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Schlagwort: gottheiten

Heidnische Praxis IX: Was heißt hier devotional?

In den letzten Monaten hat sich was an meiner Praxis geändert. Die Veränderung kam langsam, fast unbemerkt; aber spätestens seit dem Sommer hat sich etwas bewegt.

Begegne ich anderen Heid_innen, vor allem Asatrú, die Heidentum mehr als ich von überlieferten Quellen her angehen, merke ich, wie intensiv gerade mein Begehren nach intuitiven, emotionalen, experimentellen Zugängen ist. Ich mache mich keine Sorgen, daß darüber das Intellektuelle, die historische Korrektheit verloren gehen könnte; ich weiß, wie stark meine intellektuelle Seite ist. Und durch das Schreiben an meinem Buchprojekt ist sie auch gerade gefordert.

Wenn ich Texte von devotionalen Polytheist_innen lese, berührt mich was: Das will was von mir. Da ist was, das mit mir zu tun hat.

Raven Kaldera: Hermaphrodeities. The transgender spirituality workbook

Philadelphia Pa.: Xlibris Corp., 2001; ISBN: 1401027199

„Hermaphrodeities“ ist eins der ganz seltenen Bücher zum Thema „transgender und Spiritualität“. Über transgender, nicht schwullesbische Fragen; daß das zwei vollkommen verschiedene Paar Schuhe sind, stellt gleich das Vorwort klar. Es ist ein Buch vor allem für Menschen zwischen den Geschlechtern, aber auch wer sich eindeutig als männlich oder weiblich einordnet, kann daraus was mitnehmen.

Dieses Buch macht klar, daß es so viele Wege gibt, die althergebrachte männlich-weiblich-Dichotomie zu überschreiten, und so viele Arten, in denen sich Spiritualität, Geschlecht und Sexualität gegenseitig beeinflussen, daß es unmöglich ist, sie zu kategorisieren.

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