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Monat: November 2013

Tee mit Milch, Teil I: Über Feminität und die Rede von männlichen und weiblichen Anteilen

Ich lese gerade – mit dem Ziel einer Rezension – nochmal ein Buch, dem ich ausgesprochen ambivalent gegenüberstehe, nämlich Christopher Penzcaks Gay Witchcraft. Und dabei bin ich darauf gestoßen, daß ich eins klarkriegen will: Warum ich mich als queer verorte und das für mich nicht deckungsgleich mit „LGBT“ ist und schon gar nicht mit der in der Mainstream-Homo-Szene verbreiteten hegemonialen Position.

Penzcak vertritt die für mich problematische Ansicht, daß Homosexuelle einfach „eine andere Energie“ haben (S. XV), und daß jeder Mensch „männliche und weibliche Energien“ hat (S.4). Ich will jetzt noch nicht das ganze Buch rezensieren, aber das ist ein Punkt, an dem ich mal einhaken und meinen persönlichen Senf dazu loswerden will. Denn für mich persönlich taugt das mit der „männlichen“ und „weiblichen“ Energie einfach nicht (mehr) als Paradigma, und wenn das für manche Menschen taugt, so ist es doch eine Art (von vielen möglichen), die Welt zu interpretieren, aber keine universelle Wahrheit.

Julzeit voller Wunder – der Verlosungs-Post

So – ich habe mich entschieden, was es von mir als Julgeschenk gibt: Wie letztes Jahr mache ich wieder eine CD, wieder ausschließlich mit Liedern, die ich geschrieben habe. Sie wird vielleicht ein wenig kleiner als die von letztem Jahr, denn dieses Jahr kommen ganz andere Lieder drauf, und zwar ausschließlich solche, die ich vollständig selbst geschrieben habe – und die für Rituale eingesetzt werden können!

Mein Buchprojekt: Das neue Konzept und der Stand der Dinge

Nachdem mein Buchvorhaben seit ewigen Zeiten den unruhigen Schlaf des halbvergessenen Projekts schlief, habe ich das Konzept noch einmal gründlich überdacht – und schließlich über den Haufen geworfen! Was aber auf gar keinen Fall bedeutet, daß ich das Vorhaben, ein Buch zu schreiben, an sich begraben hätte. Es wird nur ein sehr anderes Buch als ursprünglich geplant.

Zwischen Gegenüber und Identifikation: Mein Verständnis von Gottheiten

Noch was, worüber ich letztens mit Wurzelfrau Kommentardiskussionen geführt habe und wozu ich einen Text versprochen habe: Meine Beziehung(en) zu Gottheiten und wie mein Polytheismus funktioniert.

Der Witz an meinem Polytheismus ist nicht, daß nur homosexuelle Gottheiten verehre oder mich an den geschlechtlich uneindeutigen Gottheiten festmache – letzteres nun gerade nicht; danach habe ich als cis-Frau keinen so großen Bedarf und es ist mir wichtig, Begehren und gender – auch wenn sie sich gegenseitig beeinflussen mögen – als zwei getrennte Dinge zu betrachten.
Die Menschen, die ich begehrenswert finde, leben eine klar als weiblich lesbare gender performance. Die rigide Zwei-Geschlechter-Ordnung durch etwas Fluides zu ersetzen, ist mir zum einen insofern wichtig, als es Platz für Leute mit nicht-binärem Geschlecht schafft, zum anderen ist das für mich persönlich wichtig, weil die üblichen Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen klar gekoppelt sind mit Heterosexualität und mit Annahmen, was dem jeweiligen Geschlecht im Leben wichtig zu sein hat und welches Verhalten jeweils angemessen ist.

Hier sind ein paar Dinge darüber, wie ich meine Gottheiten und meine Beziehungen zu ihnen sehe:

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