. Für mich bedeutet das allerdings keinerlei Ausschließlichkeit. Denn die Ausschließlichkeit ist ein Problem für mich. Da wird das Ganze dann krampfig und bekommt viel zu enge Grenzen. Ich will dagegen was Offeneres, Freieres – viel Arbeit und immer ein Balanceakt. Aber ich habe ein recht genaues Gespür für das, auf was ich hinaus will.
So, ich mach mal wieder was, was ich bei meiner Magisterarbeit gemacht habe: Ich dokumentiere die Entstehung meines Buchprojekts. Ist ja nicht so, daß das im Moment besonders schnell ginge… und wenn ich verspreche, zu dokumentieren, was ich mache, halt ich mich vielleicht selbst damit bei der Stange. So der Plan :)
Immerhin habe ich aber die Samstagnacht damit verbracht, was aus einem Buch von John McNeill (“Sie küßten sich und weinten”)^1^ zu exzerpieren. Das Buch ist ein ganz dezidiert christliches und manchmal unerträglich in seinem pastoralen Tonfall, aber die exzerpierte Passage klingt nach Stoff, den ich bearbeiten sollte.
Ich arbeite übrigens gerade mit dem Zettelkasten von Daniel Lüdecke – hat jemand anderes schon Erfahrungen mit Zettelkastenprogrammen beim Schreiben von längeren Sachtexten gemacht? Für die kleineren Essays habe ich bisher immer nur Mindmaps verwendet, für die Magisterarbeit Citavi (das ich leider unter WINE nicht zum Laufen bringe), sonst noch keine dezidierte Wissensverwaltung. Gibt’s da was, das ich noch ansehen sollte?
Nächster Schritt: Einige Notizen, die ich in Evernote gesammelt habe, auch in den Zettelkasten überführen.
Achja, kennt jemand zufällig eine Möglichkeit, Fußnoten unter Textpattern zu machen? Wordpress hat dafür ja Plugins…