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riesenheim Posts

Encountering Freyja

I wrote this meditation in May 2022. Originally, I only shared it on Mastodon, and it was well received by my tiny audience over there. I caught myself thinking: "Maybe this meditation deserves to be shared more widely? And maybe making more guided meditations for a pagan/heathen audience could be worth it?" Because I haven't come across many myself, and I feel an itch for that, especially for guided meditations that are inclusive of queerness.

In the despair, fear and grief I have recently seen among many of the people I love (not just, but especially non-white, queer, neurodivergent and disabled people), it also felt necessary to do what I can to provide a moment of reprieve and regeneration, however small and fleeting. The reminder that there is still beauty and love in the world feels more necessary than ever.

Was verstehe ich eigentlich unter rassismuskritischem Heidentum?

Die Ereignisse vom 6. Januar in Washington, DC haben auch Heid_innen zu Statements veranlasst, hauptsächlich, weil ein prominenter Teilnehmer sehr auffällige germanische Symbole trug. Für mich waren diese Statements (bzw. teilweise auch mein Ungenügen daran) ein Anlass, noch einmal darüber nachzudenken: Was macht für mich eigentlich rassismuskritisches bzw. antirassistisches Heidentum aus? Nun hatte ich ein paar geschäftige Wochen in der Zwischenzeit, aber das Thema war mir zu wichtig, um meine Gedanken nicht in einen Blogpost zu gießen.

Minimalvoraussetzung war für mich schon immer: (Neu)Heidentum ist für alle da, die sich dafür interessieren – unabhängig von geographischer, ethnischer und kultureller Herkunft. Völkische Konzepte oder Ideen von Heidentum als “ethnischer Religion” sind für mich daher von vornherein indiskutabel. Den Mythos der geheimen ungebrochenen Tradition halte ich für genau das: einen Mythos. Aber wie sieht eine Praxis aus, die über dieses Minimum hinausgeht?

Meine katholische Umwelt und ich: Update und Reflexion

Vor etwa dreieinhalb Jahren bin ich von Freiburg in den Hochschwarzwald umgezogen. Und damit hat sich auch meine kulturelle Umwelt deutlich verändert; ich bekomme im Schwarzwald eine wesentlich stärker christlich – namentlich katholisch - geprägte Umwelt mit. Ich bin hier oben auch etwas stärker in meine Nachbarschaft eingebunden und habe tatsächlich mehr Freund_innen vor Ort als in Freiburg, was ich an sich nicht schlecht finde.

Ich habe seitdem ein stärkeres Bedürfnis, als Asatrú sichtbar zu sein. Ein Bedürfnis, das ziemlich unmöglich zu erfüllen scheint, weil meine Umwelt in weiten Teilen nicht mal weiß, was Asatrú ist. Ich habe in der Vorweihnachtszeit regelmäßig ein Gefühl, das ich „christianity overload“ nenne: über die Herzensfrau und ihre Schule komme ich mit dem üblichen Vorweihnachts-Feiern stärker in Berührung, und in meinem neuen Kammerchor (in dem ich seit 2017 singe) steht jedes Jahr mindestens ein Weihnachtskonzert auf dem Programm – fast immer in einem Kirchenraum, und immer mit einem mindestens teilweise geistlichen Programm.

Über den Chor kommen auch ab und zu Einladungen, Gottesdienste mitzugestalten.

Spirituelle Morgenroutine einer Nachteule

In meinem letzten Post habe ich meine Morgenpraxis ja schon kurz erwähnt. Hier will ich noch ein wenig genauer auf das Was, Wie und Warum eingehen.

„Morgenroutine“ klingt nach Frühaufstehen, Produktivität, ordentlichen und disziplinierten Menschen. Keins davon ist sonderlich zutreffend für mich, obwohl ich inzwischen meine Morgenpraxis derart als Notwendigkeit empfinde, dass ich sie durchaus mit einberechne, wenn es darum geht, wann ich aufstehen muss. Ich bin allerdings eine lebenslange, unveränderliche, bekennende Nachteule, und ich brauche morgens meine Zeit, um in Gang zu kommen.

Meine Morgenpraxis ist inzwischen ein schöner und hilfreicher Teil dieses “in Gang Kommens”.