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Schlagwort: buchprojekt

Rundumupdate.

Ein ereignisreicher Sommer liegt hinter mir und ein Herbst und Winter voller Ungewißheit vor mir; brötchenverdienarbeitstechnisch muß ich mich nämlich schon wieder neu umschauen (aber ich will in Baden bleiben, soviel steht fest).

Das Buchprojekt, an dem ich lange herumüberlegte, nimmt endlich Formen an, und der Floh im Ohr aus dem letzten Post wird langsam zu einem richtigen Projekt. Ich schreibe immer mal wieder ein paar Worte, wann immer ich gerade Lust darauf habe (und das ist derzeit recht oft).

Status-Update – Buchprojekt und anderweitig

Da schrieb der eibensang letzthin was, das mich bewegte, auf diese Art, die nur er fertigbringt:

„Wohin ich schau und maile: Einsamkeit und Angst zerfressen die Gemüter. Hinter den Fassaden: jederzeit der Abgrund. Selbst nicht unbetroffen von all dem Wahnsinn, maile ich Menschen Mut zu, die ich heimlich um ihre Fähigkeit beneide, wenigstens materiell durchzukommen (womit ich mich seit je schwertat).“

In meinem Fall möchte ich dazusetzen: Erschöpfung, das Gefühl, zwischen viel zu vielen Dingen aufgerieben zu werden.
Und ja, auch ich sitze in einem Zwiespalt fest: zwischen dem Bedürfnis, materielle Sicherheit zu haben (endlich einmal! nach langen, mühseligen Studienjahren, in denen ich ohne Netz und doppelten Boden gelebt habe) und einer tiefen Unzufriedenheit mit meiner derzeitigen – im erweiterten Sinne materiellen – Situation.

Ich hatte mal einen Traum. Ich habe daran geglaubt, so fest, wie nur ein Mensch glauben kann. Und dann wurde er mir weggenommen. Ist einfach zerbrochen. Mittlerweile versuche ich, die Scherben, die ich wiederfinden konnte, zusammenzukleben. Bin noch auf der Suche nach einem Kleber, der das Ganze stark und stabil genug zusammenhält, diesen Traum, der, den Fesseln der Notwendigkeit, damit mein Brot zu verdienen, enthoben, anfängt, sich auszudehnen, in immer mehr Farben zu schillern, sich zu bewegen und zu tanzen. Sein Name: Sängerin sein.
Manchmal zweifle ich an meinen Fähigkeiten, zweifle, ob ich je lerne, das, was mich bewegt, in Lieder zu formen, die auch andere sich gerne anhören – auf eine Art, mit der ich zufrieden sein kann. Und doch weiß ich: Musik machen, insbesondere Singen, macht mich glücklich. Auf eine urtümliche, physische Art. Das ist es, was ich als allererstes mit meinem Leben anfangen will. Das ist es, was mir die Großen geschenkt haben und das ist es, was ich der Welt geben kann.

Ich habe dagegen nicht darum gebeten, Aktivistin zu werden für eine Sache, die vielen so weit entlegen und abgefahren erscheint.

work eat sleep work

- so fühlt sich mein Alltag im Moment an.

Ich habe einige Textprojekte im Kopf (nicht nur für dieses Blog), aber der Brotjob strengt mich gerade ziemlich an. Und dann ist da noch die Musik, die gepflegt sein will. Eine familieninterne Geschichte ist zu klären, die mich vielleicht viele Stunden mailen, skypen, telefonieren und vielleicht auch eine Menge Tränen kosten könnte. Jul, mit all der üblichen Freunde-Familie-Sippe-Besuche-Action, rückt näher. Ich habe ein paar Fragezeichen bei meinem ursprünglichen Konzept für das Buchprojekt. Und manchmal will ich nach der Arbeit auch einfach nur aufs Sofa kippen und gar nix machen.

Und dann hab ich ja auch immer wieder Selbstzweifel.

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