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Autor: thursa

Unterirdische Flüsse und tektonische Verschiebungen: eine Positionsmeldung.

Der Titel dieses Posts ist kryptisch, aber er spiegelt meine derzeitige Verfassung. Ich befinde mich im Wandel. Einiges kann ich beschreiben, anderes ist noch ungreifbar oder findet auf Ebenen jenseits des Verbalen statt.

Ein Teil meiner Schweigsamkeit auf diesem Blog kommt daher, daß ich seit fast eineinhalb Jahren wieder in einer romantischen Zweierbeziehung bin. Diese Liebe ist ein wunderschönes Geschenk der Göttinnen_Götter und tut mir sehr gut, aber es fließt eben auch Zeit und Energie in sie, die ich sonst für Projekte wie dieses hier hatte.

Seit einem kleinen Zwischenfall vor gut einer Woche geht es mir körperlich nicht so blendend, und mental fühle ich mich, als würde ich immer noch die Puzzleteile, aus denen ich bestehe, neu zusammensuchen.

Dazu sortiere ich mich seit ein paar Wochen psychisch neu: Selbstbild, Sexualität, „inneres Regelwerk“.

Heidnische Praxis IX: Was heißt hier devotional?

In den letzten Monaten hat sich was an meiner Praxis geändert. Die Veränderung kam langsam, fast unbemerkt; aber spätestens seit dem Sommer hat sich etwas bewegt.

Begegne ich anderen Heid_innen, vor allem Asatrú, die Heidentum mehr als ich von überlieferten Quellen her angehen, merke ich, wie intensiv gerade mein Begehren nach intuitiven, emotionalen, experimentellen Zugängen ist. Ich mache mich keine Sorgen, daß darüber das Intellektuelle, die historische Korrektheit verloren gehen könnte; ich weiß, wie stark meine intellektuelle Seite ist. Und durch das Schreiben an meinem Buchprojekt ist sie auch gerade gefordert.

Wenn ich Texte von devotionalen Polytheist_innen lese, berührt mich was: Das will was von mir. Da ist was, das mit mir zu tun hat.

Heidnische Praxis VIII: Was ist eigentlich ein Ritual?

Ich habe in den letzten Wochen mit einer kleinen Gruppe intensiv ein Ritual für meine Heilsgemeinschaft vorbereitet und es schließlich erfolgreich umgesetzt. Dabei wurden auch einige meiner bisherigen Überzeugungen über mich und Rituale in Frage gestellt – etwa die, daß ich grundsätzlich keine geskripteten Rituale mag; vielleicht ist das eher ein Widerwille, fremde Skripte „aufzuführen“.

Besagtes Ritual wurde fast ohne vertraute Bausteine von Grund auf neu erschaffen. Die Basis waren Orakelarbeit, schamanische Reisen, Brainstorms und viele lange Gespräche unter uns Ritualleitenden.

Mir stellte sich während dieser intensiven Arbeit die Frage: Was ist eigentlich ein Ritual?

Über Spiritualität reden unter LGBT\*IQ

Im Juni war ich auf dem Femcamp Wien und habe dort unter anderem eine kleine Session über Spritualität gehalten. Das war ziemlich awkward und war so nicht geplant, aber ich habe mich mehr oder weniger mit einer zusammengeschlossen, die aus dem Göttinnenspiri-Spektrum kam und darüber reden wollte. Die anderen Teilnehmenden hatten völlig andere (Nicht)zugänge zum Thema, so daß ich überraschend viel Zeit damit verbrachte, mich zu erklären. Zeit, die dann fürs Reden über Strategien nicht vorhanden war.

Das Ding, über das ich gern geredet hätte: Es gab mal eine feministische Spiritualität in der Frauenbewegung; wie könnte emanzipatorische Spiritualität heute aussehen?

Aktuelle Befindlichkeit.

In den letzten Wochen beginnen Dinge sich zu verändern: Gerade bin ich mir der Knappheit meiner Zeit sehr bewußt, obwohl ich sie mir frei einteilen kann. Irgendwas hat „Klack“ gemacht und auf einmal ist viel zu tun. Vielleicht ist es die strukturierende Wirkung von Dingen, die ich nicht auch um drei Uhr nachts tun kann – Sport treiben, Musik machen und vor allem: mit anderen Menschen Kontakt pflegen, auf anderen Wegen als im Netz.

Ich verschlinge gerade zwei Bücher:

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