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riesenheim Posts

Gesegnetes Samhain

Für mich ist dieses Fest schwierig zu greifen. Überhaupt habe ich ja keinen so direkten Zugang zu den Festen zwischen den Sonnenfesten.

Waldsee

Die Sonnenfeste fallen mir leicht. Mir ist offensichtlich, was sich da abspielt; zur Sonne und zu Lichtverhältnissen habe ich einen sehr direkten Draht.

Sammelpost: Meine Praxis

Ich führe gerade so eine Diskussion mit Wurzelfrau über Inklusion und kulturelle Hegemonien, und da kam die Bitte auf: „Erzähl doch mal von Deiner Praxis und Deinen Gottheiten.“

Ich habe darauf geantwortet: „Ich habe da schon einiges geschrieben.“ Und, ich muß ergänzen: auch gepodcastet. Und das soll hier gesammelt sein – nicht als abschließende „eine Antwort auf alle Fragen“, sondern als Bestands- und Momentaufnahme.

Was Laufen mit Spiri zu tun hat

Es klingt vielleicht abwegig, wenn ich sage, daß Laufen für mich eine spirituelle Komponente haben kann. Und doch: Laufen ist für mich manchmal eine ganz wunderbare Art, mittem im Alltag ein Stück Naturerfahrung einzubauen.

Ich laufe aus verschiedenen Gründen. Mir tut Bewegung einfach gut, und Laufen hält meine Rückenbeschwerden wirkungsvoll in Schach. Ich mag es, mich fit zu fühlen, und Laufen trägt sehr zu diesem Gefühl von Fitness bei. Und daß Sport für Endorphinausschüttung sorgt, ist ja weithin bekannt. Aber da ist noch mehr.

Ich laufe in den allermeisten Fällen allein.

Von spirituell-kulturellen Brachen und der Reproduktion von Machtverhältnissen

Weil es bei der Wurzelfrau gerade um Lücken und freigewordene Räume geht, will ich gerade mal ein paar Dinge aufschreiben, die mir durch den Kopf gehen.

Es ging in Wurzelfraus Artikel darum, daß ein paar spirituelle Projekte von früher nicht mehr sind, weil die Macherinnen (ja, alle weiblich) hinter den ursprünglichen Konzepten nicht mehr stehen, und um daraus resultierende Lücken, die neu gefüllt sein wollen.

Vielleicht ist das eine pessimistische Sichtweise, meine Beobachtung lehrt mich jedoch: Machtverhältnisse haben die Tendenz, sich zu reproduzieren – beziehungsweise: von uns allen gewohnheitsmäßig reproduziert zu werden – und freigewordene Räume gleich mit zu besetzen.

So ein paar Gedanken über heidnische Musik

Wenn ich früher das Thema „heidnische Musik“ angeschnitten habe, kamen oft als eine der ersten Antworten Empfehlungen zu bestimmten Künstler_innen/Alben zum Anhören. Die meiste Musik, die ich da empfohlen bekam, war von Bands, die ein mehr oder weniger heidnisches Image haben, sich mit „irgendwie heidnischen“ Inhalten beschäftigen und/oder sich als heidnisch identifizieren.

Daran dachte ich, als ich vor ein paar Tagen diesen Artikel (auf englisch) über heidnische Veranstaltungen las, und ich hatte Lust, zu reflektieren, wie denn das inzwischen mit mir und der heidnischen Musik ist.

Ich habe ja selten das Bedürfnis, „heidnische Musik“ zu konsumieren.

Was ich von meiner Spiritualität eigentlich will, Teil III.

Ich habe im ersten Teil dieser Serie die mediale Repräsentation von religiösen und spirituellen Praktiken außerhalb der Großkirchen problematisiert und im zweiten Teil dargelegt, worum es mir in meiner Praxis nicht geht. Bleibt immer noch die Frage offen: Warum mache ich es denn dann? Wie läßt sich die Motivation hinter meinem Tun positiv definieren?

Baumstumpf mit Moos und Pilzen

Die rational vielleicht faßbarsten Ebene meiner Motivation ist folgende: Ich habe selbst in meinen ‚unspirituellsten‘ Zeiten ein Bedürfnis gehabt, mich mit ‚dem Großen Ganzen‘ auf eine positive Weise verbunden zu fühlen, auf eine Weise, die über das Mechanische, über physische, wirtschaftliche und soziale Zusammenhänge hinausgeht; auf eine Weise, die insbesondere eine Beziehung zur nichtmenschlichen Welt für mich nicht nur rational, sondern auch emotional-intuitiv erfahrbar macht.

Rundumupdate.

Ein ereignisreicher Sommer liegt hinter mir und ein Herbst und Winter voller Ungewißheit vor mir; brötchenverdienarbeitstechnisch muß ich mich nämlich schon wieder neu umschauen (aber ich will in Baden bleiben, soviel steht fest).

Das Buchprojekt, an dem ich lange herumüberlegte, nimmt endlich Formen an, und der Floh im Ohr aus dem letzten Post wird langsam zu einem richtigen Projekt. Ich schreibe immer mal wieder ein paar Worte, wann immer ich gerade Lust darauf habe (und das ist derzeit recht oft).

Meine theoretischen Grundlagen

Ich will mit dem folgenden Post nicht andeuten, daß eins eine Universitäts-Ausbildung braucht, um sich queer_feministisch verorten zu können, oder daß queerfeministisches Handeln nur mit komplexer Theorie und in komplexer Sprache zu erklären ist. Andererseits begegne ich auch gelegentlich Abwehrhaltungen gegen meine theoretischen Herangehensweisen, die sich vorrangig an deren theoretischem Charakter reiben, und dagegen, Geschlechtskonstrukte auseinanderzunehmen, sowie Intellektuellenfeindlichkeit.
Ich will mit dem folgenden Text denen, die es interessiert, einige mögliche Ausgangspunkte für eigenes Recherchieren, Lesen und Lernen an die Hand geben.

Ich habe mir in den letzten Tagen ein bißchen Gedanken gemacht, auf welchen theoretischen Grundlagen ich stehe. Denn daß ich heute denken kann, wie ich denke, verdanke ich Prozessen, die ich durchgemacht habe, seit ich 1998 nach Berlin gezogen bin und dort quasi schockartig die Erfahrung machte, daß die dortige Lesbenszene ein lebensfeindlicher Ort für mich war.

Mein Interesse an Theorie war nie nur akademisch. Mich hat immer die Theorie am nachhaltigsten interessiert, die sich auf meine Lage anwenden ließ und mir als Werkzeug dienen konnte, um andere als die bisher bekannten Perspektiven auf Themen zu gewinnen, die mich berührten und bewegten und auseinanderzudröseln, was nicht zusammengehörte.

Also, gestatten:

Meine theoretischen Werkzeuge

gender studies

Mit den gender studies kam ich 1999 das erste Mal in Berührung, und da gleich richtig. Ich biß mir am Thema „Der Körper bei Judith Butler“ in einem Referat die Zähne aus. gender-Themen begleiten mich seitdem.

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