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Schlagwort: feminismus

Über Spiritualität reden unter LGBT\*IQ

Im Juni war ich auf dem Femcamp Wien und habe dort unter anderem eine kleine Session über Spritualität gehalten. Das war ziemlich awkward und war so nicht geplant, aber ich habe mich mehr oder weniger mit einer zusammengeschlossen, die aus dem Göttinnenspiri-Spektrum kam und darüber reden wollte. Die anderen Teilnehmenden hatten völlig andere (Nicht)zugänge zum Thema, so daß ich überraschend viel Zeit damit verbrachte, mich zu erklären. Zeit, die dann fürs Reden über Strategien nicht vorhanden war.

Das Ding, über das ich gern geredet hätte: Es gab mal eine feministische Spiritualität in der Frauenbewegung; wie könnte emanzipatorische Spiritualität heute aussehen?

Ein Recherche-Überdruß.

Gestern habe ich den Nachmittag im Spinnboden Lesbenarchiv verbracht und recherchiert – ich wollte doch einmal sehen, ob ich in einem spezialisierten Lesbenarchiv noch einmal einige Bücher für mein Buchprojekt finde, die ich bisher übersehen habe.

Dabei wühlte ich unter anderem in alten Ausgaben der Schlangenbrut. Beim Lesen der Schlangenbrut vom November 1990 fiel mir ein Leserinnenbrief von Sibylle Kästner zum Thema Matriarchate auf. Kästner beginnt ihren Leserinnenbrief frustriert:

So sehr ich mich auch freue, immer wieder Stimmen zur Matriarchatsdebatte zu vernehmen, so sehr ärgert es mich andererseits, daß Frauen seit mindestens 5 Jahren de facto nichts Neues darüber zu schreiben vermögen. Es werden ewig die gleichen Argumente genannt, gerade auch in bezug auf die archäologischen Funde.1

Was hat das mit meinem Gefühl über lesbische/feministische/queeere Spiritualität(en) zu tun?

  1. Kästner, Sibylle, ‘Leserinnenbrief Zu Helga Laugsch, “Was Ist Dran Am ”Mutterrecht“ Und ”Matriarchat“?” in Schlangenbrut Nr. 30, S. 6-7’, Schlangenbrut, 8 (1990), S. 2

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